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Jeschurun · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1918) · p. Seite 103

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 103 (sequence 103)
Language
German
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Konfessionelle Militärstatistik. 103 nach welchen die Konfessionen im stehenden Heere vertreten sind, nicht ihrer Quote in der Gesamtbevölkerung entsprechen können. Ein reiches Zahlenmaterial, sorgfältig gegliedert und ausgenutzt, bringt er zum Beweise seiner Behauptungen herbei, und versteht es, scheinbar ganz entlegene Gebiete der Statistik zu Stützpunkten seiner logischen Schlußfolgerung zu machen. Sodann werden viel ausführlicher alle jene Momente behandelt, welche bei der Betrachtung einer konfessionellen Kriegsstatistik berücksichtigt werden müssen; besonders wird die Frage der Verwendungsfähigkeit scharf hervorgehoben und die große ideele Bedeutung, die den deutschen Juden im Kriege zukommt, in überzeugender Weise dargestellt. Wir können hier im Bahmen einer kurzen Besprechung, die lediglich die charakteristischen Züge des Buches dem Leser mitteilen soll, nicht auf alle Einzelheiten eingehen. Wir müssen es uns vor allem versagen, Ziffern vorzuführen, so illustrativ sie auch wirken. Unsere Aufgabe soll sich darin erschöpfen, die Hauptfehlerquellen, die einer jeden konfessionellen Militärstatistik innewohnen, in Anlehnung an die Ausführungen von May aufzudecken. Alle Schwierigkeiten, die May in so klarer Weise schildert, waren dem Auschuß für Kriegsstatistik, dem sämtliche großen Organisationen in Deutschland angehören, wohl bekannt, als er daran ging, durch Fragebogen ohne jegliche amtliche Unterstützung eine Feststellung aller jüdischen Feldzugsteilnehmer in Deutschland zu treffen. Es kam ihm aber darauf an, zunächst einmal das gesamte Material über die Kriegsbeteiligung der deutschen Juden möglichst lückenlos zu sammeln. Wer je in die Lage kam, Angriffe von antisemitischer Seite gegen die deutschen Juden wegen geringer oder nicht genügender Beteiligung an den Freiheitskämpfen 1813 oder an den Kämpfen der Jahre 1870 und 1871 zu widerlegen, weiß, wie schwer er den Mangel jeglicher Unterlagen entbehrt hat. Ein solcher Fall darf in Zukunft nie wieder eintreten. Wir müssen wissen, in welcher Stärke die deutsche Judenheit ihre Söhne ins Feld

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