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Jeschurun · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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S. R. Hirschs erste Predigt. schlagen als mir, wenn ich heute an einem so schönen Abschnitte meines Lebens die ganze Vergangenheit durchdenke, die dahin mich führte, von dem Tage an, an welchem zuerst mir das Leben mit seinem großen Sinne klarer aufdämmerte, bis heute, wo der Herr mich herrief, selber Leben zu gründen und zu leiten. 0! da sprichts von so vielfachem Dank für so vieles. Dank zuerst Dir, Vater meines Lebens, der Du früh in des Kindes Brust einen Funken ernsten Strebens anfachtest, der Du den Jüngling nicht ganz aufgehen ließest im heißen Kampfe der Jugend, und nun den Mann hinführtest in den Kreis der schönsten Wirksamkeit. — Dank Dir, daß Du das Glück zärtlich sorgender Eltern mir schenktest, die vereint mit Freunden und Lehrern den Weg des Lebens mich geleiteten, Dank daß Du so in Liebe, Freundschaft und Belehrung den schönsten Kranz des Lebens mir wandest — und Dank dann ihm dem erhabenen, edlen Fürsten unseres Landes, der mit väterlicher Liebe seine Untertanen alle umfaßt und den edlen Männern allen Dank, die ihm zur Seite, gleich ihm, aller Landeskinder Wohl beraten, Dank ihnen, deren Milde und Weisheit meinen Kräften die Pflichten meines Berufes zutrauten, deren Erfüllung das Ziel meines schönsten Strebens ist; und Dank endlich und vorzüglich Euch, meine Brüder, die Ihr mit so freundlicher Herzlichkeit den Freund in eure Mitte aufnahmt und mit so liebem Vertrauen Euch um mich sammelt; — O, möge es nie getäuscht sich finden, das Vertrauen, mögen stets Herzlichkeit und Liebe das Band enger und fester schlingen, das wir jüngst geknüpft. — — Und jetzt, nachdem wir das Zurückgelegte noch einmal überblickt und den herzlichsten, innigsten Dank gegen diejenigen ausgesprochen, die unsere Vergangenheit uns gründen halfen, jetzt vorwärts! Dort die uns neue Zukunft zu begrüßen, zwiefach uns neu, uns allen ein neuer Bing in des Lebens Kette, mir zugleich eine neue Bahn des Wirkens und der Tätigkeit, und ziemt sieh's wohl gleich an der Schwelle, sich nach Rat und Belehrung umzusehen, die uns ins neue Leben geleitet; und horcht: da tönt aus den dem heutigen Tage eigenen

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