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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 49

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 49)
Language
German
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Probleme der Pentat-euchexegese. *77 Probleme der Pentateudiejcegese. Von Rektor Dt. D. Hoffman 11, Berlin. XII. Zu Exodus 1, 1 — 6, 1. (Schluß). Das zweite Kapitel wird von den verschiedenen Kritikern in verschiedener Weise auf die Quellen J und E verteilt. Welche verfehlte Gründe dabei geltend gemacht werden, mag folgendes Beispiel zeigen. .Wellhausen (Composition des Hexat. S. 71) stellt vv. I—10 im ganzen zu E und vv. 11—22 im ganzen zu J. Unter anderem macht er 101gendes geltend: ,,Es ist schwerlich dieselbe Hand, die in v. 11 ועדל משח und in v. 10 יעדי־ הילד geschrieben hat. Vermutlich ist die Namengebung 2, 10 alsbald nach der Rettung erfolgt, nicht erst als der Knabe groß geworden.“ — Allein mit Recht bemerkt dagegen Erdmans (III II), daß das Kind, solange es durch die Mutter genährt wurde, von der Tochter Pharao’s sicherlich noch keinen Namen erhalten hatte1). Diesen erhielt es natürlich erst, als es groß genug war, um der mütterlichen Sorge entbehren zu können und, zum Hofe geschickt, von der Königstochter adoptiert wurde. Sehr richtig schreibt also v. 10 ועדי הילד . Er kennt noch keinen Namen, weil das Kind noch keinen Namen hat. Erst nach der Adoption schreibt v. 11 ועדל משח . Dieser Umstand beweist klar, daß v. 10 und v. 11 zusammengehören. Der Beweis Wellhausens für die Quellenscheidung hat sich somit in einen Gegenbeweis verwandelt. Die verschiedenen Namen des Schwiegervaters Mose’s werden ebenfalls von den Kritikern als Grund zur Quellen- Scheidung vorgeführt. Zwar wird allseitig zugegeben, daß *) Nach dem Talmud (Megilla 13 a; Sota 12 a und Midrasch Exod. r. c. 1 hatte Moses vorher einen andern Namen erhalten vgl. 1. Chron. 4, IS); doch nennt die Thora ihn stets nur mit dem von Pharaos Tochter erhaltenen Namen, um zu zeigen, wie groß der Lohn derer ist, die Wohltätigkeit üben.

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