Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 6 (1919)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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Das zehnte Gebot. 21 es auffällig, daß in v. 2 nicht, wie sonst (z. B. 15, 23; 17, 3), erzählt wird, was das Volk zum Murren veranlaßte. Man hätte erwartet die Angabe, das Volk hatte dort kein Fleisch und kein Brot, da murrte es usw. Außerdem ist es schwer begreiflich, daß Mose und Aharon dem Volke das Murren so übel nehmen; dies war doch, da die Israeliten, wie es scheint, kein Brot hatten, nicht unberechtigt, ebenso wie in 15, 24, wo Mose das Murren berechtigt fand und zu Gott betete. Dies fuhrt uns dazu, in dem Worte במדבר die Angabe des Grundes ihres Murrens zu erblicken und dies nach Abarbanel (u. a.) mit »wegen der Wüste״ zu erklären. Daß das 'ב auch die Bedeutung »wegen“ hat, beweisen viele Stellen, z. B. Gen. 18, 28; Exod. 10,12; 1. Sam. 3, 13; Jona 1, 14; Ps. 6, 8 (vgl. König, Wörterbuch sub 'ב). Das Volk litt noch keinen Hunger, es hatte noch Vorräte. Aber es kam von der fruchtbaren Oase Elim in die öde Wüste Sin, und es war keine Aussicht, bald bewohnte Gegenden zu erreichen. Da murrte das Volk »wegen der Wüste״ und machte seinen Führern Vorwürfe mit den Worten: »Ihr habt uns in diese Wüste hinausgefuhrt, um dieses ganze Volk Hungers sterben zu lassen״. Ob dieses Mangels an Gottvertrauen wurden sie mit Recht von Mose und Aharon getadelt. Sie hätten glauben müssen, daß Gott, der sie aus Ägypten herausgefuhrt hat, sie auch in der Wüste mit Speise versorgen wird. Das zehnte Oebot. Von R. E. May. I. Alle Bearteiler der Ursachen des Weltkrieges sind sich darin einig, daß trotz der schon in der Schale der französischen Jagend eingeimpften, das französische Volk beherrschenden Revancheideen and trotz des das zaristische