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Jeschurun · 1917-09-01 · Heft 9-10 (September 1917) · page 92

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 9-10 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
– (sequence 92)
Language
German
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536 Probleme der Pentateuchexegese. Kritikern ans 6,11 gefolgert; allein hier wird ja nur in Kürze der Endzweck der Sendung Mose’s angegeben, gerade wie in 3,10 (E). Daß Mose nicht blos den kurzen Satz (er soll die Kinder Israels aus seinem Lande entlassen) zu Pharao sprechen soll, sagt ja deutlich 7,2 (P): ״Du sollst alles reden, was ich dir auftrage, und dein Bruder Aharon soll zu Pharao reden.“ Gottes Plan wird dem Mose klar offenbart in 3,18—20. Zuerst sollte nur eine Entlassung behufs einer kurzen Reise (נלכה נא) gefordert werden (v. 18). Gott aber weiß, daß der König freiwillig nicht einmal diese kurze Reise gestatten wird (לא יתן להלך v. 19). Es wird daher Gott die Ägypter mit den wunderbaren Plagen derart schlagen, daß sie Pharao dann gänzlich entlassen wird (ישלח אחכם v 20). Würde von vorne herein von Pharao die gänzliche Freilassung seiner Sklaven gefordert worden sein, so wäre er berechtigt gewesen, diese Zumutung mit Entrüstung zurückzuweisen und hätte keine Strafe verdient. Darum sollte erst eine geringe billige Fordernng gestellt werden, damit durch die trotzige Verweigerung dieses gerechten Verlangens die Bosheit und Verstocktheit des Ägypters um so greller sich vor aller Welt kundgeben und die Gerechtigkeit der göttlichen Strafen allgemein anerkannt werde. Deshalb spricht auch Gott noch an anderen Stellen (die nicht zu P gerechnet werden) voraus, daß Pharao die Kinder Israel gänzlich entlassen, ja austreiben werde (6,1; 11,1). Zwar hat Mose noch bei der vierten Plage (8, 23) zu Pharao gesprochen: ״Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wüste ziehen und opfern;“ da aber Pharao sich weigerte, dieser Forderung Folge zu geben, so wird in den späteren Verhandlungen nicht mehr von einer auf eine bestimmte Zeit beschränkten Entlassung gesprochen, es heißt vielmehr immer nur: ״Entlasse mein Volk daß es mir diene“ (9,1; 13; 10,3). Daß aber Pharao zum Schlüsse nur eine bedingte Erlaubnis zum Auszuge gegeben hat, ist aus seinen Worten in 12,31 — 32 keineswegs herauszulesen (vgl. Kurtz, Gesch. S. 131 f., sowie die Kommentare von Keil und Strack zur Stelle). Eher ist aus jener Stelle das Gegenteil zu folgern, daß dem Pharao

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