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Jeschurun · 1914-04-01 · Heft 4 (April 1914) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 4 (April 1914)
Date
1914-04-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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Die Thora-Auffindung unter Josia. I 21 aus Ägypten.“ Jeremia mußte als klassischer Zeuge der Vorgange seiner Zeit wissen, ob das Deuteronomium ein jetzt zum erstenmal aufgekommenes, oder ob es ein altüberliefertes religiöses Gesetzbuch war. Er war ein Prophet von unbestechlichem und unerschütterlichem Mut, der selbst unter den härtesten Verfolgungen und Todesgefahren vom Wege der Wahrheit nicht ab wich, der unermüdlich gegen die Lügenpropheten ankämpffce. die ״in Gottes Namen Lüge prophezeien“, ״die Propheten betrügerischen Herzens“ (Jer. 23,14. 15. 26). Wenn ein Prophet von solch unbeugsamem Mut. der die Wahrheit über das Gesetzbuch unbedingt kennen mußte, dessen Ursprungszeit so, wie er es getan, bezeichnet, so ist das ein klassisches Zeugnis dafür, daß es nicht erst in seiner Zeit neu ans Tageslicht gekommen war. Jeremia war nicht der Mann, im Namen Gottes eine Fälschung zu unterstützen. Gehen wir von Jeremia aus auf die zwei ältesten Propheten zurück, deren Reden uns erhalten sind, Arnos und Hosea, die über 100 Jahre vor der Gesetzesauffindung lebten, so setzen auch diese die Kenntnis des Deuteronomium voraus. — Bei Arnos, der unter Jerobeam I (ca. 783—43) in Ephraim wirkte, findet sich bekanntlich in Kap. 1—2 die Androhung einer bevorstehenden politischen Katastrophe gegen die Völker in Syrien, Phönizien, Philistäa usw., ebenso auch gegen Juda (2,4—5) und Israel (2,6ff.), womit die drohende Invasion der assyrischen Weltmacht gemeint ist. Das Vergehen Judas, wegen dessen es strafwürdig ist, bezeichnet Arnos dahin: על 4 ,2) מאסם את תורת ה' וחןןי לא 'שמרי). Das sind aber solche Bezeichnungen der religiösen Satzungen, die sich zugestandener־ maßen nur im Deuteronomium finden; z. B. Deut. 17,19 לשמר וזאת התוהה ־ 45—4,44 —;את ך?רי התורה הז-את ואת הקרןם האלה 6,1;אלה העדות וההלןים והמש0טים u. a. m. Das ist so frappant, daß die Kritiker an den Worten des Arnos, der die Terminologie des Deuteronium voraussetzt, den höchsten Anstoß nehmen, und einer von ihnen ausruft: Es wird dem Leser dieser Verse bei Inhalt und Form ganz deuteronomisch zumute1).“ 1) Marti, Das Dodekapropheton z. St.

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