Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 9-10 (September 1917)
- Date
- 1917-09-01
- Page
- – (sequence 101)
- Language
- German
- Belongs to
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Probleme der Pentateuchexegese. 545 6. Im 10,3 soll ebenfalls ואהרן ein Zusatz und der Plural ויאמרו eine Korrektur des B sein. 7. Ähnliches soll R in 10.8 verübt haben, indem er ואת אהרן hinzugefügt und אליו in אלהם geändert hätte. 8. Ebenso müßte konsequenterweise der Plural אתם in 10.11 als eine redaktionelle Korrektur erklärt werden, was Bäntsch dort wieder anzumerken vergessen hat. Mit Hecht bemerkt Eerdmans (S. 34 Note), daß diese Annahmen der Kritiker ohne Beweis dastehen. ״In den betreffenden Erzählungen tut JW oder Moses die Wunder. Pharao aber ersucht Moses und Aaron, JW zu bitten, die Plage möge aufhören. Moses kommt also niemals allein zu Pharao. Moses betet immer allein zu JW. Das ist sehr natürlich. Moses ist der von JW gesandte Better. Aaron ist nur sein Helfer (4,16). Wenn ein Bedaktor Aaron später in die Erzählungen eingetragen hätte, hätte er ihn auch bei dem Befehl JW’s an Moses, zu Pharao zu gehen, eingetragen. Gerade die einmalige Erwähnung Aarons läßt sich bei dieser Hypothese schlecht verstehen.“ — So Eerdmans. Wir verweisen noch auf das in WI 2, S. 6. Bemerkte, wonach es aller Wahrscheinlichkeit widerspricht, daß je ein Bedaktor bei der Bearbeitung des Pentateuchs tätig gewesen sei. um Widersprüche auszugleichen. Zum Schlüße mag noch darauf hingewiesen werden, daß außer den oben S. 373 ff. beigebrachten Beweisen, die für die Einheit unserer Erzählung zeugen, noch andere Momente die Teile der Geschichte der Befreiung Israels aus Ägypten verbinden und die Verteilung derselben auf verschiedene Quellen verbieten. Man hat schon längst beobachtet (vgl. Kurtz und Keil), daß zehnmal berichtet wird, Pharao habe selbst sein Herz verstockt, und ebenso vielmal wird die Verstockung Gott zugeschrieben. Ersteres findet man in 7,13; 14; 22; 8,11; 15; 28; 9,7; 34: 35; 13,15; letzteres wird ausgesagt in 4,21; 7,3; 9,12; 10,1; 20; 27; 11,10: 14,4; 8: 17. Die Zehnzahl findet man noch bei dem Loblied am Schilfmeere vertreten, indem daselbst der Gottesname JW zehnmal vorkommt, einmal (15,2) ^abgekürzt, wie in 17.16 (vgl. Baschi das. und Bamban zu 15,2).