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Jeschurun · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · page 122

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
– (sequence 122)
Language
German
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Ein Absagebrief usw. 281 und nicht tue, sowie ich mit aller Achtung für Ihre Personlichkeit und aller Anerkennung Ihrer Verdienste und Talente hin und bleibe Ihr freundschaftlichst ergebener Mannheimer. יום 1׳ עש״ק פ׳ סד צלם מעליהם וד׳ אתנו אל תיראו. Jacob Steinhardts Graphik. Von Dr. Hermann Weyl, Frankfurt a. M. In jedem Kunstwerk verbinden sieb Inhalt und Form. Inhalt: das ist der ״Gegenstand der Darstellung“, der ״Vorwurf“, die ״Legende“; Form: das ist die ״Gestaltung“, die ״geistige Energie“, die sich am künstlerischen Inhalt auswirkt. Nun aber ist es unsere Ansicht, dass Inhalt und Form beim wahren Kunstwerk auch erst zusammen vorhanden sind, dass sie erst aneinander zur Entstehung gelangen. Zwar ist gerade das heutige künstlerische Geistesleben von der Frage nach der reinen künstlerischen Form aufs tiefste bewegt, aber jede eingehende Betrachtung lehrt, dass es eine reine Form nicht gibt, da jedes bildnerische Kunstwerk noch aus Farben, Linien, Schatten, Eaumaufteilungeii etc. besteht und ewig bestehen muss. Wir gelangen also zu dieser G nuide insicht: Inhalt und Form, Abstraktionen unseres analysierenden Verstandes, verschmelzen in der künstlerischen Befrachtung zu eins. Dem künstlerischen Talent (kraft seiner wunderbaren und ewig rätselhaften Struktur) ist jedes künstlerische Erlebnis und jede kunstkriselte Schau ein geistig Untrennbares, an dem der Analytiker wohl einen ״Inhalt“ und eine ״Form“ mehr oder weniger erfolgreich aufzeigen wird, ein Geistiges aber, das aus dem Sinn des Künstlers selbst eine innerste Verbundenheit ist, begeistertes Schauen, leidenschaftlich bewegtes Gesicht und seelenhafteste Durchdringung der Welt. Mit diesen allgemeinen Gedanken begnügen wir uns hier; innerlich greifen wir im Folgenden wiederholt auf sie zurück.

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