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Central-Verein-Zeitung · 1935-12-24 · 52 (24.12.1935) · page 8

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
52 (24.12.1935)
Date
1935-12-24
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Jüdisches heben— jüdischer Geist Dr. S. Adler: „Die Arbeit der Agudas Jisroel in Erez Israel.“ ■.(yvr? . bnt hic ä'prlinrc C^viunirn drr Agiidas ,\iin>f( i'miicmlitrt [)abrn, rrfcv.ii'rtc -ctiibicimit Tr. c.-S M r c <rfvanfnirt «nn 'J.I(iim), t>ri:. .fu-1) lm'r ■ M.iiounn': ui ouiiiolialti'n .holtc,- nbcr .,.<Sd)iiipro(i[cim’ tu (vro; „iirac-l". J n ■> ihmia frll'i't fant da Ihm in seiner >5pr^iaJilaf aHm'U’mi* nicht vnlif;ur (''H'italtuiui; Tr. '.’IMi'r g,il> viel meh r a llgeineiiie Beobaclitiuigeii und :WnCinnfe nm'dCT, die >ich chmiptsächUch imf. velijimiev Iciigcn bezogen, ' ivobet' er - die -Virbr11 •der Vlciuda-? A\iiveel in (nr,; Israel, iimuilU il>re Sllinleii als and) ihre .\ltblni;nn, ci-iifldjciid würdigte. Teiln die Probleme der Scliule können viieiibar nur aus der allgemeinen religiösen Vage Ijerait* i'ertfaitdnt »uerden. Die,, agugistiiilieii Kibbuzim geniesten in der STrifnifiirljfrii: grofteS '.'Infehen. Ter anndiitijelje Arbeiter itejic den anderen gegenüber in keiner Weise znriiek. Slliwer sei cs jedoch, muH Harter klnverlicher Arbeit, abends iwd> Energie für jüdisch geistige^Arbeit. für Tenach und Talmud, ansznbringen. Ader der großen Bedeutung dieser. jüdischen Ainltiiravlu'it ist fiel) ein jeder bewußt, und man.ist darnin mit eisernem Willen bemüht, sie srndltd^- gestalten. Ter iUedner iprad) . iider da-3 Schnlwerk der Agndas jisroel, über die EliaurewScljnte in Jerusalem, die sieh in letzter it stark vergrößert hat. und geigte kurz den llntersclsied zivisci,en den misraehistisehe» »nd. agndislisehen ^dinlni aiis. insbesondere ihre Ttet- Imig ginn alten Iiichmo. Tiejenigen Mensiheii. die sieh von der iheligio» getrennt, haben. verspüren. wie Tr.. Vldler beobachtete,. bei sich mit der .seit eine geistige Veere. Charakteristisch sei das Bekenntnis einer jungen Mutter dem ütedner gegenüber: ..Wir sind zwar nicht religiös, aber , meine.minder fallen,einmal eine orthodoxe Schnlc besnetien ..." Tas agndistifif)c Werk in' Erez 'viirael tverde Wann und wo finden Sie Rat? lianil Smir Maarhriiekr n ::s. T--ii-,iiinii ll<‘K!i..\a!««ail null Ilt'NM'H ln> iMcij.ay. 17 Jflngdehurg f(>--1 *) l’hr T^i^phria* Leipzig SlUb«rgs.ra» 7. parirrre. düng l'iks.Pb m isehf>T Anmnl- IN einigen fahren einen e n t s et, e i d e n d e n (3>nilnsj ans den Gesainiiischniv ansnden. Heute lamme es zunächst, daraus an, das; die-L-rthadarie sich in Palästina Positionen schafft und den anderen und der gangen Knttiirwelt geigte wie ein Veden geführt'wird, das; sich einzig und allein . ans dem di a t t e s g e s c tz anfbaut. und wie ein -Balk all die ssragen, mit, denen die .Atenschheit nicht fertig zn werden glandt ,nach diesem ewigen Gesetz regelt. Liexlried tivllor. - : . Herbert Sonn: Der We g unserer Jugend 'Tie Berliner di nippen der* A g n da Z I r-5 > r u c Maden ,pi einem gut besuchten Bortragsabend ,n die Aula der Schute Lieginnndshvf, der dem Lehrer Herbert ,S o nn (•'paiderftadt) über das Zl'cmä „Ter Weg nuferer Jugend" sprach. Ter Redner fehle sich in .der Hauptsache mi< den aktuellen Prablcmen der gesehestrenen Ingenddewegnng und Ingcnderzichnng auseinander. — .Tie Erziehung der jüdischen Jugend, sd führte ern. a. aus. Müsse sich nach, den ewigen Maßstäben des jüdischen Balles ansrichten, und die Jugend zu den Quellen des Judentums führen, au denen allein sie sich über die ^dec und.Sinngednng des I n dentn ms a r i e n t i e r e n l a n n e n. - Tie dentsch-jüdische Lrthvdvrie sei im vergangenen Jahrhundert nie ans ihren vier Ellen heransgetreten und sa ins Hintertressen geraten. Heute bewegt uns das Problem der Beziehung zur geistigen Umwelt. In jeder Kultur zeige sich da4 --Ewige und das Zeitliche. Mit den e w i gen Ideen der ümweltslnltnren müssen wir uns anseinander- .sehen, weil es keine geistige Autarkie eines Balken geben könne. Eine Synthese müsse geschaffen werden zwisclie» diesen ewigen Ideen der Kulturen anderer Baller und der Thora. Tie Idee des Ehalnstnins bedeute das Bereitsein, für das jüdisclie Ball im Geiste der Thara zu wirke». TaS sehe natürlich eine gut snndierte.jüdisch-geistige Ans-' bildnng daraus,wie sie vom agndistischen Ehalnzimbund „Paar Agndathi" gefordert wird. ' s 8.6. Dr. Hanna Katz: „Moderne Probleme der Staatsangehörigkeit.“ Tie Bezirksgrnppen Eharlottenbnrg und ^chöneberg des Jüdischen Iranenbnndes veranstalteten am >7. Dezember lüü.i einen Bartragsabend im Kliibheim Marburger Strafte 5. Nachdenl Iran dintmann über die vielseitigen, insdejandere ans der Regelung der Hansaugestelltensrage sich ergebenden neuen Ausgaben und Arbeiten des Jüdischen Frauenbundes berichtet batte, hielt Rechtsanwalt Dr. Hanna K a tz einen Bartrag über daS Thema „Moderne Probleme der Staatsangehörigkeit". Die .Vortragende erläuterte zunächst gemeinverständlich die «us dem Geseh Pcmt.l-i. September 19-io und der ersten Ausiühriingsverardnnng sich ergebende Reurege- Iilng der ' Reichsbürgerschast imd der Staatsangehörigkeit: im zweiten Teil ihres Referats erörterte sie die rechtlich teilweise sehr schwierige Irage, welche Staatsangehdrigkeit eine Iran erhalt bzw. verliert, iveiin sie rn einem fremden Vande eincn Mann heiratet, - der eine andere - Staatsangehvrigleit besiht. Die Inllc der Zweifelsfragen konnte un Rahmen dieses-Bortraaes. nicht behandelt, sondern nur Beispiele gebracht-u-nü de- : besonders darauf hingewiesen werden, das; iich eine Iran vor-Eingehung einer (she im Ausland mit ..einem Ausländer sich vergewissern miisjc. ad sie. Nicht gar - - und das ist"dib grvpte dieiahr ^-'ihce. bisherige Staatsangehörigkeit verliert und f e r it e neue erwirbt, sondern staateulos wird. - 6«. Der Deutsch-jüdische Kreis im C. V.. Homburg, brachte im letzt«; Biertel)ahr ein vielseitiges und anregendes Arbeitsprogramm. An indisch religiösen Stoffen wurde von Rabbiner Dr. I. R o t« den das Problem des Leids in seinsinniger Weise erörtert. Lberrabbiner. Tr. I. C a r l e d a ch behandelte iu seinem Bortrag Eiedankeiigänge der hohen Ieiertage. Eine Einsnhrung in jüdische Eeschichte (Elbogen) brachte Dri B c i s: Palästina schilderte Rabbiner Dr. Italiener in seiner sehr anschaulichen Bortragsweise, und an einem zweiten Abend gab er Reiseeiudrücke von Aegypten. Henry E h a s s e l sprach über Auswanderungs- . - möglichkefteii. vor allem in auftereüropäische Länder. Ans/d'em weiten Arbeitsgebiet unserer jüdischen Gemeinde -referierte Blanka Weift über „Jüdische ' Iamilienforschnng". An mehreren Abenden wurden einzelne jüdische. Persönlichkeiten, die sich durch Leistungen ans verschiedenen Gebieten Berdienste erworben haben. ' behandelt: Syndikus Dr. Gr un s seid sprach über „Das Leben Emin Paschas", des jüdischen Afrikaforschers, und an einem weiteren Abend über „Benjamin Disraeli". den englischen Staatsmann; . Julian L e h m a n n schilderte in einem sehr lebendigen Bortrag den „Aufstieg des HauseS Rothschild"*. Aus dem Gebiet der Kunst und Literatur, tvurden „Thomas Manns jüdische Gestalten in seinen Werken" von Luise Frank behandelt. In Ergänzung hierzu brächte Senta Meyer an einem Rezitationsabend einige ansgewählte Kapitel 'ans Älänns Ivsephsgeschichten. "Unter dem Thema ..Wie der Arzt seine Umwelt sieht" erzählte Tr. Helmuth Nathan von seinen kiinstlerischen Versuchen auf den Gebieten der Zeichenkunst, der Malerei, der Plastik. Ein Kammermusik-Abend des Hall e » st e t n - T r i o s fand viel Beifall und vervollständigte auch nach dieser Seite das Programm. S.M. Im Jüdischen Lehrhaus Berlin hat sich ein Arbeitskreis für jüdische Musik gebildet, dem fast nur Leute „vom Ban" angehören. Der ersle Abend wurde von Willy Frey (Biolinet und Leo Taub mann (Klävierl mit einer famos gespielten Suite op. 27 von Karol Rathaus eingeleitet. Das Eröffnungsreferat hielt Tr. Stefan Kayser. sehr formgewandt, geistvoll und gedankenreich und auch im ganzen und im einzelnen anfechtbar genug, um die gewünschte leb- KALENDER Jan. 1936 Teweth 5696 «.Sonnabend 9. MCochenabschmtt: Vajiggasch 1. B. M. 44,i^47,->7 Haftara :.Ez. 37, 5. Sonntag ' 10. ,10. Tebeth (Fasten) ‘ 7. Dienstag 12. Tckulas Tebeth ■: 11. Sonnabend 16. Woebenabschnitt: Wajechi 1. B. M. 47>-50,*i. Hahara: -.1 Kön. 2,1-12 18. Sonnabend 23^.Wochenabschmtt: Schemauss 2. B. M. l.i -6,1 Hattara: Jes. 27,6-28,"; < 29,22-23 Neumondsweihe 23. Donnerstag 28. Jaum Kippur Kotoa; SchewatS696 25. Sonnabend 1. Rausch Chaudesch Wochenabschnitt: Woer* 2. B. M. 62- 9,35 Haftara :. Ez 28,25-29,21 fyiitc Diskussion auszulösen. Hier fehlte diesmal der leitende Kopf, der die Richtung wies, und so war das Beobachten des Ätenschlich-Persönlichen. der verschiedenen Temperamente, fast ergiebiger als das sachliche Resultat. Da sprach der Aesthet und Gefühlsmensch (Arno Nadel», der—Systematiker und Historiker (Tr. Lskar G u 11 m a n n), der Impulsive (Ehemja Wina wer», der Praktiker (Leo Kopf). Immerhin wurde der Abend von den unmittelbar Beteiligten als anregend und wertvoll empfunden, und zuguterletzt wurde auch ein ungefährer Arbeitsplan festgesetzt, L. A. Ta-s seit dem Ableben von Rabbiner Dr. - de Haas verwaiste Landesrabbineramt Lldenburg ist nunmehr wieder besetzt worden. Zum Landesrabbiner von Lldenburg ist Rabbiner Dr. Herbst aus Düsseldorf berufen worden. Schwarz in München. Tas Rcstanrant Schwarz in München feiert am 1. Jannar sein 2.ijähriges Bestehen. Schwarz gehört längst der Alünchener Geschichte an: nicht nur wegen seiner weithin berühmten Küche, die ausgepichte Gvurmands schon veranlasst hat, Italienreisen sür ein paar Munden ., ,st> unterbrechen, nur um bei Schwarz zu'Abend essen zu zu können, sondern auch deshalb, weil dort durch Jahre hindurch der Trcsspunkt der bekanntesten Alünchencr Künstler und Schriftsteller gewesen war. Oeute haben sich die Zeiten geändert, aber die Funktion, die Schwarz aussüllt. ist nicht minder bedeistsam. Sein Betrieb, die einzige größere jüdische . Gaststätte in München, ist ein lebenswichtiger Bestandteil der Münchener Gemeinde geworden. Wir wünschen dem rührigen Inhaber noch lange Jahre gedeihlichen Wirkens. Ca,. 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