Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 11 (1924)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1924)
- Date
- 1924-05-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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234 R. Awrohom Elijo Kaplan זצ״ל. R. Awrohom Elijo stammte in gerader Linie vom R. Jakob Weil מהרי״ד, einer der grössten Autoritäten seiner Zeit (es war die nach den Hussitenkriegen). Auf dem Friedhof in Altona hat er noch vor 12/ג Jahren sechs Generationen seiner Ahnen feststellen können. Das Geschlecht war von Deutschland nach Litauen gekommen, von dort dann nach Deutschland, um wieder nach Litauen zurückzukehren und hat nun einen Grossen unter seinen Söhnen dem ursprünglichen Boden wieder zurückgegeben. Von seinem Vater, dem Rackower Illuj, den ebenfalls ein plötzlicher Tod in jungen Jahren hinweggerafft, bevor ihm der Sohn geboren wurde, schreibt der Chofez Chajim: * *R. Awrohom Eljo aus Rackow gehörte zu meinem engsten Freundeskreise. Mit einem grossen Thorawissen verband er seltene Charaktereigenschaften und seine Sehnsucht nach der Thora trug einen geradezu erhabenen Zug1״). In Keidan 5650 geboren, wo er bei seinem Grossvater dem Rabbiner von Keidan und R. Elieseri Süsskes2) gelernt, kam der junge Awrohom Elijo mit seiner Mutter dann nach Telschi3), wo seine Familie noch jetzt zu den Erwähltesten gehört. Dort hat er bei R. Elieser Gordon זצ״ל in den Jahren, wo sich der Sinn für das Thoralemeri entfaltet, die Grundlagen für sein Talmudstudium gelegt und später dann in Keim jene Mussarliebe eingesogen, wie sie in dem Milieu dort besonders gedeiht. Slabotka gab dann jene andere Schulung, wie sie nur in dieser von den bedeutendsten Talmudjüngem aufgesuchten Thoralehrstätte erlangt wird. Ueber die feineren Nüancen in den Methoden jener bedeutenden Jeschiwoth hat der Dahingegangene in freien hebräischen Vorträgen sich einmal ausführlich verbreitet. Schon in früher Jugend kündigte sich der künftige Meister an. Seine Anlagen: sein Scharfsinn und sein Gedächtnis waren aussergewöhnlich. Damit verband sich ein Fleiss, wie er allein den ״Masmid* auszeichnet, und ein J) In seinem in Jeschurun X. Heft 1/2 im hebräischen Teil ver- Öffentlichten Brief. ' *) vgl. über ihn die Skizze Jeschurun VIII Heft 1/2 5/6 hehr. Teil. *) vgl. den Aufsatz Telschi in diesem Heft.