Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- Heft 4 (April 1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Zur Thora-Auffindung unter Josia. 119 erzählt worden. Hier ist die Zusammenstellung noch leichter erklärlich, indem שטים וארץ zusammen die ganze Welt bezeichnen und die Geschichte des Menschen als des Zieles der Schöpfung passend als die Geschichte der ganzen Welt bezeichnet werden kann. Wir werden also אלה תולדות als Überschrift zum Folgenden fassen. Zur Thora-Auffindung unter Josia. Von Geh. Hegierungsrat Prof. Dr. J. Barth. Im 18. Begierungsjahr des Königs Josia, d. h. im Jahre 623, fand bekanntlich nach 2. Kön. 22,8 ff. der Oberpriester Chilqia das Thorabuch im Tempel auf, ließ dies dem König melden, und dieser veranlaßt^ darauf nach Kenntnisnahme von dem Inhalt der aufgefundenen Thora die Erfüllung der darin enthaltenen Vorschriften, die in Kap. 23,4 ff. aufgeführt sind. Die bibelkritische Auffassung geht dahin, daß das aufgefundene Buch das Deuteronomium gewesen, und daß dieses damals zum erstenmal ans Licht getreten sei. Dieser Behauptung steht zunächst schon der Wortlaut des Berichts entgegen 2) ספר התוהה מצאתי. K. 22,8) ״ich habe das Thorabuch gefunden“, also das Ganze, nicht einen einzelnen Teil; denn da unbestrittenermaßen längst auch andere Teile der Thora vorhanden waren, so hatte dieser eine Teil nicht für sich allein ספר התורה heißen können. Daß auch weiter die verschiedenen Wirkungen der Auffindung des Gesetzesbuches jener Auffassung entgegenstehen, ist schon von anderer Seite betont unter Hinweis auf das danach begangene Peßachfest (Kap.23,22), die Wegsehaffung der Götzen-Embleme und Verehrer (23,4) und mehreres andere, was auch in anderen Teilen der Thora vorgeschrieben gewesen war. — Im folgenden soll auf einige prophetische Zeugnisse und geschichtliche Tatsachen hingewiesen werden, die ebenfalls mit jener These in Widerspruch stehen. Selbstverständlich kann es sich bei der Bezeugung über das