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Jeschurun · 1925-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1925) · p. Seite 336

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
12 (1925)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1925)
Date
1925-07-01
Page
Seite 336 (sequence 78)
Language
German
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386 Bücherbesprechungen das man dieser Uebersetzung zollen kann. Wer hebräisch kann and ein guter Bibelkenner, der wird R’s. TJebersetzung mit grösstem Nutzen lesen. Ich scheue mich nicht es einzngestehen, dass mir gerade auf Grund dieser Uebersetzungen manche Schönheit in den Gedichten Jehuda Haie vis zum stärkeren Bewusstsein gekommen. — Und zuletzt: Wir wollten nur gegen die einseitig zugespitzte Theorie in dem ״Nachwort״ polemisieren. Die Uebersetzungen selbst stehen turmhoch über allen seiner Vorgänger. Dies aber nicht, weil B. seiner Theorie gefolgt, sondern weil er ein Sprachkünstler von ersten Graden ist, vor allem aber, weü er wohl mehr als einer seiner Vorgänger sein volles jüdisches Herz mitgebracht, durch das die Geheimnisse des Irrationalen zittern. Ein Fehler, der in einer neuen Auflage leicht zu verbessern: In den Anmerkungen sollte vor jedem Liede bei der Ueberschrift die Seitenzahl der Uebersetzung angegeben sein. Oder will uns der Herausgeber auch hier dazu erziehen, dass wir die Lieder ״wie Pfirsiche verspeisen״? Die gesamten Anmerkungen zu durchblättern, damit wir auf das Lied stossen, zu dem wir sie suchen, ist doch zu lästig. Die Ausstattung des Baches ist der Uebersetzung und des Diehters würdig. _ J. W. L. Tredtel. Gesamte Theologie und Philosophie Philo’s von Alexandrien. Berlin 1928. C. A. Schwetacke u. Sohn. Zwei Literaturgebiete sind es in der Gegenwart, mit denen es die Forschung auf dem Gebiete der Wissenschaft des Jueentums zu tun hat, das palästinisch-babylonische Schrifttum als das ältere, zu welchem später als jüngeres das jüdisch-helenistische hinzugetreten ist, von dem wir Spuren bereits in der Septuaginta, der griechischen Bibelübersetzang antreffen. Die Bedeutung des letzteren ist erst in neuerer Zeit recht erkannt worden; von da aus erst erklärt sich der Aufstieg des Judentums zu geistiger Weltreligion, die der Menschheit beim Absterben des Heidentums und des Glaubens an Götter den Glauben an den einen, wahren Gott gegeben. Der Verfasser hat das Verdienst, die Bedeutung Philos für diese Entwickelung in ein ganz besonderes helles Licht gesezt zu haben, besonders für den Laien, dem die mit dem grossen philologischen Apparat beschwerten Werke verschlossen sind. Wie weit auch Phüo von dem entfernt ist, was im talmudisch-rabbinischen Schrifttum zur Grundlage unseres Judentums geworden ist, so bedeutsam ist er doch lür das, was das Judentum der Gesamtmenschheit geworden ist. Ein Einblick in dies Verhältnis müsste von jedem gelehrten Juden gewonnen werden. Von der Reichhaltigkeit des Buches mag eine kurze Inhaltsangabe Zeugnis geben : Geschichtliche Stellung der Theologie und Philosophie Philo’s, seine Lehre von Gott, die Lehre von den göttlichen Mittelkräften, insbesondere den Logos, Lehre von der Prophetie bei Philo, Ethik Philo’s, Exegese Philo’s, seine Stellung zum Dekaloge, dem Religionsgesetze überhaupt, Universalismas bei Philo, Apologetik und Propaganda. Wir wünschen dem trefflieh unterrichtenden Bnche die grösste Verbreitung. —1. Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemuth, Berlin Druck von H. ltzkowski, Berlin N 24, Auguststr. 69

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