Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 9 (1922)
- Issue
- Heft 3-4 (März 1922)
- Date
- 1922-03-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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-7- 9. Jahrgang 5682 אדר—ניסן Heft 3/4 März—April 1922 Heiligkeit und Weltlichkeit. ויראו את אלהי ישראל ותחת רגליו כמעשה לבנת הספיר וכעצם השמים למהר ואל אצילי בד ישראל לא שלח ידו ויחזו את האלוזים ויאכלו רשתו. Dunkel, und geheimnisvoll mutet uns diese Stelle an. Rätselhaft ist uns die Bedeutung dieser Sätze an sich, unerklärlich ihr* gegenseitiger Zusammenhang, unerklärlich ihre SteBung, ihre Einreihung gerade an den Schluss von פ׳ משפטים, kurz vor פ תרומה. Viele der Erklärer haben sich um sie gemüht, viele sind mit frommer Scheu vorbeigegangen, ihr innerer Sinn ist uns noch nicht enthüllt. Und wenn wir länger über die Frage nach sinnen, was wohl diese Sätze mit ס, משפטים verbinden mag, dann fällt 1ms bald noch ein anderes auf: Ist es nicht seltsam fragen wir, dass die allererste Gesetzesgruppe, die nach der Offenbarung am Sinai erlassen wird, gerade dem Gebiet von משפטים entnommen ist? Hätte es nicht näher gelegen, der Offenbarung, die ja mit den Worten angekündigt wird: ihr sollt mir ein einzigartiges Kleinod, ein ganz Besonderes, von allen Völkern Verschiedenes sein, ihr sollt mir ein Volk von Priestern, von Heiligen werden, dieser Offenbarung unmittelbar ein Gesetz folgen zu lassen, das eben diesen nb;D-Charakter des jüdischen Volkes, eben diesen Priesterschafts־ und Heiligkeitscharakter mit vollster Deutlichkeit hervorhebt, das angesichts der Völker, die ja die Thauro hohnlachend verschmäht, und nun gespannt darauf warten, was denn nun das besondere Wesen dieser Thauro und ihres Trägers sein würde, mit aller Nachdrücklichkeit gerade auf das Einzigartige, das Besondere, das grundsätzlich Verschiedene an Jisroel hinweist?