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Jeschurun · 1918-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1918) · p. Seite 2

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
5 (1918)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1918)
Date
1918-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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2 Zionismus, Nationaljudentum und gesetzestreues Judentum. Hirsch Hildesheimer und Willy Bambus haben sich später der zionistischen Bewegung ferngehalten. Sie blieben sich auch darin treu. Sie hielten die Fahne der Chowewe Zion, deren vornehmste Träger sie in Deutschland gewesen, unentwegt hoch. Heinrich Löwe hat unbeirrt für sein Ideal in Rede und Schrift weiter gewirkt. Und — der damalige Korreferent? Nun, er ist überzeugt, daß er als Student manches Wort unreifer und unverdauter Weisheit zu Tage gefördert, aber in den Grundzügen muß er auch heute aufrechthalten, was er damals ausgesprochen hat. Und vor einem Jahrzehnt hatte ich Gelegenheit, diesen Standpunkt noch einmal ausführlich zu begründen. In zwei Aufsätzen: „Der Zionismus und das gesetzestreue Judentum44 2) betonte ich die Schärfe des Gegensatzes zwischen den beiden Grundanschauungen, nicht minder aber die Tatsache, daß die Vertreter der beiden Anschauungen in ihrer praktischen Wirksamkeit auf einander angewiesen sind. Ich habe diese Reminiszenz vorausgeschickt, um mich vor dem Vorwurf zu schützen, als ob ich jetzt, da ich mich anschicke, mancherlei zu sagen, was manchen unserer GesinnungSr genossen nicht angenehm in den Ohren klingen wird, etwa zu einer anderen Überzeugung nur deshalb gelangt wäre, weil ich mich von den Erfolgen des Zionismus umstimmen ließe. Das wäre an sich keine Schande. Denn es ist nicht erfreulich, wenn es von einem heißt, man habe nichts vergessen und nichts schaumig vertreten findet, hat jedenfalls nie einen Zweifel daran gelassen, daß sie jedes verallgemeinernde absprechende Urteil über irgend ein Centrum des Klal Jißroel für ein Unrecht hält. Was besonders Litauen betrifft, so werden unsere Leser aus zahlreichen Aufsätzen der letzen zwei Jahre den Eindruck gewonnen haben, daß nach unserer Anschauung Litauen als das Rückgrat des russischen Judentums, Wilna als das Jeruscholajim der G-esamtjudenheit zu betrachten ist. Oft wurde auf die Bedeutung der Anregungen verwiesen, die wir gerade aus diesem Teil der Judenheit zu erwarten haben. Wir erinnern vor allem an die wertvollen Aufsätze von Rabb. Weinberg: Die Jeschiwoth in Rußland, Jeschurun III, S. 52—59 und 107—126 und Schulfragen im Ostjudentum .(ebds. S. 445—458 und 490—505). 2) „Die Jüdische Presse“ Jahrgang 39, No. 28 und 29.

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