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Jeschurun · 1915-07-01 · Heft 7 (Juli 1915) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 7 (Juli 1915)
Date
1915-07-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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296 Das Heerwesen nnd die jüdische Erziehung. jede Unzufriedenheit durch Tat und Wort, durch Blicke und Mienen ist ausgeschlossen; jeder Soldat hat einfach zu gehorchen, die Befehle auszuführen, oh sie ihm einleuchten oder nicht, ob er ihren Grund und ihren Zweck und ihre Zweckmäßigkeit begreift oder nicht. Seine Beanstandung könnte vielleicht berechtigt sein, was er auszusetzen, einzuwenden hat, vielleicht zutreffen. Das ändert nichts, er hat zunächst zu gehorchen, und selbst die berechtigte Klage hat er nur auf die genau vorgeschriebene Weise anzubringen, kann ein wirkliches oder vermeintliches Unrecht auch nur auf dem Wege, dem der Gehorsam und die Unterordnung auf die Stirn geprägt ist. zur Kenntnis und zur Abstellung bringen. 4. Demgegenüber steht der Wille des Vorgesetzten, der in kurzen, klaren, bestimmten, deutlichen Befehlen zum Ausdruck gelangen, der aber nicht der Willkür entspringen darf, sondern dem Verantwortungsgefühl, der richtigen Eingebung des Augenblicks, durch rasches klares Erfassen der Umstände, oder durch einen noch höheren Führer dem Vorgesetzten geboten sein muß. Denn auch der Vorgesetzte ist für jeden Schritt, den er tut und unterläßt, verantwortlich, ist zu unbedingtem Gehorsam gegen seinen Vorgesetzten verpflichtet und steht in demselben Verhältnis zu dem ihm Übergeordneten wie seine Untergebenen zu ihm stehen. So kommt es, daß Hunderte, Tausende, Zehn- und Hunderttausende mit der Bestimmtheit, Genauigkeit und Sicherheit einer Maschine sich bewegen, daß Millionen den Willen eines Einzigen ausführen und daß diese Millionen ohne Rücksicht auf Hindernisse und scheinbare Unmöglichkeit kein anderes Ziel haben, als den Willen dieses Einzigen auszuführen. Und lauert die furchtbarste Gefahr, hat der Führer es befohlen, dann geht die Mannschaft in den sicheren Tod. Zu gehorchen ist des Soldaten höchste Pflicht, ob der Schlachtenlenker ihn zum Tode oder zum Siege führt. Und dem Heere winkt der endgültige Erfolg und der Siegespreis, bei dem die beste Manneszucht durch lange Übung in Fleisch und Blut übergegangen ist. Und darum dürfen wir auf den endgültigen Sieg unserer Waffen hoffen, denn wir haben nicht nur eine gerechte Sache,.

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