Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- Heft 7 (Juli 1916)
- Date
- 1916-07-01
- Page
- Seite 347 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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3. Jahrgang _Juli 1916 Tammus 5676 Heft 7. Die flguna-Gesetze1*. Von Rabbiner Dr. Isak Unna, Mannheim. Das Wort des Dichters vom Kriege ״Alles erhebt er zum Ungemeinen״ hat wohl noch in keinem Kampf der Weltgeschichte mehr seine Bestätigung gefunden als in dem gegenwärtigen Weltkriege. Alle Verhältnisse haben eine Steigerung erfahren. Mit der ungeheuren Vermehrung der Soldaten und der veränderten Art der Kriegführung tritt auch ein anderes Moment mehr als früher in die Erscheinung: die Zahl der Vermißten, bei denen es zweifelhaft ist, ob sie noch am Leben sind oder nicht, hat sich vervielfacht. Bei einem Sturm mit aufgelösten Schützenlinien fallen einzelne hinter einem Baum oder einem Felsstück, wo sie Deckung gesucht, und ihre Leichen werden bei der Absuchung des Schlachtfeldes nicht gefunden; bei einer Minensprengung werden oft ganze Abteilungen verschüttet, und es gelingt manchmal erst viel später oder überhaupt nicht festzustellen, wer dabei seinen Tod gefunden, und endlich ist auch bei dem Heer der Gefangenen trotz aller Vervollkommnung des internationalen Nachrichtendienstes über manche eine Auskunft nicht zu bekommen. ג) Wir möchten dem hochgeschätzten Autor für seine wertvolle Arbeit auch an dieser Stelle unsern Dank aussprechen. Es bedarf kaum des ausdrücklichen Hinweises, der Verf. hat ja auch selbst es hervorgehoben, daß jeder Einzelfall des vermeintlichen Kriegstodes zum Gegenstand einer Anfrage bei einer rabbinischen Autorität gemacht werden muß. — D. H.