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Central-Verein-Zeitung · 1935-12-12 · 50 (12.12.1935) · page 2

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
50 (12.12.1935)
Date
1935-12-12
Page
– (sequence 2)
Language
German
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6 Werner Seelig-Basa Fotos (0) Herbert Sonnenfeld in Berlin in der StaatZoPer, in den Philyarmvuischen Konzerten, in der Fnnk-Stunde hören können. Er hatte stets Programme znsanunengestellt, die.ganz Altes nusgrnven nnd ganz Neuem den Weg zu ebnen suchten. Bor einem Znyr hat Edvrad Moritz sich in Hamburg ein Orchester zusammengestellt. mit dem er zweimal im Monat Konzerte gibt. Ganz romantisch - deutsch bleibt der Klang der - Ainsik Gerhard Gvldschlag s. Wer sich mit Gerhard Gvldschlag nur fi'nif Minuten ^lnterlstilt. tveiß, tveshalb. Gvldschlag meint selbst ironisch, „vielleicht bin ich 80 Jahre zu spät geboren", aber das Bewußtsein trägt ihn, das; „Notzeiten gefühlsbetonte Zeiten" sind. Zeigt holt er seine über ‘JUO Lieder hervor — Gvldschlag schreibt nur Lieder, was sollte ein wahrhaftiger Nomantiker auchanderes schreiben als Lieder? —, die er seit Zähren aus innerem Erleben hat schreiben müssen. Sie. lagen fast ungesnngen im Schreitisch und warteten aus eine Zeit, in der inan sie wieder verstehen würde. Jetzt holt er sie hervor, und die Blenscheu singen sie und freuen sich an den ilnkomplizierten Melodien dieser echten Lyrik. Ganz „un"-romantisch und „un"-lyrisch scheint auf den ersten Blick Berthold G v l d s chm i d t Zn sein. Die, die in Schubfächern räumen wollen, haben bei ihm gleich das Wort ..atonal" bei der Hand oder „Schönberg-Schule" oder was es sonst noch für bösartige Schimpfworte für das gibt, was modern ist. Aber esGwill keine Beschriftung so richtig passen. - ES ist eine Atvnalität, die sich doä, die Schönheit der führenden Melodie wahrt, es ist wvyl die hohe Schule des Schöndergschen Kontrapunktes — aber doch nicht ein A'ebeneinander vo.n stimmen, sondern ein llebereinander von .Klängen. Die internationale Oesfentlichkeit. die seine Kammermusik nnd Orchesterwerke in vielen deutschen Städten nnd hrundsunksendern, in England, Schweden, in der Schweiz, in der Tschechostowakei, in Spanien, in Amerika aufgeführt hat nnd weiter ansführt, hat schon längst be- Winterhilfe-Kundgebung in Breslau Zn der überfüllten bleuen Svitagoge in Breslau fand im Rahmen eines Gemeindeabends eine Kundgebung der Jüdischen Winterhrlfe statt, in. deren Mittelpunkt die Ansprachen des Gemeindevorsttzenden Stadtrar D. L e ß und desGemeinderabblners Tr. Hermann V o g e l st e i n standen. Stadtrat Leß begann seine Ausführungen mit einem Appell au die Kräfte der jüdischen '(tzemeinschaft, die sich bei dem jungen Werk der Winterhilfe nu-fa; Reue zu bewahren haben. Die Breslauer Jüdische Winterhilfe unterhalte eine Kleiderhalle und eine Lebensmittelalisgabeftelle und betreue rund 4d0l HilfsbÄlürftige. Mit einem warmen Tank an dic vielen freiwilligen Heiser verband der Redner die dringende Mahnung Zur Bereitstellung weiteret , Mittel. — Gemeinderabbiner Tr. Bvgelstein appellierte an die Wachhaltung der ethischen Kräfte des Judentums ugd an die Pflicht zur rechten Lebens Haltung und betonte die jüdische Auffassung, das Helsen religiöses Gebot sei. — Tie Ansprache! wurden durch musikalische Darbietungen umrahmt. Organist Erich Schüsse r leitete den Abend nnl dem meisterhaft vorgeträgenen Lrgelpräludiun von Cösar Franck ein. Ter Synagogenchor unte: Leitung von Heinrich Markt sang straff diszi plinicrt und musikalisch sicher Chöre von Weintraul und Haydn. Als Gast stellte Julius Peissachow lisch (Berlin) in einer Arie aus „Elias" um im Klagelied des Jeremias aus Hilters „Tie Zer stvrung Jerusalems" seinen warmen voluminöse! Bariton mit künstlerischer Eindringlichkeit zur Verfügung. Schw. BeHiner jüdische Ulinterhilfe Lichter Nachmittag im Gotteshaus der Jüdi schen Resormgemeinde. Zohannisstraße 16, au Sonntag, 15^ Dezember. 17 Uhr, int Rahmen de. Veranstaltungen für' die jüdische Winterhilfe. Don den Psalmen. Mitwirkende: Susanne Lvwenftnin 'Richard .Dresdner (Tenor), Kurt ZU ah ine r (Basil..Einleitende und verbindende Worte: Rabbiner Tr. Benno Gottjchalk. Rezitation: Rose Lichtenstein. -Chor der Indischen- Refvrmgemcinde. Leitlliig: Tr.'Schildberger. Orgel: Karl- Staber-, nack. Eintrittskarten zum Preise von 2 —-RNl durch das Büro der Indischen hlcforzngemeinde, X- -21,. Iohailnisstraße 10, Postscheckkonto -0134, Berlin. $fu4tdfpende tout, daß hier einer mit vielem Können arbeitet. auf den man achten muß. Goldschmidt ist erst 32 Jahre, und doch rechnet jedes Tonkünstlerfest mit einem Werk von ihm/ mit einer Kammermusik für Klavier allein oder für Klavier, Streicher und Bläser oder mit einem seiner Orchesterwerke, von denen Konzerte, Ouvertüren, Suiten auch in den Philharmonischen Konzerten der Berliner Staatsoper und dos Berliner Rundfunks zu hören waren. Seine Oper „Der gewaltige Hahnrei" wurde unter Generalmusikdirektor Rosenstock im Mannheimer Nationaltheater uraufgesührt uui bic Zeit, als Berthold Goldschmidt mit seinem Orchester, das er.aus arbeitslosen Musikern znsammengestellt hatte, in der Berliner Funk-Stunde musizierte. Daneben hat man noch einen jungen-1 Schüler Hindemiths zu beobachten, Bern- ■ h ard Heide n , der fast ausschließlich > Kammermusiker ist. Die Opus-Zahl ist noch . nicht hoch) aber sie ergab doch schon vor seiner Abreise nach Amerika einen eigenen Kompositionsabend in Berlin. Und dann gibt es noch einen, der gar nicht so offiziell zu den Komponisten gezählt werden will: W er ne r S e e l i g - B ä ß. Er will in erster Linie der Dirigent bleiben, der er 1930 bis 1933 am Kasseler Staatsthcater gewesen ist. 1933 ist er nur „vorläufig" zur Oboe zurückgekehrt -sseit 15 Jahren spielt er sie aus Liebhaberei — und wurde dadurch unentbehrlich für das Berliner Kulturbund-Orchester. Ab und zu dirigiert er jetzt Schallplatten bei ZLukraphon", begleitet Marion Koegel und bearbeitet ihr Repertoire, instrumentiert und arrangiert fremde Werke) komponieren? „Nur ganz selten", meint er lächelnd. Aber dann wird es eine Musik, die ein Raffinement an Instrumentation ist, Klangwirkungen, die eben nnr die tägliche Erfahrung mit dem -Orchester äuslösen kann. . Es wäre-ihnen allen zmd uns schlecht gedient, wollte man sie gegeneinander abwicgen, wir haben wohl noch kaum das Recht dazu. Aber wir haben heute die verstärkte Pflicht, sie zu hören: i h n e n ein Publikum zu werden, u n s neue Werke zu suchen. Diese Pflicht erfüllt sich nicht mit einem Warten ans irgendeine Orchester- oder Opern-Aufsührung. 'Kammermusikwerke und Lieder gehören ins Haus. Das meiste liegt ja gedruckt vor. und was noch Mauskript ist. sollten jüdische Berlage drucken und uns vermitteln. Aber nicht richten und nicht fordern wollen, sondern wachsen , lassen! sparsam zu sehen und uns sogenannte Pointen ganz zu verzichlen. Die Rezitationen wurden durch einige biblische Gesänge von Händel, Friedemann Bach und Dvorak umrahmt. die Susanne Lv tuen sie in ausdrucksvoll zu Gehör brachte. . Eine Stunde gemächlicher Heiterkeit verschaffte Alfred A n e r b a ch . indem er „Heiteres und .Beschauliches ans Sndde.ntieliland" erzählte. Wie sein grünerer 'Namensvetter Berthold Anerbach, an den ihn auch verivandtickiaitlickie Beziehungen binden, beringt der bescheidenere Nachfahre über einen offenbar mwerwüsttichen Optimismus sowie über die Gabe, rasch zu'erwärmen — Eigenschaften. die mau dem einst vietgelese'ncn Verfasser der .Selnvarzwälder Dorfgeschichten" in einer eindringlichen Eharakterislik nachgernhmt hat. . Jedenfalls wurde das Publikum, bei den. 'süddeutschen Erinnerungen, mit denen 'der Bor- V ~Z Alfred Auerbach tragende das Bild des großen Schwarzwälder Erzählers ganz ünsentimental umkränzte, in eine behaglich-frohe Stimmung versetzt, die sich noch erheblich steigerte, als das schwäbische Dorf in einigen genrebildlichen Gestalten mit unverfälschtem lokalen Dialekt zu sprechen begann. Alfred Auerbach ist ein ebenso kluger wie scharfer Beobachter mit. der unverkennbaren Freude am Kleinen, am Bedeutungslosen, am scheinbar Unwesentlichen, eine anspruchslos kontemplative Natur, die sich nicht das Mäntelchen eines eitlen, stacheligen Philosophen umhängt, sondern den Menschen und Dingen seiner nächsten Umgebung eine sanfte, liebevvU-heitere. von keines Gedankens Blässe angekränkelte Betrachtung zuwendet. Innerhalb dieser Grenzen wird der schlichte Zeichner idylli- .scher Miniaturen, stets. eine willige Gefolgschaft finden. Julius Bab crössnete einen Zhklus von Vorträgen über das religiöse Drama der neuen Zeit mit einer'Betrachtung des Goctheschen „Faust". In großen Zügen gab Bab einen Abriß der äliße-' ren Entstehungsgeschichte vom jugendlich-titanischen „Urfaust" bis zu dein mächtigen, erst knkz vor Goethes Tode, vollendeten Dombau des zwei- ten Teiles, legte das innere Wachstum der Fanst- - Handlung dar und berührte in diesem Zusammen- , Hang' auch die besonderen Anklänge an jüdischbiblische Mvtivc: an das „Büch Hiob", dem der „Prolog im Himmel". stofflich nachgebildet, sowie ' an das 1. Buch der Könige, dessen 19. Kapitel dem Dichter für den Hvmnengesang der drei Erzengel im himmlischen Prolog Farbe nnd Atelodie gegeben hat. Unerwähnt ließ Bäb die höchst bedentungsvolle. von Kon.rad Burdach in einer meislerbaiten Studie nachgewiesene Einivirknng Tct Gestalt Moses auf Faust, eine Beziehung, die vor allem in der Szene der Grablegung am Schluß des zweiten Teiles deutlich erkennbar wird. Der Vortrag fand einen lebhaft interessierten Hörerkreis. Ist zum Ruhme Ludwig Hardts noch etwas Neues zu sagen? Tie meisten 'kennen ihn. und auch an -dieser Stelle ist über den Persönlichkeitsreiz seiner einzigartigen Vortragskumt--^"'^' "holt berichtet worden.' Gf ~ Berliner Abend, an dem er das bekannte Programm: „Theater. Variete. Zirkus in Dichtung, Anekdoten und Späßen" abrollen ließ, wieder glänzend in Form, 'erschütterte mit dem geistigmimisch und sprachlich unnachahmbaren Vortrag von Franz Kafkas Bericht..eines Mensch gewordenen Darietöafsen. iänftigte mit der aufs feinste abgetönten Wiedergabe einer IRovelle von Ntaupassan't und der von leiser Innigkeit erfüllten Vvrlesling einer kleinen Brieigeschichte von Matthias Ekaudrns, um das Publikum znm Schluß mit einem heiteren Tramvlett von Christian Morgenstern und mit seiner „'Spezialnummer", 'den über eine phantasielose Imitation weit hinausgreifenden, köstlichen Schauspielerpörtraits, einem unbändigen Gelächter preiszugeben. , 8. L. Marionettenspiele in Köln Kunst zur Nachahmung, nnd. sanfte Ironie, der immer mene Reiz komiicheu Ernstes nnd verspielter Kritik, alles,'.-was bas Puppenspiel zu einer so zauberhaften Spiegelung menschlichen Lebens werden' läßt: iiie averden diese Tinge ihren oft verdeckt zutage tretenden Sinn, nie ihr Publikum' verlieren.' Deshalb 'ist der Versuch zu begrüßen, den die I ü d i s ch e K lt n st gemeinschast K ö l n nicht -ohne beträchtlichen Einsatz . ideeller und materieller Mittel unternommen hat. „Die Zaubergeige" von Poeei. mit dem das Ilnternchmen zuerst an.die Oeffcntlichkeit trat, hat dem Ntarivnettenthcatcr denn auch einen namhaften Kreis großer und kleiner Freunde gewonnen. . Zn Flora Zvhlinger stand der Kunstgemeinschast eine Persönlichkeit zur Verfügung, die mit Hingabe und Geschick ihre ''lufgabe anzuvacken sonnte.- Die 'technische Grundlage, der Entwurf der Bühne,- ist ihr- Werk, und die künstlerische Ausstattung der Bühne, die Szcnenbilder und die Kostümierlmg der Puppen dürsten ihrer persönlichen Neigung, zu künstlerischer Gestaltung sehr entgegengekommen sein. Flora Zöhlingers Schiilerkreis hat ebenfalls Anteil an dem Beifall nnd an dem Lachen, das aus dem Znichanerranm kam: in vielen?tachmittagsstund.en hatten etwa zehn Kinder die Puppentopfe gemalt. Ansstat- ' >sgegcnstände;ze'chnittcn und geklebt. ES gab Zseliseh« Wintsrhilks 1. Veranstaltung: Shnagoge Ltndensiraße am 1Ü Dezember. 20 Uhr. Alckwirkendc: Paul B l u m e nfetd, Greta Fried mann, Martha Frost, Helene L a ch m a n s k i - S ch a u l, Alexander W eins b a u m. Alfred 2Ü i t t e n b e r g. Ansprachen: Heinrich T t a h t, Mar G u n d.er s h e i m. 2. Veranstaltung: Kindernachmittag am 10. Dezember im Cafe Leon.' Mitwirtendce Camilla Tpira, Erna Klein. Edith Ja n se n, Eva M ü n; e i; Orchester deS zweiten - Waisenhauses ^Pankow. ' 3°. .Veranstaltung: Bunter Abend am 16. Dezember, 20 Uhr. im Ga?« Leon. Mitwirkende:- Willi Maschke (William Berner)- sagt an, Gerhard Gottschalk, Etst Oes;,- Bumv llleu-mann -'L Sohn, Margarete -K i .r sch n e r. Laura. P c l t e? s o h ii. Jenny Schwers c’n z, Walter L t e i n e r, Siegbert Steinfcld. Am Flügel: Greta- Friedman n, Gustav Sabel. Karten für Hilfsbedürftige unentgeltlich beim Wohlfahrtsamt Bezirk Ehartvttenburg, Bleibtrcustraße 2, Winterhilfswerk Eharlottcnburg, Pestalozzistratze 14—15. ... Am Sonnabend, 14. Tezeinber, 20.15 Uhr. siiidet im Altersheim Schmargendorf, Berkacr Strgße 33 35 (Festsaal), ein Konzert statt, dessen Reinertrag zugunsten der Jüdischen Winterhilfe geht. Telephonische Kartenbestellungen: (1 3 Lichterselde 6228. Aus den Familien Oscar Julius Stern (Berlin) . feierte am 11. Dezember seinen 80. Geburtstag. — Frau Rosalie Czempin .geb. Bergmann (Berliii) 'eiert am 20. Dezember ihren 80. Geburtstag. — In Leobschütz haben die Mitglieder des Eentral-Pereins M. Freh das goldene Jubiläümsabzeichen für 50jährige treue Atitgliedschaft im Deutschen Reichskriegerbund „Kyffhäuser" und Tr. m«l. Harry Müller daS silberne JubiläumSabzcichen für 25jährige Mitgliedschaft erhalten. — Sanitätsrat Tr. Bruno B v e h m (Berlin-Schöneberg) begeht am 16: Dezember sein 50jähriges Arztjubiläum. — Lehrer H. Junger (Krossen a. d. Oder) beging am I. Dezember sein 25jähriges Amts- und lOjähriges Ortsjubiläum als Kantor, Prediger, Lehrer und Seelsorger. In-der Synagoge fand anschließend an den Freitagabend-Gottesdienst ein Festakt statt, bei dem der Vorsteher, Herr Drucker, als Vertreter der Gemeinde die Dienste des Beamten würdigte.,! — Am 1. Dezember beging Fräule.in Krüger ihr 50jähriges Jubiläum als Wirtschafterin im Haushalt von Frau Lehmann. Berlin-Grunewald. — Jonas Schloß (Langen), der langjährige und verdiente Vertrauensmann des E.-V., ist gestorben. — I. Pionkowsk i, der langjährige Kantor der Gemeinde Waldenberg (Mm.), starb am 6. Tezeinber. Justizrat Dr. Ernst Schlesinger, Berlin, feiert am 12. Dezember seinen 70. Geburtstag. Justizrat Schlesinger war 25 Jahre' Syndikus der Bühnengenossenschaft und der Aütoren-Gesellschaft und hat seinenwertvollen Rat auch dem . Eentral-Verein stets bereitwillig zur Verfügung gestellt. Wir gratulieren Justizrat Schlesinger, den wir auch zu den gelegentlichen Mitarbeitern unserer Zeitung zählen dürfen, herzlich. ilauptgsscdöstsstsllsr Berlin W15 Emser Str. 42. J 2 Oliva 8141 -45 erteilt Hüi intd Auskuuil in seiner Montag, Freitag von 12—14 Uhr viel Heiterkeit und Buntheit in dem Spiel vom' Kasperl, der nach der Zaubergeige alle, sogar den König, tanzen lassen kann. Es machte sich günstig bemerkbar, daß sich unter den Künstlern, die hinter der Szene arbeiteten, eine Fachkraft für Puppenspiel befand: Fanny Meyer, die Jahre hindurch bei den Kvlner Puppenspielen tätig war. Auch Fräulein M e r E e I hat sich ausgezeichnet bewährt, während die anderen Sprecher durch den Zwangzu doppelter Kvnzentration (ans Sprechen und Puppenführung) noch ettvas behindert waren. Wie wir hören, ist bereits ein neuer Abend in Vorbereitung. Man wünscht der jungen, aber aus-- bausähigen Unternehmung den Erfolg, der es gestattet. auch auderen Städten das Puppenspiel vorzuführen und diesem selbst den ihmPvon alters her zustehenden Charakter des Wundertheaters zu geben. L. S. t ritz Lecimer Fot. Herbert Sonnen fehl vom Berliner Kulturbund wurde soeben als Solist für ein int Januar unter Leitung von Erich Kleiber stattfindendes Philharmonisches Konzert nach Brüssel verpflichtet, sowie an den Luxemburger Sender für einen Schubert-Abend und ein Orchesterkonzert.

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