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Jeschurun · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1918) · p. Seite 101

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 101 (sequence 101)
Language
German
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Konfessionelle Militärstatistik. IOI man ihre Schritte aus d er Entfernung beobachtet und alles ihnen fernhält, was sie von diesem Pfade ablenken könnte, ohne irgend eine Gewaltmaßre el anzuwenden, ohne eine besondere Tätigkeit für sie zu entfalten, ohne dahin zu streben, als ihre Vertreter tätig zu sein, sondern ein und allein dadurch, daß man ihre eigenen Kräfte zur Entfaltung bringt. So wenig Beschränkungen als möglich, soviel Freiheiten als möglich — das sind die einfachen Elemente jeder gesellschaftlichen Ordnung. Die traditionelle russische Haltung dem jüdischen Problem gegenüber wurde von den andern Gliedern der Kommission verfochten, und ihre Stimme gewann schließlich die Oberhand. Der Bericht der Kommission, in dem hergebrachten Geiste der russischen Reaktion abgefaßt, erhielt die Zustimmung des Zaren und fand seine endgültige Prägung kurz darauf in der „Verordnung betreffend die Wohlfahrt' der Juden*‘, die, am 4. Dezember 1804 veröffentlicht, für ein ganzes Menschenalter die gesetzliche Stellung der Juden Rußlands bestimmte. (Fortsetzung folgt) Konfessionelle Militärstatistik. Von Dr. oec. publ. Jakob Segall, Berlin. Die amtliche Judenstatistik ist noch in aller Erinnerung. Um die Juden, so hieß es, vor dem Vorwurf der „Drückebergerei“ zu schützen, ordnete der Kriegsminister Wild von Hohenborn an, daß an einem bestimmten Tage die Juden im Feldheer, in der Etappe, im Besatzungsheer gezählt sowie von den Bezirkskommandos eine Aufstellung über die noch nicht zur Einstellung gelangten, auf Reklamation zurückgestellten und als dauernd oder zeitig untauglich befundenen Juden eingeholt werden sollte. Schon die Mangelhaftigkeit der technischen Grundlage zeigte deutlich, daß an eine Feststellung aller jüdischen Kriegsteilnehmer nicht gedacht war, denn die während

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