Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1921-05-01 · Heft 5-6 (Mai 1921) · page 105

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
8 (1921)
Issue
Heft 5-6 (Mai 1921)
Date
1921-05-01
Page
– (sequence 105)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2292929-2293004-2293007--04977-2298258
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

214 Genesis 24. Tut sie das, dann ist es mir ein deutliches Zeichen, dass sie würdig ist, meines Herrensohnes Weib zu werden. — Siehe da! ein Mädchen kommt, wunderschön, jungfräulich hold, unberührt! Sie fällt unter allen auf; — es ist — so bemerkt die Erzählung, damit wir es sogleich wissen, ßebekkah, Bethuels Tochter — sie kommt eilends, den Krug auf der Schulter; und ohne Verzug geht sie den steilen Weg zur Quelle hinab, füllt den Krug und ist schon wieder emporgestiegen, um sich zu entfernen. — Elieser hat sie scharf ins Auge gefasst, war sie ihm doch sofort aufgefallen. Er kann nicht'schnell genug ihr entgegen eilen, deren Vorgehen ihm so aulfällt d. h לקראת מעשיה, er bringt sein Verlangen vor. — Sie, die es so eilig hatte, antwortet jetzt gelassen und freundlich, lässt ihn trinken und schöpft solange aus der Cisterne bis alle Kamele ihren Durst gelöscht haben: und das dauert lange; lange genug, dass der völlig in Staunen versunkene Elieser sie genau betrachten und beobachten kann. III. 21—SO. 21. Der Mann [והאיש] betrachtete sie voll Erstaunen; er hüllte sich in Schweigen, um sicher zu erkennen, ob wirklich der Ewige habe glücken lassen seinen Weg, oder nicht. 22. Als nun die Kamele alle genug getrunken hatten, nahm der Mann einen goldenen Nasenring (ein Beka an Gewicht) und zwei Spangen für ihre Arme (zehn Goldschekel an Gewicht). 23. Dann fragte er: Wessen Tochter bist Du denn!׳ (erstaunt: neugierig) bitte, sag’ es mir: ist in Deines Vaters Haas Platz für uns zum Uebemachten? (er denkt nicht daran, dass es die Familie sein könnte). 24. Sie antwortete: Bethuels Tochter bin ich. des Sohnes der Milkah, den sie dem Nachor geboren hat. — (sie spricht es einfach und doch mit gewissem Stolze). 25. Stroh und Futter haben wir in Fülle, auch ist Platz zum Uebernachten. 26. Da verneigte sich der Mann und warf sich nieder vor dem Ewigen, (überwältigt und ergriffen) 27. Dann sprach er: Gepriesen sei der Ewige, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Liebe und Treue meinem Herrn nicht entzogen hat; ich bin auf dem richtigen Wege, dom Gott mich in das Haus der Verwandten meines Herrn geführt hat. [Rebekkah hört mit steigendem Erstaunen diese Worte, gleichwie sie die tiefe Ergriffenheit des Mannes nicht versteht].

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.