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Jeschurun · 1923-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1923) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1923)
Date
1923-07-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
Belongs to
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Die grosse Versammlung 257 tritt? Doch wir glauben: wenn sie nicht angebracht, wenn dieser Apparat nicht ein rein äusserliches bleibt, erzwungen durch die Notwendigkeit, sich über Einzelfragen an bestimmten Tagesstunden und Y0r Sachverständigen-Gremien auszusprechen und schlüssig zu werden, dann findet der grosse Moment ein kleines Geschlecht. Wenn nicht im Bewusstsein eines jeden Teilnehmers zu jeder Stunde der Gedanke lebendig ist: hier geht es um ein ganz Anderes, was so weltenfern dem Gegenstände anderer Kongresse steht, hier geht es um das letzte Seelenheil eines Jeden, der hier erschienen ist, um die Zukunft des auserwählten Volkes, um das Schicksal der Welt, dann ist diese Organisation und ihre Tagung eben das Gleiche, wie eine jede, die wir mehr schaudernd als bewundernd erlebt, dann hat sie nicht einmal die Bedeutung der Tagung des מ Völkerbundes״, hinter der doch wenigstens> wenn auch im Gewände der Heuchelei, die gewaltigen realen Mächte der Welt stehen. Jede Einmischung, jede Kritik liegt uns hier fern. Doch darf in den Blättern, die sich nun zehn Jahre bemühen, ihren kleinen Anteil zur Förderung und Stärkung des thoratreuenv Judentums beizutragen, ausgesprochen werden, von welchen^ Grundgedanken wir die Verhandlungen beherrscht sehen möchten, wie wir unabhängig von allen Einzelfragen uns die Grund- Stimmung denken, die über alle Einzelberatungen und Beschlüsse hinaus den dauernden geistigen Erfolg gewährleistet und die uns allein der geschichtlichen Bedeutung dieses Ereignisses würdig erscheint. Unser Denken, Fühlen, Wollen und Handeln, was nur in uns sich regt und zur Betätigung drängt, nicht nur in Weihestunden religiösen Empfindens, auch in jeder profanen Beschäftigung, unser Beruf und unsere Erhöhung, unser Wirken in Haus und Gemeinde, unser Verhältnis zur jüdischen Gesamtheit und zu dem Staate, in dem wir heimisch sind, alles, alles soll sub specie aeternitatis, unter den Gesichtspunkt der Ewigkeit gestellt werden, d. h. für uns unter das Pflichtgebot des am Sinai offenbarten und von unseren Weisen noch fester umrissenen

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