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Jeschurun · 1923-03-01 · Heft 3-4 (März 1923) · page 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
10 (1923)
Issue
Heft 3-4 (März 1923)
Date
1923-03-01
Page
– (sequence 56)
Language
German
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152 BemerkuBgen zum Sephirogebot Bemerkungen zum Sephirogebot. Von Dt:. A. Neuwlrth (Halberstadt). Die Bestimmungen des Omeropfers und die Sephirovorschrift genau betrachtet, ergeben manche Schwierigkeit. Schon der Name ״עומר״ bietet solche. עומר kann nämlich Mass (Ex. 16, 16), ferner Garbe (Dt. 24,19) und Geschenk, wie מנחה bedeuten. Aber wenn עומר Mass bedeutet, warum wird dann bei den anderen Speiseopfern das dem Omer entsprechende Mass עשרון׳" oder "»עשירית האפר" genannt? Ferner weshalb nennt die Thora nicht eins der andren Omer? Und schliesslich ist doch auffallend, dass die Thora diesem Erstlingsopler gar keinen Namen beilegt, nur es einfach Omer nennt. In Lev. 2, 14, wo, nach der Tradition, von dem nämlichen Opfer gesprochen wird, wird es מנחת בנויים genannt: weshalb heisst es hier עומר? Gegen die Erklärung ״עומר׳ als Garbe spricht: dass die Garbe beim Omeropfer gar keine Verwendung fand. Es kann demnach auch nicht heissen: והבאתם את העומר oder והניף את העומר bringet und wendet die Garbe. Nach Lev. 2, 14 muss angenommen werden, dass erst das aus Graupenmehl zubereitete Opfer beim Omer auf den Altar kam. Und dann ,warum gibt die Thora bei diesem Opfer gar kein Mass an? Auch gegen die Annahme, dass עומר Geschenk bedeutet, lässt sich einwenden, dass die Thora gar kein Mass angibt. Auch heisst in der Thora ein Geschenk in kultischer Beziehung תרומה oder נדבה und nicht עומר. Wie der Name עומר, so bietet auch die von der Tradition geschilderte Zubereitungsweise dieses Opfers Schwierigkeiten. Denn danach unterschied sich das Omer von allen Speiseopfern, selbst von den שתי הלחם♦, am Wochenfest, die doch wie das Omer bei der Gerste, beim Weizen eine מנחה חדשה darstellten, in wesentlichen Punkten. So durfte man wohl die Gemeindepflichtminachoth am שבת darbringen, nicht aber das Mehl dazu vorbereiten. Beim Omer dagegen war das Abschneiden vom Getreide, das Dreschen, Mahlen und Sieben gestattet, ja man be-

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