Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1923-09-01 · Heft 9-10 (September 1923) · page 72

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 9-10 (September 1923)
Date
1923-09-01
Page
– (sequence 72)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2292929-2293019-2293025--06390-2299677
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

388 Bücherbesprechungen auf angeblichen anthropologischen Gewissheiten sich stützenden Zionisten sowohl wie Antisemiten gewesen. In der Tat also haben diese wirklichkeitsfremden Ideologen ihr ganze3 System auf ein Kartenhaus gegründet, und die absolute Rassenreinheit der Juden ist ebenso wie der anderen Menschengruppen eine völlige Phantasie. Hier muss auf die wertvollen und interressanten Einzelheiten im Text verwiesen werden, und auf alles, was über die von Judenfeinden so gern und viel berufene soziale Minderwertigkeit der Juden gesagt ist. Ueber Herkunft des Hakenkreuzes aus uralten ostasiatischen und Mittelmeer-Kulturen und einigen amerikanischen Stämmen wird wesentlich berichtet. — Die Werke Z 011 s c h a n’s (״Rassenproblem״) J u d t’s (״Die Juden als Rasse״), Fritz Kahn’s (״Die Juden als Rasse und Kulturvolk“) werden von Luschan mit Befriedigung genannt, besonders aber Maurice Fischberg’s ״Die Rassenmerkmale der Juden״, das früher auch von mir in dieser Zeitschrift -) angekündigt worden ist. — Da von Luschan nur rein anthropologisch-ethnologisch vorgeht, kann dies natürlich nicht genügen, wenn man die ganze Volks-Kulturwirklichkeit sehen will. Denn jetzt muss man auf innerst wirksame, bildende und zusammenhaltende geschichtliche Kräfte zurückgreifen und kann nicht mehr anthropologische Ergebnisse zum Wertmasstab des kulturellen Daseins machen. Aber dies möchte wohl auch v. Luschan nicht bestreiten. Was ihm wesentlich war und jedem verantwortlich Denkenden von grosser Bedeutung wird, ist jene allseitig orientierte Klärung und Kritik herkömmlicher pseudowissenschaftlicher Begriffe und allzu bequemer Hypothesen. In 10 Sätzen fasst er zum Schluss seine Ergebnisse markant zusammen. Frankfurt a. M. Dr. Hermann W e y 1. Notiz. Za dem Aufsatz: Zwei Wege von A. E. Kaplan (Jesch. X, Heft 5/6) Berichtigung und der Jeschurun X, S. 252 schreibt uns Martin Buber: R. Schemuel Luba witsch er ist in der Tat als sechster Sohn des צמח צדיק ein Urenkel des תניא. Auch heisst es von ihm ausdrücklich: בימי רבנזתו היה בהרבה מדינות לקבל מזור ותרופה כי בל ימיו היה איש מכאובות was mit der Er- Zählung auf S. 190 übereinstimmt. Auf S. 183, Z. 31 muss es heissen: des Schülers. 2) Jeschurun: VIII S. 420. Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemuth, Berlin Drude von H. Itzkowski, Berlin N 24, Au^uststr. 69

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.