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Jeschurun · 1917-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1917) · page 73

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1917)
Date
1917-07-01
Page
– (sequence 73)
Language
German
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Der ״Masmida. 425 in Schande fiele und selig würde. ״ ־Ist dieser nicht ein Brand, der aus dem Feuer errettet ist (Sach. 3,2)?“ Prof. K. aber sagt: Jv. hat nach einem Anlaß gesucht, David strafen zu können. Sonst nichts. lind das ist ihm ein Beweis, daß der Jv. jener Stufe kein wahrhaft heiliger Gott war. Jv.’s Erziehung ist noch heute dieselbe! Die Frage, warum Jv. nicht direkt das Volk, das er in erster Linie züchtigen wollte, bestraft hat, erledigt sich durch die Tatsache, daß eben David zugleich auf bösem Wege war und deswegen eine gemeinsame Verschuldung zu bestrafen war. Beeht verstanden, ist unsere Geschichte ein Beleg für den. göttlichen Inhalt des Satzes ״Quem deus usw.“; falsch verstanden, ist sie eine Illustration zu dem heidnischen, mit einem sittlich-heiligen Gott unverträglichen Satz ״Quem deus usw.a Es sei dem Leser überlassen, wie er die Auffassung des Prof. K. findet. I!!!!!!;!:ll!i!ll!!l!iliil!!!!!!iii Der ״Masmid." Erinnerungen aus dem Jeschiwohleben im Jahre 1905, von Rabb. J. Weinberg, Pilwischki. Es gab schon einmal eine Zeit, da die Wogen der Revolution an das stille Leben der Jeschiwohs brandeten, da man mit roher Hand in seiner Einsamkeit und Ruhe die Gewalten des Aufruhrs entfesseln wollte. Es war im Jahre 1905. Das heilige Rußland stand in Flammen, Wo nur der letzte Lebensfunke nicht erloschen, da flackerte es auf, da züngelte bald der gierige Brand. War es ein Wunder, daß die junge Freiheit, die aus jahrhundert langem Schlaf erwachte, Maß und Grenzen vergaß, das Gleichgewicht der Wirklichkeit verlor? Und die jüdische Jugend? Auf ihren Schultern hatte dreifacher Druck gelastet, dreifach hatte sie den Schmerz der Bedrückung durchkostet, dreifach maßlos stürmte nun ihr Ide-

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