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Jeschurun · 1914-12-01 · Heft 12 (Dezember 1914) · p. Seite 437

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 12 (Dezember 1914)
Date
1914-12-01
Page
Seite 437 (sequence 23)
Language
German
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Die talmudische Diskussion über das ״Fünftel“. 437 stattung dio Hauptsummo von 100 Schokoin so abzählen, daß er immer jo 4 zählt und als fünftes eins hinzulegt, dergestalt, daß zu jo 4 der Hauptsummo immer 1 als Mehrerstattung hinzugofügt wird? Oder soll er immer je 5 der Hauptsumme zählen und dann ein weiteres fünftes als Mehrerstattung hinzufügen? Das ist dio Frage, die mit Recht aufgeworfen wird. Und nun verstehen wir die Formel: Chomesch milgaw oder chomesch milbar? d. h.. inklusive oder exklusive des je fünften Stückes der Hauptsumme? Und nun ist auch die kurze und bestimmte Auslegung klar; שיהא היא וחומשו המשה. Das goht nicht auf dio ganze Summo, da die Gesamtsumme ja nicht fünf beträgt, sondern eine beliebig große sein kann. Sondern das geht auf die einzelnen Fünfteile, in die das Ganze zerlegt wird, also ״ הוא וחומשוos“, d. h. das von der Hauptsumme jeweilig Abgezählte und ״sein Fünftel“, d. h. das dazugelegte fünfte Stück dos Mehrbetrages soll zusammen je fünf betragen, also 4 von ersterer und 1 von letzterem. Demnach 25 Prozent. So ist m. E. die Sache auf das einfachste erklärt.!!!:]illiiiüiiüiiitili Der Zerfall der Materie. Von Gabriel Knoller, Berlin. Schon griechische Philosophen vertraten die Ansicht, daß dio Materie einen einheitlichen Stoff bilde, der aus zahllosen kleinsten Teilchen, Atomen, bestehe, und erklärten die mannigfaltigen Eindriicko, dio wir von der Materie erhalten, durch dio unendlich violon Konstollationsarton der Atome. Als cs aber nicht gelang, alle Körper so zu zerlegen, daß ihre Teile einen einheitlichen Stoff bildeten, sah man sich gezwungen, eine ganze Reihe von Urstoffen, Elementen, anzunehmen. Die nouoston Forschungen habon nun wieder Beweise dafür erbracht, daß die Stoffe, die man bisher als Elemente betrachtete, nicht einheitlich sind. Verdampft man nämlich einen Körper und bringt seine Dämpfe zum Glühen, so sieht

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