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Jeschurun · 1917-03-01 · Heft 3-4 (März 1917) · page 23

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
4 (1917)
Issue
Heft 3-4 (März 1917)
Date
1917-03-01
Page
– (sequence 23)
Language
German
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Erzieliungsfragen in Ost und West. 151 nen, daß auch die jüngeren etwa neunjährigen Knaben, die ersten Blätter in Baba Kama, die doch nicht zu den leichtesten Partieen gehören, mit Verständnis haben vortragen können. Und da der Leiter als Inhaber eines früher schon bewährten Unterrichtsinstituts die Gewähr für die rechte Verteilung und Behandlung der profanen Fächer bietet, so sehen wir den Resultaten, die endgültig erst nach einer Reihe von Jahren zu beurteilen sind, mit Zuversicht entgegen. Wir freuen uns dieses Versuches, obwohl er ja in weitem Umfange für die Hebung des Thorastudiums nur Erfolge erzielen kann, wenn er überall, wo eine stärkere gesetzestreue Gemeinde vorhanden ist, unternommen wurde. Man kann es cfen Eltern nicht verargen, wenn sie sich der Freude, die ihnen gerade die Erziehung eines begabten Kindes macht, nicht auf viele Jahre hinaus berauben wollen, vielleicht auch nicht berauben dürfen, da die 'Einwirkung einer echt jüdischen elterlichen E1> zienung nicht unterschätzt werden darf. Es wäre aber'bedauerlich, wenn diese außerordentlich glückliche Idee nur an Kindern aus Landgemeinden oder aus ärmeren Kreisen erprobt werden sollte. Alle Mühe, die auf den Talmudunterricht der Jugend verwandt werden kann, wird vergeblich sein, wenn diese nicht später, sobald sie ins Erwerbsleben eintritt, das nun heute einmal die höchsten Ansprüche an Zeit und Kraft stellt, weiter ״lernt“. Nur eine unbezwingbare Lust und Liebe zum ״Ler*־ nen“ wird der täglichen Arbeit die Stunde abringen, die dazu nötig ist, daß man beim ״Lernen“ bleibt. Die rechte Lust und Liebe bringt aber nur der mit, der alle Schwierigkeiten des Stoffes mit Leichtigkeit zu überwinden vermag. So muß möglichst an vielen Orten die Möglichkeit geboten werden, daß auch nach Absolvierung der Schule der Knabe wenigstens ein Jahr sich ganz dem ״Lernen“ widmen kann. Die Lehrstätten und die Lehrkräfte werden schon vorhanden sein, wie wir das oben bereits ausgeführt. Die pekuniäre Hilfe (die Eltern wird man oft mit dieser Sorge nicht belasten können;, die hier erforderlich ist, soll man aber nicht vonOrga-

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