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Jeschurun · 1924-09-01 · Heft 9-10 (September 1924) · p. Seite 442

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
11 (1924)
Issue
Heft 9-10 (September 1924)
Date
1924-09-01
Page
Seite 442 (sequence 54)
Language
German
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442 Untersuchungen über die Entwicklung usw. הלשכה (Ketubot 106 a). Die Tätigkeit der Korrektoren bestand darin, nach der bestmöglichen Vorlage die ihnen zur Korrektur übergebenen Thora- und Bibelexemplare durchzusehen und gegebenenfalls zu verbessern. Eine heilige Schrift, welche inkorrekt war, durfte nicht länger als 30 Tage im Hause behalten werden auf Grund einer midrasehisehen Deutung des Verses Hi 11,14 ספר שאינו מוגה אמר ר׳ אמי עד ל׳ יום מותר להשהותו מכאן ואילך אסור להשהותו משום שנאמר אל תשכן באהליך עולה (Ketubot 19 b). Wer auch nur einen Buchstaben korrigiert hat, dem wird es als Verdienst aDgerechnet, wie wenn er eine Thorarolle geschrieben hätte: (Menachot 30a) אם הגיה אפילו אות אהת מעלה עליו כאלו כתבו. Die von den Korrektoren durchgesehenen und verbesserten Handschriften besassen eine besondere Bedeutung. Sie werden auch in diesem Sinne häufig erwähnt. Im Talmud heisst es: Lehre deinen Sohn nur in einer ״korrigiertenSchrift“ (Pesach. 112a) כשאתה מלמד את בנך למדהו בספר מו;ה. In der späteren Literatur lassen sich dafür unzählige Beispiele finden: Die Bezeichnung ספרים סדרקים in Tosafot Jebamot 106 b 8. v. מודה, in den Massorazitaten bei Bruns a. a. 0. S. 253, 258, 260, 268; ספר תורה מוגה bei Bruns S. 256. Die Tätigkeit der Korrektoren fällt wohl fast immer mit der der Punktatoren (נקדנים) zusammen, welche die Aufgäbe hatten, die Bibelexemplare (die bei dem Gottesdienst gebrauchten Thorarollen kommen nicht in Betracht, da sie nur den Konsonantentext — ohne jedes andere Zeichen — enthalten dürfen)5) mit Vokalen und Akzenten zu versehen. Meist war diese Arbeit von der des Schreibens getrennt, wie man daraus schliessen kann, dass in vielen Handschriften der Konsonantentext mit anderem Schreibmaterial (Feder, Tinte) geschrieben ist als die Vokal- und Akzentzeichen. In manchen Handschriften wirkten mehrere Nakdanim nebeneinander oder — gegeneinander. Letzteres lässt sich bei dem berühmten Petersburger Profetenkodex (Cod. B 3) nachweisen. Die Namen der Korrektoren undPunktat o r e n finden sich sehr häufig in den Handschriften angegeben, 5J Cf. Jore Dea 274 VII, wo es heisst ספר המנוקד פסול.

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