Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- Heft 4 (April 1914)
- Date
- 1914-04-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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u 1. Jahrgang. April 1914 Nissan 5674 Heft 4. 5chulzwang, Von Dr. Isak Unna, Rabbiner in Mannheim. Peßach, das Fest der Befreiung, ist zugleich auch das Fest der Jugend. Keines unserer Feste nimmt soviel Rücksicht auf die Jugend, stellt die Einwirkung auf das kindliche Gemüt so sehr in den Vordergrund wie das Peßaehfest. Für den Sederabend, der uns die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten und seine Bedeutung lebendig vor die Seele führen soll, sind die Anordnungen unserer Weisen nach dem Gesichtspunkte getroffen ״ ,כרי שיראו החנוקות וישאלוdamit die Ehnder es sehen und fragen sollen“. Aber auch in der Thora selbst wird nirgends so oft auf die Belehrung der Jugend hingewiesen wie bei der Peßachfeier. und die ארבעה בנים, von denen unsere Haggada spricht, gründen sich ja auf die verschiedenen Ausdrücke der Thora. Es sind hier die verschiedenen Individualitäten der Kinder angedeutet, und es wird auf die Art ihrer Behandlung hingewiesen, weil eben die Einwirkung auf die Jugend die wichtigste Voraussetzung dafür ist, daß die Erinnerung an den Auszug aus Ägypten in Israel fortlebt und ihre Früchte trägt in der Entwickelung des Volkes. Diese Ein- Wirkung muß zunächst in der Familie geschehen; der Geist, der hier herrscht, ist der wichtigste Faktor für die Erziehung. Und das Peßachfest wird ja auch im Familienkreise gefeiert שה לבית אבות שה לבית; im trauten Kreise der Seinen soll der Hausvater die Begeisterung wecken für Gott, der uns die Freiheit gegeben und als notwendige Ergänzung dazu das Ge- 7