Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 8 (1921)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1921)
- Date
- 1921-07-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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8. Jahrgang אב—n0rs ot)c>l Juli—August 1921 Heft 7/8 Der konsequente Nationalismus. Jacob Klatzkin hat sein Buch ״Probleme des modernen Judentums“ in zweiter und ergänzter Auflage unter dem Titel: ״Krisis und Entscheidung im Judentum“ erscheinen lassen1). Eines der Motive, die im Buche immer und immer wieder durchklingen, lautet: Die Erhaltung der Judenheit und des Judentums im Verlaufe des Galuth ist ausschliesslich der Thoratreue zu danken. Keiner vielleicht von denen, die in Lebensanschauung und Lebensführung dem überlieferten Judentum entfremdet sind, hat diesen Satz mit solcher Entschiedenheit ausgesprochen und verfochten. Nun erklärt Klatzkin freilich, dass wir an diesem Rettungsmittel für die Zukunft völlig verzweifeln müssen. Das ist seine subjektive Ansicht, der wir, wie wir sehen werden, die unsere mit gleichem Rechte entgegenhalten können. Auf jeden Fall scheint eine nähere Erörterung über das Buch in diesen Blättern angebracht. ״Der Zionismus stellt die strengste Konsequenz der nation&len Erkenntnis dar. Er ist die Säkularisierung des Begriffes Israel. Er bedeutet eine neue Epoche als Grundlage eines neuen Kriteriums des Judentums.״ In diesem iSatz gibt Klatzkin selbst die Quintessenz seiner ersten Untersuchung. Man verwechsle, so meint Klatzkin, immer nationale Wertung und nationales Kriterium des Judentums. Die Ideen des Judentums, seine Gesetze, die Charaktereigenschaften der Juden, das alles mögen nationale Werte sein. Als Krix) Jüdischer Verlag. Berlin 1921. 1