Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- Heft 2 (Februar 1915)
- Date
- 1915-02-01
- Page
- – (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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104 Eecension. gesetzes ist (S. 130), und er behauptet, daß die so oft mißdeutete Vorstellung von Gott als dem eifernden, dem ״verzehrenden Feuer“ zu den erhabensten und sittlich größten der Menschheit gehört. Der Bibel mit ihrer Anschauung von der inneren Einheit des Menschengeschlechts verdanken wir den Begriff der Menschheitsgeschichte (S. 54). Die Zitate sind gut ausgewählt und übersetzt. Es wäre sehr zu wünschen, daß der Zweck des Buches, in fernstehenden Kreisen Interesse für die Bibel selbst zu wecken, erreicht würde. Regener, der in der Einleitung bemerkt, daß der indischen Philosophie noch viel zu wenig Beachtung geschenkt werde, gibt zuerst eine Darstellung des Lebens Buddhas nach der indischen Überlieferung und dann eine Charakterisierung der wesentlichen Momente seiner Lehre: des achtteiligen Pfades, der zur Erleuchtung, zum Nirwana führt, der sittlichen Vergeltung, des Karma, des Zieles der Erlösung, des Nirwana. Die Zitate gliedern sich nach der Lehre von den Pflichten, vom höchsten Gut, von der Erlösung und vom Weg zur Wahrheit. Besonders wertvoll ist Krügers Studie über Mohammed und sein Werk, weil gerade über diesen Religionsstifter auch bei Gebildeten eine erstaunliche Unkenntnis herrscht. Erst in neuerer Zeit hat sich ihm das Interesse in höherem Maße zugewandt. Der Verfasser schildert die Geschichte Mohammeds und seinen Charakter, der viel Rätselhaftes hat. Allerdings kann auch er sich nicht von einer gewissen Parteilichkeit gegen den Koran zugunsten des Evangeliums freihalten. Die Zitate betreffen die Gottheit, Mensch und Welt, die Lehre von den Pflichten, die Vollendung. Dr. J. Unna. Verantwortlicher Redakteur Dr. J. Wohlgemuth, Berlin. Verlag des Jeschurun, Berlin. Druck von Max Schmersow in Kirchhain N.-L.