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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 97

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 97)
Language
German
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Bilder ans Litauen. 225 liehen Handels in einer Zeit, unter Lebensbedingungen, die einst den Enkeln wie Spukgeschichten aus grauer Vorzeit klingen werden, nicht zu ermessen, die wohltätige Wirkung dieses aufopfernden Schaffens. Bildet es dodh die Voraus^־ Setzung xür die Aufrechterhaltung der Institutionen, die bisher eine völlige Verarmung, einen restlosen Untergang ganzer Bevölkerungsschichten verhindert haben. Nur kleine Ausschnitte aus dem Wirken einiger weniger Instutitionen hat Ihnen mein voriger Brief erzählt, einen der Wege zur Beschälfung der Mittel für ihre Existenz zeigt mein heutiger Brief. Wie soll es aber werden, wenn die Hauptquelle, die amerie kanischen Hilfsgelder, etwa nicht mehr fließen wird. — — Vielleicht lieber Herr D1\ wissen Sie eine Antwort aut diese wohl augenblicklich brennendste Lebensfrage unserer ״teirer Jidelach“. — Eine Antwort auf diese Frage weiß ich nicht, wenigstens nicht für das gesamte besetzte Gebiet. Denn, wie sollen wir die unendlich großen Summen aus der Erde stampfen, die hier benötigt werden? Aber der Umstand, daß wir nicht die ganze Not aus der Welt schaffen körn neu, befreit uns nicht von der Pflicht, einem kleineren Kreis, der besonders in unseren Gesichtskreis gerückt wurde, zu helfen. Ich habe bereits den ersten Aufsatz des verehrten Verfassers in Verbindung mit einem Privatbrief, aus dem ein furchtbarer Notschrei um Bettung einer von ihm im ersten Aufsatz geschilderten Institution zu mir drang, zum Anlaß genommen, eine private Sammlung zu veianstalten, die in wenigen Tagen vor allem durch die Hochherzigkeit einzelner Spender einen erfreulichen Erfolg hatte. Wir bitten unsere Leser, sich an dieser Sammlung, deren fernere Eingänge auch für die anderen Institutionen in G. bestimmt sein sollen, zu beteiligen. Unnötig hervorzuheben, daß auch kleine Beiträge Menschenleben, ja ganze Familien vor sicherem Untergang retten können. (Vgl. Jesctmrun S. 109). Beiträge sind nur per Postscheck an den ״Verlag des Jeschurun“ Postscheckamt Berlin 18289 mit dem Vermerk: ״Für das Hilfswerk in G.‘£ zu überweisen״ J. W. 15

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