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Jeschurun · 1923-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1923) · page 37

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1923)
Date
1923-05-01
Page
– (sequence 37)
Language
German
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Heidenheimiana 217 Kreise nahe stand. Als 1794 in Frankfurt a.׳ M. ein Lehr- Institut errichtet werden sollte, dem der Rabbiner R♦ Pinchas Horwitz den Bann androhte, beschwerte sich Hufnagel darüber, und die Behörde gebot die Zurücknahme des angedrohten Bannes147). Heidenheims Bildnis ist in zwei Formen erhalten. Das eine, eine Lithographie in folio, ist das Werk des Kupferstechers [Jean Henri] Simon (1752—1834), damals in Strassburg, dessen Kunst in Diensten des Prinzen Karl von Lothringen, des Herzogs Ton Orleans (Chartres) und des Königs Ludwigs XVI. stand. Es befand sich 1909 in Holland und wurde als grosse Seltenheit bezeichnet. Das zweite, in Frankfurt a. M. und Umgegend häufiger anzutreffen, ist ein Bruststück in etwa Duodez 14s). Immer wieder fanden sich Männer jüdischer Lehre und jüdischer Wissenschaft, die auf Heidenheim mit Nachdruck hinwiesen. Der gelehrte Dr. Moses Pinner schrieb 1861 voll Eifers und Begeisterung: ״Man hätte mit Recht erwarten dürfen, dass die jüdische Gemeinde zu Frankfurt, die so nahe an Rödelheim ist, auf die Erhaltung dieses schon in so kurzer Zeit tief gesenkten Grabsteines des unsterblichen Gelehrten bedacht, und dafür etwas opfern würde . . . Rabbi Wolf Heidenheim hat das grosse Verdienst, dass er bei seinem religiösen Wandel, bei seinen ausserordentlichen Leistungen im Gebiete der jüdischen Literatur lebenslang höchst kümmerlich gelebt ja gedarbt hat, um unabhängig zu leben. Ohne jüdische Stütze und Anstellung hat er bis zu seinem Tode unermüdet gearbeitet, einzig und li7) Monatsschrift 1909 S. 136. 1909 S. 364, L. Geigers Zeitschr. f. d. Gesch. der Juden in Deutschland IY 207, 297, durch die Horovitz, Frankf. Rabbinen IY 70 ergänzt wird. Zu Hufnagel vgl. noch die Zeitschrift ״Der Biograph“ IY 467, Fürst, bibl. jud. 1416, Rahmer, Lit. Beil, zur Israelitischen Wochenschrift 1872 S. 68, Monatsschrift 1896 S. 373 f.7 Jew. Enc. YI450, Correspondenzbl. des Ge8amtvereins der deutschen Geschichts- und Altertumsvereine 1904 S. 1S2, Grunwald, Mitt. XII 65. 8ת) Auctions-Catalog אוצר מאיר, Amsterdam 1909, S. 67, Israelit 1921 Nr. 52 S. 6 aus Schubert a. a. 0. (in verkleinertem Masstabe in Jew. Enc. YI319), Jew. Enc. XI368 f. In den achtziger oder neunziger Jahren sah ich das kleinere Bildnis in Frankf. a. M.

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