Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 10 (1923)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1923)
- Date
- 1923-07-01
- Page
- – (sequence 74)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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326 Jüdische Grabmalkunst in Osteuropa Auf dem Waldfriedhof") von Polonka (bei Baranowitschi), ist der stehengebliebene Stumpf eines etwa 80 cm über dem Boden abgesagter! Baumes mit einer eingekerbten Inschrift versehen und dient einem davor gelegten Grabe als Stele. Oder ein Pfahl (Abb. 13 und 14) wird in den Boden gerammt und mit einem Blechchild oder Steintafel (Abb. 15) versehen. Diese Primitivität ist bedingt durch Armut und Mangel an Material, die zu allerlei Notbehelfen führen. So verwendet man gern Mühlsteine, wobei aus Sparsamkeitsgründen ein Viertel Mühlstein (Abb. 16V auf ein Einzelgrab und ein halber Mühlstein (Abb. 17) auf ein Doppelgrab gesetzt wird. Natürlich trifft man auch halbe und ganze Mühlsteine (Abb. 18) auf Abb. 15. Wilna. Einzelgräbern. Abb. 14. Wilna. Leider konnte aus technischen Gründen das Grab nicht photographiert werden.