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Jeschurun · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · page 34

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
– (sequence 34)
Language
German
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102 Die Natur ein Buch Gottes. nicht nur theoretisch spricht sich die Bibel aus. ihr ganzer Inhalt oder besser die Form ist ein einziger Beweis für unsere Behauptung. Wo immer ein Bild, ein Gleichnis uns entgegentritt, der Natur ist es entnommen. Was zu Gottes Ruhm verkündet wird, neben dem geschichtlichen Walten ist es der Abglanz seiner Herrlichkeit, wie ihn die Welt in ihrer Schönheit und Vollendung wiederspiegelt. Und daß immer neue Wendüngen für den einen Gedanken gefunden und daß eine überwältigende Mannigfaltigkeit von Bildern aus der Natur uns geboten werden, das ist damit allein zu erklären, daß die gottbegeisterten Könige und Sänger und Propheten vom Pfluge und von der Weide kamen und zu Bauern und zu Hirten sprachen, daß Palästina mit einer vielgestaltigen Flora und Fauna gesegnet wTar. Unzählige Stellen müßten wir zitieren, ganze Kapitel abschreiben, wollten wir das vorführen, wir setzen es als bekannt voraus. Einen Humbold begeistert der 104. Psalm zu dem Ausspruch, das sei die schönste Natur- Schilderung der Weltliteratur, die ihm begegnet. Der Hauch des Erhabenen weht uns an, wo immer nur von Himmel und Meer, vom Sternenfirmament, vom Brausen des Donners und dem Zucken der Blitze gesprochen wird. ״Die Schatten erbeben, die Wasser da unten und seine Bewohner. Nackt liegt der Scheol vor ihm, ohne Decke der Abgrund. Er spannt den Norden aus über der Ode, hängt die Erde auf an einem Nichts. Er bindet das Wasser in seinen Wolken, und das Gewölk darunter birst nicht. Einen Kreis zieht er über dem Wasser bis dahin, wo das Licht grenzt an die Finsternis. Die Säulen des Himmels geraten ins Wanken, erstarren ob seinem Dräuen. Ein Hauch von ihm, und der Himmel ist heiter, seine Hand durchbohrt den flüchtigen Drachen. Sieh, das sind die Säume seine Wege und ein leises Flüstern, das von ihm vernommen, aber den Donner seiner Allmacht, wer vermag den zu fassen! (Hiob 26, 5—14). Noch eine andere Stelle: Wo warst du denn, da ich die Erde hab’ gegründet, erzähl es doch, wenn du es weißt! Wer legte ihre Maße?! du weißt es doch, wer spannte über ihr die

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