Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1925)
- Date
- 1925-05-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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12. Jahrgang Heft 5/6 5680 סיון — תמוז Mai — Juni 1925 Namensbezeichnungen des jüdischen Volkes. Von Dr. Samuel Grünberg• Wie im lateinischen Sprichwort: nomen est omen ausgesprochen wird, dass im Namen oft eine tiefe Bedeutung liegt, so heisst es auch im Talmud (Ber. 7 b) מנא לן דשמא גרים א״ר אלעזר דאמר קרא לכו ידמו מפעלות ה׳ אשר שם שמות בארץ אל תקיי שמות אלא 'שמות Ja, hier wird noch mehr gesagt: die Namensverleihung ist auf das Schicksal seines Trägers von Einfluss1. Von dem berühmten Rabbi Mei’r, über dessen eigenen Namen und dessen Auslegung in der jüdischen Gelehrtenwelt eine besondere Ueberlieferung vorhanden war2 * * * *, wird uns in einer anderen Stelle des Talmuds (Joma 83 b) erzählt, dass er den Namen besondere Beachtung schenkte (8(ר״מ ד%יק בשמא, ein Umstand, der ihn einmal, wie dort berichtet wird, auf einer Heise vor merklichem Schaden bewahrte. Aber schon die Bibel gibt uns einen Wink in dieser Richtung. Sie zeigt uns, dass Namen keine zufälligen Marken und Zeichen 1) Vgl. Wellhausen: Reste arab. Heidentums S. 199: wie ein Me»sch heisst, so ist er, 80 wird er, und so geht es ihm auch. Ferner: Güdemann, Die superstitiöse Bedeutung der Eigennamen, in der Festschrift für M. Steinschneider S. 10. 2) Vgl. Erübin 13 b: תנא לא רבי מאיר שסו אלא דבי נהודאי שמו ולמה בקרא שמו ר״מ שהוא מא*ר עיני הבמים בהלכה; vgl. dazu Grätz. Ge9cb. d. Juden ^ed. שפ״ר) II. S. 268, Amn. 1. 8) In Midrasch Ber. rab. 42, 8 heisst es: ר״ם היה דורש שמות ebenso: רביב" ק היה דורש שמות. 1