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Jeschurun · 1915-03-01 · Heft 3 (März 1915) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 3 (März 1915)
Date
1915-03-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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Warum hassen uns die Yölker? i 11 Überlegung nicht zum Bewußtsein gekommen, daß alle anderen größeren Reiche in den letzten Jahrzehnten Eroberungskriege geführt und Deutschland allein vierund vierzig Jahre hindurch den Frieden gewahrt, daß auch der Kaiser, was man immer in seine Worte hineingedeutet, durch die Tat bewiesen, daß er der Schirmherr des Friedens war. Das Moment der Hinneigung auf Grund der Rassengemeinschaft kann in einem Kriege nicht ins Feld geführt werden, wo auf seiten unserer Feinde ein Gemisch so ziemlich aller Rassen kämpfen. Wie ist es möglieh, daß bei Menschen, die ihrer Sinne fähig sind, der Glaube, daß England und Frankreich für die vermeintlich bedrohte Freiheit kämpfen, nicht erschüttert wird durch den Umstand, daß sie diesen Kampf im Bunde mit der Genossenschaft der Henker führen,, die Tausende und Abertausende Apostel der Freiheit gemordet. Und endlich: Auch die Furcht vor der Rache der Sieger wird nach unseren gewaltigen Erfolgen und der schwächlichen Rolle, welche die englische Flotte spielt, kaum für den gegen uns zur Schau getragenen Haß ausschlaggebend sein. Wir sehen, nichts von dem Angeführten hält einer Prüfang stand. Und fiele das eine oder das andere noch ins Gewicht, sind die Yölker denn nicht auch wie die Individuen idealen Regungen zugänglich? Gibt es ein wunderbareres Beispiel eines heroischen Kampfes, als wie ihn Deutschland führt? Gilt nicht unsere Achtung und Bewunderung dem Einzelnen, der gegen eine ganze Rotte sich erfolgreich wehrt? Haben die Yölker nicht immer mit Bewunderung die Phasen eines solchen Kampfes verfolgt, dem Ringsumstellten, dem tapferen, mutigen, opferfreudigen Verteidiger, der sich gegen eine Welt von Feinden zu behaupten weiß, zugejubelt? Aber nichts von alledem verfängt, und nehmen wir nun noch hinzu, daß eine ganze Reihe großer neutraler Staaten in Widerspruch zu ihren Lebensinteressen unsere Niederlage wünschen, wie wir das oben an dem Beispiel dreier großer Staatengebilde gezeigt, dann bleibt nur die einzige Antwort: sie hassen uns, weil sie uns hassen wollen, aus der Tiefe ihres Gemüts her-

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