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Jeschurun · 1924-11-01 · Heft 11-12 (November 1924) · p. Seite 487

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Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 11-12 (November 1924)
Date
1924-11-01
Page
Seite 487 (sequence 13)
Language
German
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Fechner’s Seelentehre usw. 487 zu führen gesucht. In dem Kapitel: ״Vergleichende physische Erd- und Himmelskunde“, 1j hat er in einem ״allgemeinen“ und in einem ״besonderen Teil“ alle Argumente zusammengetragen. Sie beruhen nicht auf dem bloss verschwommenen Vergleich, nach dem der Makrokosmus ein Abbild des Mikrokosmus ist, auch nicht auf die von Humboldt in seinem Kosmos III, 19 zitierten Aeusserungen von Kepler, der den Erdkörper als ein lebendiges Untier schildert, sondern gehen auf tiefere Analogieen zurück. Ihnen allen gemeinsam ist der Gedanke, dass es natürlieh grundfalsch ist, an ein Wesen, das so völlig andere Aufgaben zu lösen hat, den Massstab des menschlichen Leibes zustellen, dessen überragende Schönheit nebenbei bemerkt nur ein Geschmacksvorurteil eben des Menschen ist. Einiges sei aus dem überreichen Material Fechner’s hervorgehoben 2). Alle Teile der Erde bilden ein in sich abgeschlossenes einheitliches Ganze, das den anderen Weltkörpern im Weltenraum ebenso gegenübersteht, wie unser Leib auf der Erde dem anderer Menschen. Wie unser Leib, so besteht auch die Erde aus festen, flüssigen, dunstigen, luftigen und unwägbaren Stoffen in mannigfachen Verbindungen und Verwickelungen und gliedert sich in eine Mannigfaltigkeit grösserer und kleinerer, teils einfacher, teils zusammengesetzter Bestandteile: der wahrscheinlich geschmolzene Inhalt der Erde, die feste Schale darum, das Meer, die Atmosphäre, das organische Reich, hierin das Pflanzenreich, Tierreich, die Menschenwelt, ohne eine wahre Trennung von ׳) ebds. S. 28-109. ~) Max Fischer hat Fechner’s Zend-Avesta frei bearbeitet und verkürzt herausgegeben. (״Der Dom“ Bücher der deutschen Mystik G. Th. Fechner Zend-Avesta im In sei-Verlag, Leipzig 1919, XI und 294 Seiten) in der richtigen Erkenntnis, dass die Fülle des Materials, die polemischen Auseinandersetzungen, die altertümliche Sprache und vor allem der Umfang de3 Werkes (800 Seiten Gr. Oktav) manchen Leser abschreeken könnten. Da Fischer seine Aufgabe auch in der Feiiung und Glättung der Sprache in vollkommener Weise gelöst hat, so haben wir die Auseinandersetzungen bei Fechner in der Fassung Fischer’s wiedergegeben.

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