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Jeschurun · 1917-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1917) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1917)
Date
1917-07-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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Probleme der Pentatenchexegese. 377 gerichten an den Göttern Ägyptens nichts erzählt wird. Allein, wenn P, wie die Kritiker meinen, hierüber etwas besonderes berichtet hätte, so wäre es doch noch viel auffälliger, daß B diese besonderen Nachrichten nicht erhalten und, wie angeblich sonst, mit dem J-Berichte zusammengearbeitet habe. Es muß also jedenfalls zugegeben werden, daß ein besonderer Bericht über die Strafgerichte an den ägyptischen Göttern nicht existiert hat. Dies kann seinen Grund, wie Bamban zu 12,12 bemerkt, darin haben, daß der Kampf Gottes gegen die Ägypter zugleich einen Kampf gegen die Himmelsmächte, die von den Ägyptern als Götter verehrt wurden, in sich schloß, wie dies in Jesaja 24,21 ausgesprochen ist (vgl. auch Jes. 19,1). Man kann aber auch mit Targ. Jon., Mechilta zu 12,29 und Kurtz (Gesch. II. 115) annehmen, daß hierbei an den ägyptischen Tierdienst zu denken ist. Eine ganze Menge von Tieren wurde von den Ägyptern als heilig verehrt, wahrscheinlich weil man sie als Inkarnation der Gottheit ansah. Einzelne Exemplare derselben wurden bei den Tempeln ernährt und waren Gegenstand des öffentlichen Kultus. Wahrscheinlich wurden zu diesen vorzugsweise Erstgebürten gewählt, so daß durch das Sterben der Tier-Erstgebürten gleichzeitig an den Göttern Ägyptens Strafgerichte vollzogen wurden. Dies wird in dem Berichte 12,29, als den Israeliten der damaligen Zeit bekannt, vorausgesetzt und braucht daher nicht besonders vermerkt zu werden. Noch mehr fällt nach der kritischen Analyse auf, daß nach P Pharao gar keine Aufforderung oder Verwarnung erhält, die Plagen vielmehr hintereinander Schlag auf Schlag folgen, und dennoch heißt es nach jeder Plage: Pharaos Herz blieb verstockt, und er hörte nicht auf sie (7,22; 8,11; 15; 9,12). Man weiß nicht, auf welche Bede Pharao nicht gehört hat, wenn man nicht die Warnungsreden voraussetzt, die nach der Kritik IE. angehören sollen. Dies ist um so unbegreiflicher, als ja Gott in 6,29 zu Mose spricht: ״Sprich zu Pharao, dem König von Ägypten, alles, was ich zu dir reden werde,“ und in 7,2 (einem P־Stücke) heißt es: ״Du sollst (dem Aharon)

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