Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 12 (1925)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1925)
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 30 (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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30 FWhr.t’r 5־ S»»phjnl«*hr> u>\v. wenn Dian sieh mit dem Postulat eines Jenseits begnügt und gar keine Ansprüche an die Vorstellbarkeit stellt, kann man sich ja damit bescheiden. Aber eine fernere Beziehung dieses metaphysischen Punkts zum Diesseits, eine Verbindung zwischen Gott und Welt durch diese ״Punkte44 u. a., das alles liegt völlig ausser dem Bereiche des Denkbaren. Nach Fechner baut sich die Seele ihren jenseitigen Körper schon hienieden durch alle Formen der Tätigkeiten, die sie ausübt, selbst; ebenso zum Teil aus einer Reihe von Vorstellungen, Gefühlen und Willensakten, mit denen die Geister der vergangenen Generationen und der gegenwärtigen in sie hinein wirken, ihr eigenes Leben in ihr verwurzeln, sich mit ihr verflechten. Nach dem Tode wird dieser bei manchen Seelen geradezu gigantische Bau eines geistigen Komplexes einerseits zu einem Teil des rein göttlichen Bewusstseins, andrerseits bleibt er in seiner Verflechtung mit all seinen Auswirkungen auf Erden. \Yie die Seelen in ihren Auswirkungen durcheinander gehen und dennoch ihr individuelles Sein behalten, hat Fechner in mannigfachen Bildern darzustellen gesucht, völlig klar wird es uns ja vom Standpunkt unseres Diesseitsbewusstseius nie werden. Aber wir können die Bilder, die Fechner uns bringt, heutzutage ja um ein ganz grandioses vermehren. Denken wir an die Radioüberinittelungen, die sobald sie nur auf verschiedene Y\ ellenlangen abgestimmt sind, sich in unzähligen Punkten kreuzen ohne in ihrer Selbständigkeit gestört zu werden. \j nd wie die guten Seelen so sind doch auch die schlechten nach dem Verlassen des Körpers in der Welt des Diesseits verwurzelt Was für ein Mittel gibt uns allein diese Aufstellung an die Hand, um die vom üblichen Seelen-Standpunkt unlösbare Existenz und Einwirkung der Dämonen zu erklären י die nun doch einmal nicht aus dem Talmud hinwegzuinterpretieren sind Wie sind die Tatsachen des sogenannten ״zweiten Gesichts,“ die Vorahnungen, die mannigfachen l>edeutungsvolien Träume, das ganze Gebiet der Prophetie, de9 הקרע nr dein Verständnis näher gebracht, ohne dass man nötig hat sie rationalistisch zu einem Nichts zu verflachen oder zu