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Jeschurun · 1915-02-01 · Heft 2 (Februar 1915) · page 47

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
2 (1915)
Issue
Heft 2 (Februar 1915)
Date
1915-02-01
Page
– (sequence 47)
Language
German
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Recension. 103 Recension. Die Weisheit der Völker. I. Worte Mosis von. Dr. Hugo Bergmann. 225 S. II. Worte Buddhas von Edgar Alfred Regener. 167 S. IH. Worte Mohammeds von Hermann Krüger ־Westend. 167 S. J. C. C. Bruns Verlag, Minden in Westfalen. Es ist ein wertvolles literarisches Unternehmen, von dem mir drei Bändchen vorliegen. Die Tendenz des Unternehmens wird in dem Geleitwort folgendermaßen charakterisiert: ״Unsere Sammelbände heben die Kernworte und Leitsätze aus den Lebenswerken irgendwie bedeutsamer Repräsentanten der menschlichen Weisheit heraus, führen durch klar geschriebene Einleitungen in Leben und Wesen der betreffenden Persönlichkeit ein, zeigen die Dargestellten auch in guten, künstlerischen Bildern und bieten durch ausführliche, fachmännisch korrekt gearbeitete Bibliographien zu weiterem Studium alle wünschenswerten Hinweise. Die Sammlung wird unablässig ausgebaut werden zu einem unerschöpfliehen Pantheon menschlicher Geistesgröße.“ Bergmann gibt nach einer allgemeinen Einleitung über das Leben Mosis und den Charakter des Fünf buches einen Überblick über seinen Inhalt und Zusammenhang; daran schließen sich die Zitate. In der Darstellung wirkt der sympathische Ton und die Liebe zur Bibel, die aus dem Ganzen spricht, äußerst wohltuend; man sieht, daß der Verfasser für die Größe seines Gegenstandes Verständnis hat. Er steht freilich nicht auf dem Standpunkt der Überlieferung; er würdigt die verschiedenen bibelkritischen Theorien, aber er charakterisiert sie als das, was sie sind, als Versuche, als Hypothesen, und weist auch auf ihre Schwächen hin. Und für seine Darstellung ist das Fünfbuch ein Ganzes. Er bedient sich dabei der geistvollen Unterscheidung Achad Haams zwischen archäologischer Wahrheit und geschichtlicher Realität. Alles, dessen Wirkung im Leben sichtbar ist, wenn es selbst auch nur ein Phantasiebild sein sollte, ist geschichtlich; und mag man die Thora in noch so viele Schichten zerlegen, dasjenige Fünfbuch, das wahrhaft war, weil es wahrhaft gewirkt hat, weil es das Menschengeschlecht erzogen hat, ist eine Einheit. Das ist freilich nicht unsere Auffassung, aber es ist vielleicht ein Weg, um denen, die über die traditionelle Anschauung lächeln, das Verständnis zu eröffnen für die innere Harmonie des Gottesgesetzes. Die liebevolle Betrachtungsweise des Verfassers gibt ihm auch die Möglichkeit, die Thora in vieler Hinsicht in richtigerem Lichte zu zeigen, als man dies in populären Werken gewohnt ist. Er betont die Freiwilligkeit des Bundes, den Gott mit Israel schließt (S. 19), er zeigt den Charakter der Auserwähltheit, die nur in der Verpflichtung zur Selbstheiligung, in der Gotterfülltheit besteht, er weist nach, daß die ״Starrheit des Gesetzes“ lediglich der heilige Emst rücksichtsloser Durchsetzung der Forderungen des Sitten-

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