Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1917)
- Date
- 1917-02-01
- Page
- – (sequence 64)
- Language
- German
- Belongs to
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!28 ®11ג Wort über Krieg und Menschlichkeit. -Die Bibel verbietet, bei der Belagerung einer Stadt Fruchtbäume zu £ällen, von denen der Feind seine Nahrung nimmt, Wasserquellen zu verschütten. (Deut« 20. 19 ff.) Der Talmud gebietet die Pflege der Bäume und Quellen. -Das mächtige assyrische Heer zieht gegen Israel. Chiskia will die Quellen verschütten, um den übermächtigen Feind zu hindern. Er wagt es nicht, ohne sich mit seinen Fürsten und Heerführern zu beraten. (II Ohr. 32, 4 ff.) Aber das Synhedrion erhebt Einspruch dagegen. Pesachim 51 a). Es widerstrebt dem ehrlichen und menschlichen Empfinden, den Feind durch Hunger zu bezwingen. Auch die mohammedanische Tochterreligion erbt die alte Anschauung. Bei der Belagerung des Stammes Beni-Nadr läßt Mohammed die Dattelbäume der Festung abhauen. Eine besondere Offenbarung muß die Handlungsweise, die eine Ausnähme bleiben soll, rechtfertigen. (Sure 39, V .49). -König Saul verfolgt David, der nach Nob flüchtet und dort um Unterhalt bittet. Es kann ihm nicht verweigert werden. Aber Saul bestraft die Bewohner von Nob (I. Sam. 21.) Saul verletzt hierdurch die heilige Sitte und die Absetzung', die bald darauf erfolgt, wird auf diesen Umstand vornehmlich zurückgeführt. (Midr. r. zu Lev. 26). Noch ein Wort der Bibel: ״Es komme nicht ein Ammoniter und Moabiter in die Versammlung Gottes, auch das zehnte Geschlecht;komme nicht in die Gemeinde Gottes. Weilsieeuchnichtentgegenkamen mit Brot und Wasser auf d^r Wähderung, da ihr aus Ägypten zogt. (Deut. 23. 4) Wir lassen diese stummen Zeugen der Vergangenheit hier allein für sich sprechen. Wessen Ohr noch empfänglich ist, wird ihre Sprache verstehen. Druck von Max Schmersow, Kirchhain N.-L. Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemut!!, Berlin. Verlag de* Jeschurun, Berlin«