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Jeschurun · 1917-09-01 · Heft 9-10 (September 1917) · page 56

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 9-10 (September 1917)
Date
1917-09-01
Page
– (sequence 56)
Language
German
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5 OO Die nationalen Forderungen des jüdischen Volkes in Rußland usw. eine erreichbare Aufgabe sein, da er hinter sich nicht eine Partei, sondern die Kräfte der gesamten Nation haben wird. Die Ssejm-Partei läßt, wie gesagt, die Frage offen: welches Territorium ist es, das für uns als Siedlungsgebiet in Betracht kommt? Sie überläßt es dem Ssejm, eine endgültige Ent- Scheidung darüber zu treffen. Im Gegensatz zu der Ssejm- Partei hat die Zionistische Partei die Entscheidung bereits getroffen. Sie sagt, daß das einzige Territorium, um welches es sich für uns handeln kann, Palästina ist. Die Überzeugung, daß ein gesundes nationales Leben in der Diaspora für uns unter keinen Umständen möglich ist, und daß das einzige Territorium, auf welchem wir wieder zu voller Blüte werden gelangen können unsere alte historische Heimat, das heilige Land ist, vertritt der Zionismus schon bald vierzig Jahre. Der Zionismus stellt den ältesten jüdischen politischen Gedanken dar. Und wenn gesagt wird, daß der Bund die älteste jüdische Partei ist, so bedeutet das nur, daß er sich am frühesten als eine politische Partei, mit einem klaren politischen Programm konstituiert hat Die ersten 20 Jahre des Zionismus, die Chibath Zion, können noch nicht eine po־ litische Bewegung genannt werden. Der Zionismus ist es aber gewesen, der den Anstoß zu der jüdischen nationalen Bewegung überhaupt gegeben hat, der auf die Notwendigkeit hin־ gewiesen hat, nach einer Lösung der Judenfrage zu suchen. Schon vor vierzig Jahren hat der Zionismus auf die territorieile Lösung als auf die einzig mögliche hingewiesen. Und dabei hat der Zionismus stets betont, daß dieses Territorium einzig und allein Palästina sein kann. Denn Palästina ist mit unserer Religion, mit unserer Geschichte und unserer Kultur zu sehr verwachsen, als daß es durch ein anderes Land verdrängt werden könnte. Kein anderes Land hat für den Juden einen Zauberklang, wie dieses. Darum wird auch kein anderes Land so eine Anziehungskraft ausüben können wie Palästina. Nur das heilige Land wird imstande sein, all seine zerstreuten Söhne wieder um sich zu sammeln. Und nur eine jüdische Siedelung in Palästina wird von dem Weltjudentum als sein

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