Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 52 (24.12.1935)
- Date
- 1935-12-24
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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sr W1K1MJMAM UtK WUtHt r Leistung und Gesinnung Die Sprache der Zahlen ' Nus der bereits erwähnte» Denkschrift („E.-V- - Zeitung" vom 3. Dezember)'über „Kcnnzahlen zur Handelsforschung", die von der Internationalen ' Handelskammer herausgegeben wird, sind noch aiw^rc interessante Darlegungen zn entnehmen, die sür ode Verbindung und das Verhältnis von Wirtschaftswistung und Wirtscliaftsgesinnnng in heutiger Zeit bedeutsam sind. Während die Kosten der Warenproduktion dank den Auswirkungen der Rationalisierung sich stetig verringerten, sind die Kosten für die Warenverteilung, wie die Denkschrift feststellt, in den letzten zehn Jahren erheblich gewachsen. So erhöhten sich die Bertcilungskvsten bei den deutschen Schuhwarengeschäftcn von 15 bis 1.9 Prozent des Umsatzes im Jahre 1913 in den letzten Jahren apf 25 Prozent, bei den Fachgeschäften für Eisen-, Glas- und Porzellanwaren von etwa 21 Prozent im Jahre 1925 auf 33 Prozent im Jahre 1933. Bel einer solchen Unkostenhöhe spielen nicht zü- - letzt die Lagerhaltungskosten eine große Rolle'. Sic sind in den einzelnen Geschäftszweigen verschieden hoch. Einmal ist die Größe des Lagers wie im Schuhhandel und in der Konfektion entscheidend, sodann aber vor allem die Häufigkeit des Umsatzes oder, wie man es formuliert, die Häufigkeit des Lageruinschlages. Je.'öfter das Lager lungesetzt wird, um so eher können Zahlungsverpflichtungen erfüllt, um so weniger brauchen fremde Kredite in Anspruch genommen werden lrnd lim so mehr können Zinsen gespart werden. (Der Skonto ist der erste Verdienst!) Interessant ist nun, wie diese Häu'igkeit des Lagerumschlages bei den einzelnen Geschäftszweigen verschieden ist und von Branche zu Branche wechselt (und da wiederum nach Ländern sich unterscheidet). Für Deutschland ergab sich, daß Lebensmittelgeschäfte im Jahre 1933 ihr Lager 6,5ma1 im Jahre umschlugeu, ültzareilhäuser ihr Lager etlva viermal. Textitsachgeschäfte und Schuhgeschäfte zweimal und Uhrenfachgeschäfte iilir O.simal. .Ein Uhrengeschäft braucht also fast zwei Jahre, ehe'es sein Lager einmal umgesetzt hat. Alle diese Untersuchungen, so theoretisch sie auch erscheinen mögen, erklären für die Gegenwart des . jüdischen Wirtschaftsmenschen manches. Im Hinblick auf jüdische Schuhgeschäfte ist neulich durch die deutsche Presse die Nachricht gegangen, daß in Pommern etwa 40 bis 50 Prozent aller jüdischen Schuhsirmcn' ihren jüdischen Besitzer gewechselt, haben sollen.. Es zeigt sich vielleicht daran in der Zum gleichen Thema schreibt unser W—I-Wirtschaftsmitarbeiter: ' Daß Zahlen sprechen können — und zwar oft besser und deutlicher, als es Menschen mit langen Reden zu tun vermögen — wissen die meisten .Kaufleute. Wir haben an dieser Stelle schon verschiedentlich auf die Wichtigkeit der Sprache der Zahlen im Wirtschaftsleben auch des kleinen^Gewerbetreibenden hingewiesen. Was hier die Statistik im Einzelbetrieb an Erkenntnissen liefert, wird ergänzt durch größere Untersuchungen dazu berufener Stellen, die eine erhebliche Anzahl von Betrieben umfassen und deren Durchschnittswerte dann wieder Vergleichsmöglichkeiten mit den im eigenen Geschäft gewonnenen Zahlen bieten. . Die Ergebnisse einer derartigen größeren. Untersuchung — die 2 48 Betriebe des E i n z e l h a n d e l.s mit rund 5 y, Nt il - Iione n Nt a r k U m s a tz im ersten Halbjahr 1935 im Bezirk der Industrie- und Handelskam. mer zn Berlin umfaßt — werden nunmehr von der Forschungsstelle für den Handel beim Reichskiiratorium für Wirtschaftlichkeit in Gemeinschaft mit der EinzelhandelsvertretuNg der Jndustrie- und Handelskammer zu Berlin auf Grund ihrer Betriebsstatistik in deren Wirtschastsblatt (Heft 34) . veröffentlicht. Äon den untersuchten 248 Betrieben lagen 155 in Groß-Berlin. Bei der Erhebung waren die Geschäfte für Lebensmittel und Tertilwaren der Zahl und der Gesamthvhe nach am stärksten vertreten. Untersucht wurden 83 Lebensmittel- und 37 Tertilwarengeschäfte mit einem; Umsatz von 1,73 bzw. 1,42 Millionen Mark im. ersten Halbjahr 1935.- Um die Größe der untersuchten Betriebe zu kennzcichnen, sei erwähnt, daß von den 248 Betrieben 131 kein fremdes Personal beschäftigen. In ihnen wurden alle Vorkommen-- den Arbeiten von den Inhabern und ihren Familienattgehörigen erledigt. Recht interessant sind die Ergebnisse hinsichtlich der Per sv n a 11 e i -• st u n g und der K v st e n v erhält u i s s e. „Der auf jede in einem Betrieb beschäftigte Person entfallende Umsatzanteil steigt im allgemeinen mit wachsender Umsatzgröße der Betriebe. Die in größeren Geschäften straffer durchgeführte Arbeitsteilung bewirkt eine bessere Leistiing der beschäftigten Arbeitskräfte." . Nach der Untersuchung be- ■ trug im Durchschnitt der berichtenden Lebensmittelfachgefchafte der auf jeden im Betrieb Tätigen entfallende Umsatz im ersten Halbjahr 1935 0500 Mark, bei den Tabakwaren 4ntin bis 5000 Mark, bei den Tertilwaren 5000 Mark und bei den Drogerien 4000 bis 5tz00 Mark. Im Durchschnitt benötigten die an der Statistik der Einzelhandelsvertretung teilnehmenden Lebensmittelfachgeschästze 16,3 Prozent vom Umsatz ziir^Deckung ihrer im ersten Halbjahr 1935 entstandenen Kosten. Die kleineren Lebensmittelsachgeschäftc mit einem Umsatz von unter 15 000 Mark in den ersten sechs Monaten 1935 hatten dabei eine Gesämtkostenbelastung von 19,4 Prozent vom Umsah, während bei den größeren berichtenden Geschäften lllmkatz über 15 000 Mark im ersten Halbjahr) die Gesamtkosten 13.5 Prozent des im Wirklichkeit des Lebens die Bedeutung der Unkosten. Sie.fällen für Schuhgeschäfte jo hoch ins -^Gewicht..daß sie auf einen regelmäßigen Absatz an- -gewiesensind, der' ihnen wenigstens den theoretisch'., ermittelten zweimaligen.. Lagerumschlag im Jahre sichert. Ist dies nicht der Fall'. so ergibt sich abgesehen von Konjlinkturgri'indcu — bald die Neberleguiig, das Geschäft zu verlaufen. Und so geht cs nicht nur bei de» Schuhgeschäften, auch in der Konfektion und im sonstigen Tertilhandel üben die Unkosten ihren Einfluß ans. Zur jüdische Wirtsci)aftsmenscheii sind diese Tinge in der Praris geläufig, ohne daß sie tiefgründige theoretische Erivägmigc» daran knüpfen. Zwischen Leistling. Unkosten und Gesinnung besteht eine Abhängigkeit, die auch bei der jüdischen Wirtschaftsplanung nicht außer acht zn lasten ist. Jüdische Wirtschaftsplaiiiing hat io zum Bei- ' spiel bei den jübischen Darlehenskassen in dieser Hinsicht manche Erfahrungen inächen können. Die Kredite, die die jüdischen Darlehenskassen gewähren. werden zu 70 Prozent von Kaufleuten, Handwerkern und Einzelhändl^n in Ansprnch geiioniinen. Da es Grundsatz für die Kredithingabe ist, daß das Tärlehen nicht Wvhlsahrtszwecken, sondern Produktiven Ziveiken dienen soll, wird auch ans eine regelmäßige Rückzahlung des Darlehens' Wert gelegt. Aber gerade deshalb wird bei der Krediteinräumung zn beachten sein, für was für ein Geschäft das Darlehen gewährt.werden soll. ,)e nach der in der betreffenden Branche üblichen Umschlagshänfigkeit, wird man die Fristen für die ^Rückzahlung zu bemessen haben. Ein Uhrengeschäft wird langfristige Kredite brauchen, ein Schuhgeschnft undTertilgeschäst mittelfristige, ein Lebens-' inittelgeschäft nur kurzfristige. A»f die Gesinnung, in der die Kredite gegeben undgenommeu werden, wird es immer ankvininen. Der Kreditnehmer soll nichts llninögliches verlangen und versprechen, die den Kredit gewährende Darlehenskasse nichts Außerordentliches verlangen sind znsichcrn. Es wird hier-sehr auf die Erfahrungen ankviiimen, die gemacht wvrden sind, und die noch zn machen sind, wobei aber immer zu berücksichtigen ist, daß jüdische Wirtschaftseristenz heute nicht mir mit den herkömmlichen Niaßstäben der Bölks- oder Betriebsivirtschaftslehre zn-messen ist. Um so mehr wird ui vielen Fällen die Gesinnung für' die Leistung entscheidend sein. Denn Leistiing eines jüdischen Wirtscl)aftsmcnschcn geht nicht uur ihn an. Tic Gesinnung, in der er sie tut, ist wesentlich. I)r. .Vriiv Itvrrborx. gleichen Zeitraum getätigten/ Ilmsatzes in Anspruch, nahmen. „Der Unterschied in der Höhe der prozentualen Kvftenbelastung zwischen den größeren und kleineren berichtenden Betrieben dürste auf die bessere. Ausnutzuiig des Betriebsapparates bei größeren Geschäften zurückzu führen sein." -Das gleiche Bild hat sich auch bei den Fachgeschäften für Tertilwaren gezeigt. Geschäfte mit iuitcr 20 000 Mark Umsatz (immer.in den ersten sechs Monaten 1935) benötigten durchschnittlich rund 31 Prozent ihres Umsatzes zur Deckung der Kosten, während bei über 20 000 Mark Umsatz die Kosten nur etwa 26 Prozent vom Umsatz ausniachten. Bei Drogerien' betrugen die Gesanitkosten rund. 20 . Prozent und bei Tabatwarenfachgeschäften 23, l Prozent vom Umsatz im etsten Halbjahr 1935. Bei einer Unterteilung der Kosten in ihre einzelnen Hauptbestandteile ergibt sich ans einer beigefngten Tabelle, daß z. B. bei den kleineren Tertilwaren- . geschästen «die Ziffern für die größere» über . .20 000 Mark'Umsatz in Klammer) rund 10 Prozent (—) vom Umsatz ans Miete oder Mietwert. 15,2 Prozent (13 bis 14 Prozent), auf Gehälter und Löhne, 2,2 Prozent (rund 3 Prozent) auf Stenern und rund 4 Prozent ( 3 bis 4 Prozent) ans alle übrigen . Kosten, cntsallen. Für Tabakivaren sind die entsprechenden Zisferii *,2 Prozent, 9,8 Prozent, 2,1 Prozent, 3.3 Prozent, für Drogen rund 7 Prozent, 11,8 Prozent, 2,2 Prozent, 5,3 Prozent mit» für Lebensmittel 3.6 Prozent. 8,1 Prozent, 2.1 Prozent, 2.5 Prozent. DerNachwuchs in der Wirtschaft Vereinbarungen zwischen Wirtschaftskammer und Arbeitsamt in Westfalen Die Wirtschaftskammer für Westfalen und Lippe hat lt.-Tagespreise mit dem Landesarbeil-:-- amt Westfalen ein Abkvinmen über die Einstellung von Lehrlingen und jugendlichen Arbeitern ge-, troffen. Zunächst müssen,-) wie es in dem Bericht heißt, alle Führer industrieller und taufmännische'r Betriebe die Lehr- und AnlernstcUen, die bei ihnen frei werden, dem zuständigen Arbeitsamt rechtzeitig melden. Tie Arbeitsämter prüfen auf Grund dieser Unterlagen die körperlicl)e und geistige Eignung der Bewerber und niacl-en den Betriebsführern ans Grund der Meldung über sreie Lehr- und Anleriiitellen Borichläge über geeignete Bewerber. Tie endgültige Entscheidung über die Einstellung liegt in jedem Falle beim Betriebssührer. Für den Abschluß von Lehrverträgen sollen nur die von der Reichswirtschaitskammcr änsgearveileleii Muster verwendet werden. Jedes neue Lehrverhältnis sei bei der Handelskammer zur Eintragung in die Lehrlingsrolle anzumelden. Diei'e Eintragung werde jedoch rncr erfolgen, wenn der Lehrherr der Handelskammer das Eignungsgutachteil des Arbeitsamts vorlege, also nur dann, wenn er sich für die Vermittlung des Lehrlings des Arbeitsamts dedient habe. Wichtig für Ex- und Importeure Zusammenfassung von Aussenhandelsyorschriften ' Die R. e i ch's st e l l e j ü r den A it fi ni I) a n i> c JL gibt demnächst, --'.wie das '„'Al->rtscl>iits blatt der Industrie- und Haiidelskammer Berlin" berichtet ' - in der Reihe „Svilderarbeiten - zur Forderung des deutsctieu Ausunihaiidels" eine Schrift ,,'E.i»- und Allsiiihrvervote des Deutschen Reiches" iiiit Anhang ..Lille der von den lleverivachuugsstelleii pennrtichafteten 'Waren" heraus. Die Beröffeiitlichuiig ciithalte nach dem iieiiesteii Stand füintliche griludlegeuden Ein ii»d Ausfuhr- Verbote. Sie uinsaste Bervrdiuiugeii und Beraniitillächungeu nebst Ailsführiuigsl'kstiliiiiilulgeu über Außeiihaiidelskoiitrolle, Uedertragniig brr Beu'illigniigspefugiiiste. Einiiub Ansluhr von NOareu sowie ein Bcrzeichnis der ein-»>id aussulirverboteiien Ätztiren, Ausfuhrerleichterungeii. Ei»- iiud Ausfuhr im Lagerverkehr und das Gesetz zunr Schutz der deutsclieu 29are»alissiihr. Erlänteruiigeii. Hniioeise ans Anschristeli amilicher Stellen und dergleichen svivie Ueversichten und Beriveisiliigen ivürdeu de» Ueberblick über die i» ihr gegeveiien Beslimniuugeii erleichtern. Im Anhang sei das neue Kriegsgeräte. .gesetz mit der Bekaiiiitmachnng des Reichs- 'kvmmisiars. die'-Zweite Durchs,",hrungsverordnung z»m Gesetz. über die Dcvii'enpeunrtscliastnng. die Beraliutinachuiig vom 1-3. November l!<35 mit der Liste der den Beschränkungeii uiiterliegeiideii Eiufiihruuiumerii des statistischch Warenverzeichnisses, eine im „Reuhszollblatt" crsä>iei>c»e Ausstelliliig über die Aiisiiahmeii von den Absertigungsbeschränkiliigen. soioie ei» ^Verzeichnis, der llever-' ivachuiigsstklleii' mit ihren Anschristcn und Telephonnum-mern ausgenommen wvrden. Die von diesen bewirtsclMsteten ..Waren iverden lisle»- niäßig »ach Numttierii mit genauer Lllarcnbezeichiinng aliigesnhrt. Der Preis der Drticlschrift betrage 3tN>' 3.2>) zuzüglich RN> «>.30 Ber . saiidspesen. - Borvestellungcn ivürdeu vom E>ldicust für aintliche i>»d private. Haiidelsiialip richte» GtnbH, Berlin VV»9. Potsdamer Straße 10/11, entgcgeiigenominen. (Postscheck konlo Berlin 164 177.) .feit p, liabcn. Die Preise sollen si'ir alle am Holzinarkt Beteiligten einschliesilich der 'klerpraucher die Stetigkeit -und eine gesunde Viirtsth,rstSgestal» tung ermöglichen. Der Holzeinkaiis inr Auslaiidsolle hinsichtlich der Meitgen, Sorlei, und Preise, diszipliniert ersolw'.n. - .» Die Simson-^Verlce Die in.Suhl gelegenen Wasscn- und Fahrzeugiverke -..Simfon'L Eo." sind laut „ülölkischer Beoöachter" vis . zur endgültigen Durclstiihrnng iveiterer geplanter-Maßnahmen unter Aendernng der Firma in ..Bcrlin-Snhler llllafseii- »iid Fahrzeug werke" durch notarielle» Bertrag durch den Gauleiter und Rcichsstatthalter von Thüringen. Sanckel, überiivnimen ivorden. Es sei vorgesehen, die Werke i.m Rahmen einer gemeiiinützigen Stistiuig soriz»sül,re». Diese ^lislniig iverde der ' Reichsstatthalter gemeinsam mit dem Reichskriegs, in'iiiister dem- Führer und Reichskanzler zur Bersügnng stelle». Der Führer und Reichskanzler Halle dikfeu Plan llereits griindsätzlich genehinigt und den Gaiileiter und riteichsstatthalter mit dessen Ansarbeituiig lleaustragt. Bereits Anfang 1934 hatte die Faniili.e Siiiisv» die Blrrksleitiing einem »ativnalsozialislischcn Treuhänder durch . notarielle n Bertrag üllertrageii. nur die Nutzung' des Betriellsertrages bliell ihr vorllehnlten. R'iin scheide» die »ichlariscli'e» Inhaber auchtapitalinäßig. ans. ' . Umfassende Erhebung in der Holzwirtschaft Auf Anordnung des Reichs- »nid Prensiischen WirtschNstsminifters und im Einpernehmen mit dein Reichsforstmeiiter führt laut TageSprcsse das Llatistlsche Reichsaint^ für den I. Januar 193» eine limfastende Erhebung durch. Es solleii die g e s a m t e i, B v r r ä leb e v ',>9 i r t sch » f l an Sägeruiidholz. Blöcken. Stangen, Schivelleiihvlz, Grubenholz, Pnpierhvlzi sonstigem Schicht,,utzholz. Te.legrapheiista»gen. Nlasteii, Scl,»itthvlz (Bau- Holz. Bauware. Tischlcrivare). Faßdaube» und Sperrholz ermittelt iverden, die am Stichlag im Deutschen üleich lagern oder g'erirde versandt iverden. soweit sie sich nicht noch im Eigentinn der Forstverivaltniig bcsinden. Es sei ~ abgesehen davon, daß R i ch i ll e a n f >v o r I » „ g st r.a s - bar ist -- eiiie E h r c n p f l i ch t aller an der Erhebung beteiligte» Firmen der Judustrie und' des Holzhnudels, für eine eingehende Beantiovrlaiig und pünktliche Eiiisend»,ig deÄ il,nen Ende Dezember ziigehendeü Fragebogens Sorge zu tragen,' um eine schnelle Durchführuiig dieser im Nahmen der ivirtschastspvlitisck-en Maßnah»,e» der Rcichsregierung erforderlichen Feststcll.uiig zu -sichern. . . * Zu der im Lttober durch ein Rahmengesetz dem :>!eichsivrNineistcr übertragenen Anigalle einer Marktordnung, a irf .dein Gebiet der - F o r st ° und H v t z w i r t s ch a f t erschien laut Tagespreste iiy „Reichtzaiizeiger" eine nähere Begrüiidiing. Es werde hier ausdrücklich betont, daß ans die innere Wirtsck^stSfiihrniig der Forstbeirielle.durch die Marktordnung' nicht eingeivirkt iverden solle.- Einbezogen werbe ber Markt für Rohholz, für Schnittholz »iid sonstige Holzhalbware. Die Absatzregclung »verde sich zunächst auf die Befriedigung des öxtkick-en Bedarfs und im iveiteren ans den Aiisgleich zwischen Holzbedarssn,id Holzliberschußgebieten erstrecken. Tie Lager- Haltung, deren Regulierniig im Rahmen jeder Marktordnung die Boraussetzung für die Verwirklichnng eines bestimmten Preisshstems sei, solle criorderlicliensalls erleichtert) andererseits sollen Aiiiainmluiig von Ncbervorräten — eventliett durch Herausnahme aris dem Markte — vermieden »verdein Dafür müßte wohl noch — so heißt eS in der Mitteilling der Tagespreste weiter — eine beton- . dere Lrganisation nach der-Art der ReiclBstellen. wie sie -z. B. sür Getreide, Butter. Eier uiw. bestünden. geick-arsen werden. Wc-iter werde eine möglichst einheitlick)e Sortierung angestrebt, um vergleichbare Unterlagen für die ordnende Tätig. Eür den Einzelhandel Aus Grund des. E i » z e l l, a n d e l s s ch >, tz - g e i e tz e s hat ll. Dagesprene der Reichs- und preußische 2ö,clicl>aiismi»istcr - die Städte Altona und D o r 4 m ii ii d in Gemeindell e z i r ke aiisgeteill. I» Altona ivurden seckis Stadtteile, innerlialll. Dortiiiiiiid sü»s Berivaltungsllezirke zu? selllitäudigen Geiiieindebezirken im Sinne des Ei»zelha>,delssck»itzgeietzes erNärt. Dadurch ist jede Verlegung von Einzelhandelsgesckiästeii aus einem Geineindebezirk in einen anderen geiiehiiiiguugspslichtig geivorden. 3'ach dcr-vom 29erl>erat. allgemein vertretenen Aiissasiiing ist - - io lesen ivir im neuesten Heft 3,'r. 3.', 3» des ^Oirtschailsl'lalles der Industrie, und Handelslamilier zu Berlin auck> die '3t'c*r-r lluiig. die rin Wiederverkäuier in feine» Gesckiäftsrauiiien. im Scliauiensler oder au der Außenfront seines- Geschäftsraumes für die von ihm vertrielleiien Erzeugniise diirclisührl. als E i g e n io e rllu ii.g>.zu lelraclitcii. Die zr>indick>ast des Einzel- >,a»dlers faste diese 'Aöerbnng auch stess.als Bk'rviuig des Einzelliändlers auf Und iieliine an, daß der Einzelhändler die Erzeugnisse, für die.i» oder a» seinem Olcscliäftsranni besondere Werbung dnrchgesührt werde, ancki selllsl besonders empsellle. Eine derartige Ausfassung setze voraus, daß sür den Einzelhändler lediglicli seine objektive Beurteilung der Gute eines Erzeugnisses lind andererseitsseine eigenen, an deil Bertrieb der Erzeugnisse gelniiideneii Interessen dafür ansschlaggellend seien, oll er eine hesondere Werbung lliersur durehsulire. Es inusite als eine Daiisckinng der .Kiiiidscligst aiigeielieu loerde». ioenn der Händlvr seine Geschästsrännie oder die damit zufamiiienhäiigt'lideil Platze nielit «ins den geschilderten Erwägungen heraus zur Werbung-zur'-Verfügung' stelle, sondern die 2llerll»»g von der Bezahlung einer lles-onderen Get>ül>r der dke Er p'nguiste l>erstelleiidei, Uiilernet„iieii zur 'Vedingnng »lache. D-er 'ltsterberat stelle daher aus dein iStandpunkt, daß e ine Z a h l » n g v-v » v e r.ft t ller » an 29 i e d e r o e r k ä n s e r s » r die » n t e r ll r i ngiliig oller Verteilung von Werbem a 1 e r i a l u >> z » l ä s s i g j.e i.^ Der Hersteller iiiilernutze die Eige>»oerl'»ii«r des Eii,zell,ändlers scl,o» dadiircl,. daß er das 4>!.,terial kostenlos zilr Verfügung stelle. Gegen solches) Jurverfügnugstellen llestiindc» keine 'Bedenke,ol>e,ii» wie es .vilässig sei. das; das Herstelleriinternehmen Schaiisciisterdekorativnen oder2>uße»reklame durch seine l'liigcstelllcu oder duccl> dritte von ihm bezahlte Persviie» aiillriiigei, l.isje. Es liepeute aber eine Verkennung ber Funktion des Ein.zelhändlers, ioenn aiigenvlliiiieii iverde, daß diesem für die Werbung-, eine besondere 2>erg>itniig angeboten iverde» dürfe, und is,m dadurch die Stellung eines Werbers beigeinesseii werde. Weihnachtsgratifikationr Mit Rücksicht aus den Erlaß des Reick-sfiiianzniiunlers, wonach .einmalige Ju>>>endu»geil zn 29eil>nacl>len von der Eiiikomiiie»- >>»d Sä)enkiiiigsstener unter l'estimmleii Varaiissetznngen befreit sinb. hat die V> i r t s ,h a s l s g r u p p e „E i n z e l h a » d e t" beim Reichs- und preupi- - scheu - Arbeitsiliiiiister angeiragt. «>b eine gleiche Regelnng auch sür bas G e b i e i d e r Sozialv e r s i'ch e r u n a iiköglick) n»re. ,)u seinem Bescl>eid loeise lt. Tagespreise der Minister darauf hin, daß iiael, gelte» dem Recl,l 20eih»achtsgratisiklitionen als Entgelt aiiziiseheii und bei der 2iemestiliig der Beiträge »nd Leistungen zur Cozialvernclierung zn berncksichtigen seien. Die Freistellung der Weil>.uach>sgr<il,sikation von der " Steuer bilde keinen Anlaß,-, sie auch bei der Berecl>ii»ng der Sozialveksichrruiigsabgabe» unberücksichtigt zu lassen. Der Minister kündige jedocl, eine Priiiuug an. im Rak>me» notwendig »'erdender Gesetzesoeränderiinge» auch die betresseiide» 'Korscliriileil' der Uikichsnersicheriiiigsv''diiiing und des '.!lnge>lelltem>er>ick»«'r>iiigsgesetzes in geivistem Ilmsaiige zu ändern seien. Kein ^.rheitsbuch für Aushilfs- kräfte Seit der Einstellung zaljlrricher H i l s s- . k r ,»s t e i m Ein z e l l, a n d e 1 für dag Weihnachtsgeschäft nt iviede'rhvlt die Frage „ufgetaucht. ob es in jedem Fall erforderlich ist, für derartige '.'lushilsskräfle A r e i l -? t> i, ch e r auszustellen. Auf entsprechende Anfrage.der Wirtschaftsgruppe „Einzelhandel" hat laut .'age-r-prelle der Präsident der 3leicl>sai>i'tolt milgetei'It/daß auf Grund de?-l der Anordnuiig vom >8.'Mai Periviien. die sonst llerukSiiiäßig LoWär'sikkk nick,t l>errich>eii. für gelegentliche kurzfristige. Tieiistlc-istungcii kein Arbeitsbuch erhalten. Bon der Pflicht zur Aus- A'telluiig eines Arbeitsbuches seien also nur Per- ' svnen ausgenommen^ die im allgemeinen nicht als Arbeiter oder Angestellte lleichäfligt feien. In Zweifelsfällen hätten die Ärlieitsämter zu enticheibeii. vis F. W. J. Ti« Pressestelle der Reich, tn Deutschland tetlt mit: Nachdem sich die Vvrausfetznngei, deutlicher übersehe» laste»,, unter denen die F. W. I. ben ihr gestellten Ausgaben gerecht werden kann, ist Tr Georg Strauß. Berlin, in die Geschäftsführung der F. W. I. berufen worden. Friedrich Borchardi tritt gleichzeitig aus der Gcschästssühriinq in den Aussichtsrat ber Ge-