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Jeschurun · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · page 109

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
– (sequence 109)
Language
German
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218 Genesis 24. gewarnt, ja keine Kanaanstochter zu holen; das aber sagtElieser nicht. Denn man hätte sich sagen müssen; ist’s möglich, dass in Kanaan kein würdiges Weib zu finden ist; so scheint es, als gäbe Abraham dem Vaterhause den Vorzug. Deshalb steht auch in dem Berichte des Knechts (y. 37) ״Da sollst meinem Sohne keine Frau von den Töchtern Kanaans nehmen in dessen Lande ich wohne״ während Abraham wirklich gesagt hat ״in dessen MHte'icn wohne״. Und ferner, während Elieser dem Abraham in Wirklichkeit entgegnete: vielleicht wird die Frau mir (d. h. dem Knecht) nicht in dieses Land (Kanaan) folgen״ sagt er jetzt im Bericht nicht: ״mir nicht folgen“; er will gar nicht ermähnen, dass es möglich sei, ihm nicht nach Kanaan folgen zu wollen. Mit ebenso berechneter Absicht wiederholt Elieser nicht wörtlich die Entgegnung des Abraham. Während dieser ia Wirklichkeit gesagt hatte: ״Der Gott des Himmels und der Erde“ ״der mich h i n w e g g e n 0 m m e n hatte ans meinem Vaterhause und Geburtslands, u. s. w. der ward seinen Engel vor Dich hersenden, auf dass Da von dort meinem Sohne ein Weib bringst“ — stellt er es so dar, als hätte er gesagt: ״Der Ewige, vor dem ich gewandelt bin, wird seinen Engel vor Dich hersenden und deinen Weg glücken lassen, dass Du meinem Sohne ei0 0 Frau aus meiner Familie und meinem Vaterhaus nehmen kannst“. Denn es liegt doch etwas unwillkürlich Kränken des in der Betonung, dass Gott Abraham aus seinen! Geburislande hmwegholen musste, und es liegt, wie bereits mehrfach erwähnt, in der Absicht des klugen Knechts, den Glauben zu erwecken, Abraham habe von Haus aus nur an seine Familie gedacht. — Auch die Wiederholung des אז תנקה באלתי und והיית בקי באליד (v. 41) ist charakteristisch; das erste bezieht sich, auf die Bedingung אל ממנוחתי und das zweite שלא תקח אשה בגנות כנעני. V. 42—52. 42. Heute kam ich zu der Quelle; ich sprach: O Ewiger, Gott meines Herrn Abraham, möchtest Du doch glücken lassen meinen Weg, den ich gehe.

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