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Jeschurun · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Date
1914-03-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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7 2 S. R. Hirschs erste Predigt. Vorkämpfer für die von ihm erkannte Wahrheit, war eine tief religiöse Natur, die unerschütterlich fest wurzelte in dem Glauben an die Offenbarung Gottes, wie sie aus Seinen Werken: der Natur und den Worten der Schrift, hervorleuchtet. Die Kraft der Rede, die Gott ihm verliehen, glich um mit Jesaja zu sprechen, dem scharfgeschliffenen Schwert, das den Gegner in der Nähe erlegt, zugleich aber auch חץ ברור. dem geflügelten Pfeil, der in die Ferne dringt. Sein Wort vermag noch heute jüdisches Leben zu wecken und jüdische Pflichttreue zu entzünden. גבור ובלי זיין בידו. Mit unerschütterlicher Gesinnungstreue, die ihn zum Helden stählte, verband er Geisteswaffen, die. dem Arsenal moderner Bildung entliehen, im Kampfe für jüdische Wahrheit und jüdisches Leben stets blank und geschliffen waren. Die hier zum erstenmal veröffentlichte Predigt1), die der 22 jährige Redner hielt, überraschtweder durch Gedankenblitze noch durch eigenartige Midraschblüten, noch durch Donnerworte der Gewissensmahnung. Zwischen dieser ר״ה Predigt und der Thischri-Betrachtung im ersten Jeschurunheft v. J. 1855 zeigt sich ein Abstand, der den Weg andeutet, auf dem der jugendliehe Rabbiner zu jenem Denker und Meister der Sprache gereift, der in allen seinen literarischen Produktionen das Gepräge einer besonderen Eigenart verrät. Indes zeichnet sich schon diese erste rhetorische Gabe durch Klarheit der Disposition und Gewandtheit des Stiles aus. Sie behandelt das Thema Malchijoth, Sichronoth und Schofaroth. Gott allein ist Herr: Darum trotze, darum verzage nicht! Gott gedenkt: Darum sei nicht zügellos, darum erschlaffe nicht! Gott belehrt: Darum sei empfänglich für seine Lehren! Jedem dieser Teile wird das entsprechende Maß zugewiesen. x) Diese Rede verdanken wir Herrn und Frau W. Möller-Hamburg, den würdigen Enkeln des großen Mannes. Frau Möller hat sie im Auftrage ihres Vaters, des Herrn Isaak Hirsch זצ״ל-Hannover aus dem Manuskript des Verfassers abgeschrieben.

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