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Jeschurun · 1924-09-01 · Heft 9-10 (September 1924) · p. Seite 475

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 9-10 (September 1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 475 (sequence 87)
Language
German
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Miscellen 475 gelobt er, sein talamdisches Werk Hildata Gabarata zu schreiben. Nach der Rettung erfüllt er sein Gelübde. Mit Dank zu Gtt, der ihm Thorakenntnisse verliehen, leitet er die Schrift ein. Die Einleitung eines anderen Gedichts erzählt uns, dass er im Feldlager Briefe nach Babylonien an den Exilarchen Chiskijahu schreibt. Der tatsächliche Herrscher Granadas, das er durch seine staatsmännische Kunst gross gemacht, der siegreiche Feldherr in vielen Kriegen korrespondiert mit den talmudischen Grössen seiner Zeit, dem Gaon R. Hai in Pumbedita, mit R. Nissim b. Jakob in Kairuvan, mit R. Daniel, dem Leiter der Jeschiba zu Jerusalem. Gelehrter und Dichter, Staatsmann und Feldherr in einer Person und immer der in tiefster Frömmigkeit mit Dank za Gtt aufschauende fromme Jude. Das ist das Bild, wie wir es aus den Handschriften gewinnen. Wenn wir die an vielseitigem Grossen wahrlich nieht armen Gedichte unseres Volkes durchblättern, so möchten wir R. Samuel Hanagid mit König David vergleichen, dem nachstehend er Ben Tehillim gedichtet hat. Hoffentlich wird uns Herr Sassoon recht bald eine völlige Ausgabe der von ihm entdeckten Handschrift geben. Der Dank der jüdischen Wissenschaft ist ihm sicher. —ch I!1 ü II. Zum Text der תפלת מנחה לשבת. In der mittleren Benediktion der תפלת מנחת לשבת ist der Satz אברהם יגל יצחק ירנן יעקב ובניו ינוחו בו auffallend und hat mannigfache Erklärungen veranlasst, die von S. B a e r in seinem סדר עבודת ישראל übersichtlich zusammengestellt sind. Der Grund, warum die Erzväter erwähnt sind, liege darin, dass sie zuerst die Einheit Gottes verkündet, und dass sie nach der Ueberlieferung den Sabbat beobachtet hätten. B a e r , der diese und noch andere Erklärungen bringt, hebt aber mit Recht hervor, dass der Satz eine Einschaltung sei, und dass die folgenden Worte מנוחת אהבה וכו׳ sich auf die früheren יום מנוחה וקדשת לעמך נתת beziehen. Es bleibt also die Frage offen, was die eigentliche Veranlassung zur Einschaltung des Satzes gewesen sei. Elbogen in seinem ״Der jüdische Gottesdienst in seiner geschiehtliehen Entwicklung“ S. 118 zitiert einen auch von B a e r erwähnten Zusatz ולמשה עבדך מסיני אמרת פגי ילכו והניחותי לך und sagt, dass dieser Zusatz ״das so sehr auffällige אברהם יגל יצחק ירנן יעקב ובניו ינוחו בו wenigstens einigermassen verständlich macht.“ Man sieht jedoch nicht ein, worauf Elbogen abzielt, und wieso durch jenen Zusatz die Einschaltung weniger auffallend wird. Ich möchte nun im folgenden eine andere Erklärnng versuchen: Im Siddur des Gaon R. A m r a m ist, wie das auch von B a e r zitiert wird, eine andere mittlere Benediktion überliefert, die mit den Worten beginnt הנח לנו כי אתה אבינו. Zwar bringt Alexander M a r x in seinen ״Untersuchungen zum Siddur des Gaon R. Amram“ Jahrb. der Jüd. Litt. Gesellschaft V, hebr. Abt. S. 14, eine wesentliche Variante dieser Lesart. Aber wie Marx (S. 352) hervorhebt, ist darauf kein weiterer Wert zu legen, da die Abschreiber den Originaltext oft ״verbessert“ haben. Und es kann nicht bezweifelt werden, dass der Anfang der mittleren Benediktion bei R. Amram, wie zitiert, lautet: הנח לנו כי אחה אבינו. Nun sind die Worte כי אתת אבינו ein Zitat aus Jes. 63.16, wo die Fortsetzung lautet כי אברהם לא ידענו וישראל לא יכירנו Dieser für ein Gebet nicht passenden Ideenassoziation sollte, nun vorgebeugt werden und so mag es gekommen sein, dass man in Erinnerung an den Nachsatz des Jesaja den Gedanken an die Erzväter in eine entsprechende Form umgoss, sodass

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