Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 48 (28.11.1935)
- Date
- 1935-11-28
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
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wandelt. Insbcsoil.dere die Auswandcrungsfragc ist aus einem . Gesiiinnngs- . Problem zu einem Gegenstand mrchterner Betrachtung und drängender Sorge, vor allein für die jüngere Generation, geworden. Je schärfer wir Panilstiminnngen verurteilen, in denen unersetzliche Werte verantwortungslos vertan werden, ohne daß damit iür die.Dauer einzelnen Inden oder gar der indischen Gemeinschaft ein Dienst erwiesen. wird/ um so deutlicher müssen wir uns die Umstände bewußt machen, die eine Entlastung unserer /Lage innerhalb der GrRizen Deutschlands durch Verminderung der Zahl.unserer Menschen nahelegen. Wir wollen dabei die unwägbaren Werte nicht aufzählen, die'bei der Aufstellung der Schlnßbilan; über Bleiben oder Gehen mit» unter ganz überraschend zur Abänderung schon gefaßter Entschlüsse führen. Wir wollen und dürfen in heutiger Zeit nicht sentimental werden, aber wir wissen, daß vielen unseres Kreises, die der Entschluß nach draußen führt, von allem Wirtschaftlichen abgesehen, nichts erspart bleiben wird, nicht die Schmerzlichkeit des Abschieds, nicht das Heimweh, nicht das Zerreißen unzähliger Fäden, die Mensch mit Menschen. mit Boden, mit Geist verknüpfen. Es muß ja auch so sein, denn wenn jemand sich entschließt, das Land zu verlassen, in dem die Gräber seiner Ahnen seit Generationen liegen, auf den Klang der Sprache zu verzichten, in der er seine ersten kindlichen Zärtlichkeiten, sein erstes Gebet gesprochen hat. sein Auge des Anblicks einer Landschaft zu entwöhnen, die er sich erwandert und ersnngen zu haben glaubte, so soll er alle diese Bitterkeiten inskosten, um den Preis richtig zu bemessen. den er zahlen muß. Er soll aber auch berechnen, ob die Lücke, die er reißt, verantwortet werden darf, ob er nicht dadurch, daß er geht, ohne daß ihn eine Notwendigkeit, sondern nur die Nerven dazii veranlassen,, nicht in'den mühsam errichteten Neubau' unserer Gemeinschaft unslickbare Nisse bringt. Die Generallinie der jüdischen Arbeit in Deutschland, auf die die bekannten fünf Thesen der Reichsvertretung vom 22. September zurückgehen, umfaßt Eriftenzerhaltnng -und Entlastung durch Auswanderung als ein unteilbares Ganzes. Es wäre eine unwürdige Paradoxie, wenn, wie aus zahlreichen Verlautbarungen hervorzugehen scheint, diese Wechselwirkiuig anßcrnalb unserer Reihen anerkanntund diese Basis unserer Arbeit durch Verordnungen im allgemeinen und bald auch im wirtschaftlichen Bereiche ihre neue Grundlegung erfahren wird, daß man aber in unseren eigenen Reihen eben diese Wechselwirkung dadurch zerstört, daß Einzelentscheidungen die finanziellen Voraussetzungen für eine planvolle Gestaltung vernichten. Es ist iveniger das Wiederenv.aehen des Verantwortungsgefühls der von Panik Erfaßten gewesen, die die schlimmsten folgen abgeivendet hat. als vielmehr die ..List der Ver» lUlnst'": nämlich die fei teile Möglichkeit einer werlgemäßen ..Veräußerung-, und die noch seltenere Möglichkeit einer aiisreichenden Transserieriiug. Es bleibenaber noch genug Falle übrig. bei denen sehr oft mit dem ' Rechenstift nachzmveisen ist: wje der Zortgiuig eine- '"teiisichcn die Auslvanderungs- und die Erhaitnngsmöglichkeiten für lehr viele Inden zerstört, llmschichtnngs-- pläne-werden, .illusorisch.- da die finauziellen Grundlagen i-hlen: die Fonds der Ausivanderungsberatiittgsstellen iverden ge- IclM'ällst: die Geineiiidefinaiizen geraten in .Zerrüttung, und .mit ihnen sind Arbeitsnachweise. kulturelle und Wohlfahrtscinriet,Hingen -gefährdet. Mal, muß es mehr als dreimal sagen: stein Plan ist ohne Disziplin durclzzufübreu. Die Disziplin, die liier verlangt ivird. fordert ja nicht das Leben, sonder» nur die Selbstbeherrschung und die Bereitschaft, auf materiellen Gebieten Spser .zu bringen. -?ie Durchsslllrung der Generallinie wird auch durch die Bcrsachlichung.der Arbeit der jeweils ledersührendeir jndlscheit Stellen erleichtert. Nur kurze Zeit hat die Frageitellun.g -..Palästinawandernng oder llebersee-^" gelalitet. die jetzt die Antwort ..Palästina u n d Ueverlee ' gesunden chat. Tenn es steht außer Frage. daß das Tempo, in dem die ' Aufnahmefähigkeit Palästinas gesteigert werden kann, mit der Zahl der Auswanderungswilligen seit langem nicht mehr Schritt hält. Seitdem unter dem Zwange der. Entwicklung sich für viele auch die Auswanderung von einer Gesinnungssrage zu einem wirtschaftlichen Problem i gewandelt hat, werden oft auch an die Palästina-Entscheidung wirtschaftliche und nicht nur ideenmäßige Maßstäbe gelegt. Es ist denkbar und auch, zu hoffen, daß wirtschaftliche jüdische Kraft und Initiative, dieihre -Ansetzung in Palästina nicht für zweckmäßig -hält, die Wegbereitung/ in andere Kontinente mitgrößerer Energie, in Angriff nehmen werden, ohne daß . damit estie moralische Schuld gegenüber Palästina entsteht. Wir sind überzeugt, daß die Anziehungskraft Palästinas, die sich ja entscheidend aus der straft der Idee herleitet, groß genug ist, um auch unter diesen veränderten Umständen die sachlich Find zahlenmäßig gerechtfertigten Ansprüche des Landes sicherznstellen. Wir meinen freilich, daß es letzten Endes die Anwendung plutokratischer Grundsätze bedeutet, wenn man dem armen Teufel, der nach Palästina will, Nein sagt, dem Tanseiidpfiuid - Mann Von gleichem jüdischen Werdegang n-nd gleicher zionistischer Beziehungslosigkeit keine Schwierigkeiten in den Weg legt. Wir billigen grundsätzlich nicht, daß eine Arbeit, die. wie immer feierlich versichert wird, alle Juden angeht, gewisse Juden ansschaltet. Aber wie dem auch sei, wie verschiedenartig die Motivierung auch lauten mag, die dazu führt, neben dem Aufbau Palästinas auch auf die Erscksiießung anderer. Einwanderungsmöglichkeiteu hinzuarbeiten: Im Ergebnis gelangen wir unterschiedslos zu der Erkenntnis, daß eine großzügige nnd konstruktibe Planung und Mittelverteilnng auf die Erschließung ausreichender Ansehungsmöglich, keilen gerichtet werden muß. . Ob Einzelwanderung oder Grnppenwanderung. ob Ausschreitungen in Polen Der Innenminister gegen Juden« feindliche Unruhen Die Lage der polnischen Juden ist seit den letzten vierzehn Tagen heikler geworden, als man es nach der Neubildung der Negierung hätte erivgrten dürfen. Mit dem Ausscheiden des Ministers Pieracki hatte die antisemitische Welle abgeflaut, aber dc^ Burgfrieden' sollte auch die Trauer um Pilsuvsktz nicht sehr lange überleben. Die Ausschreitungen in Grvdno. das bisher dergleichen Dinge kaum gekannt hatte, waren nur ein Auftakt zu de» neuerlichen Ereignissen, und das Grodnvcr Urteil, von dessen bemerkenswerter Milde mau sich offenbar eine Beruhigung der Gemüter-versprochen hatte, konnte die jndcnfeindliche Propaganda nicht im geringste» beeinflussen. Lo wurde erst dieser Tage in der Woiwodschaft Nowogrodek die Berbreitnng von vielen Tausenden Eremplnren einer Broschüre „Wir ziehen in die Schlacht" seilgestellt. .'worin mit angeblichen Talmndzitateii. Ritnalmordgeschichte». starikatnren nnd Perlen zum. stampf gegen das Indcnnim anfgerufen wird. . Der Anfang des Wintersemesters in den vwch. schulen wurde nun, nicht zu in erstenmal, von nationaldemokratischen Studenten zur Eröffnung der Ausschreitungen benutzt. Ii, der Warschauer llniaersität organisierten sie zum Anfang Per Vorlesung'von Professor Ribarski eine Demonstration. und anct, die Drolnmg des Dekans der juristische» Fakultät, Pxvsessor Mako:vski. die Fakultät im Falle d^v^Fortsetznng de»'Austritts zu schliche». nützte/uchts. Die beiden Professoren hatten den Hörsaals noch kaum verlassen, als die Nanonaldemolraten sich tätlich gegen die jüdischen Sindenten wendeten, von denen mehrere verletzt wurden. Darauf ließ der Rektor sämtliche PaknUätcn schließen. Polizei griff'ein. und die ans dem llniversitatsgebände gewiesenen Demonstranten zogen in die südischen Viertel, warseil Fensterscheiden ein und schlugen jüdische Einwohner. In der Warschauer -vandelshochschiile spielte sich äl'lüichks ab. acht jüdische Studenten wurden rerwnndet. davon drei. schwer. Auch hier ließ der Rektor die Anstalt schließen. Ebenso mußten die Landwirtschalllichc Hochschule und., das Polntechniknm geschio-i-'n iverden. In strakau ging es nicht viel besser, und in Lemberg wurden ein iiidhcher Student getötet und siebzig verwundet. Die tteberlätle sind .nicht nur auf die Hochschulen beschränkt geblieben, in Lodz sind An? schrellnügen nachweislich von langer Hand organilandwirtschaftliche oder handwerkliche Vorbereitung. ob englisches oder spanisches .Sprachgebiet, alle diese Fragen neben den schon erwähnten finanziellen und devisenrechtlichen, müssen mitberücksichtigt werden, dürfen aber durch ihre Fülle nicht entschlußhemmend wirken- Die Feststellung einer einheitlichen Grundanschauung zum Problem konstruktiver Aus-. Wanderung ist in dem Augenblicke auch von unserer Seite. notwendig, in dem Genf: nach langer Pause beginnt, sich diesen Fragen: im Interesse der. Juden/ in Deutschland zuzuwenden. Wir hoffen,''daß es mit dem Willen geschieht, nicht eine F o rm e l zu finden, sondern für. lebendige, wertvolle- . arbeitsfrohe Menschen Lebensmöglichkeiten zu erschließen. Die Juden Deutschlands waren nie Almosenempsänger. Sie wollen auch keine Wohltätigkeit, sondern Lebensraum. Sie sind zu dieser Haltung berechtigt, weil sie sich ihrer Fähigkeiten, ihres Fleißes und ihrer Intelligenz bewußt sind, und weil sie wissen, daß sie in die Länder, die ihnen zur neuen Heimat werden sollen, wertvolle Wirtschafts--, kräste und -Beziehungen mitzubringen vermögen. Gegenüber gewissen Hemmungen, die alitz anderen als wirtschaftlichen Erwägungen einer jüdischen Einwanderung in Ucbersee denkbar wären, sei eines betont: Neben allen wirtschaftlichen und geistigen Kräften und Erfahrungen bringen diese Eimvanderer ..noch etwas Zusätzliches mit: aus dem jüdischen Erlebnis der deutschen Gegenwart die Einsicht in die Maßstäbe. und Grenzen individuellen Strebens. Die Juden Deutschlands haben ans die Gestaltung der Genfer Entschließungen keinen Einfluß, aber der Ernst , und der Lebenswille unserer jüdischen - Gemeinschaft vermag vielleicht durch wortlose und nüchterne Entschlossenheit viel zur Fassung positiver Entschlüsse beizutragen, die den scheinbar verschlossenen Planeten endlich öffnen. siert ivorden. anS Svsnowice; und vielen kleinen Städten von Polnisch-Oberschlesien wird ähnliches gemeldet. Synagogen und Friedhöfe wurden geschändet, itnd in Thorn konnte der Sabbat-Gottesdienst nur unter Polizeischntz abgehalten werden.. - Abgesehen von den nationaldemokratischen Blättern wird in der polnischen Presie die Mdinnng vertreten, cs handle sich der den judenfeind. lichen Ausschreitungen um Aktionen der Opposition, deren Spitze sich letzten Endes gegen die Regierung richte. Das neue Kabinett gilt.- ^^kiberal. cs hatte Erklärungen abgegeben, daß ztvisehen den Staatsbürgern konfessionelle und nationale Unterschiede nicht gemacht werden sollten, und die Mehr-- heit der jüdischen Bevölkerung Polens hat die Erklärungen mit Genugtuung aufgenom,neu. Trotzdem erhielten die antisemitischen Manifestanten auch ans Jugendorganisationen Zulauf, die der . Regierung nahestehen, und die Nachrichten von der . Pcrhastniig demonstrierender Studenten sollen der Nationaldemokratischen Parteinoch mehr Jugendliche zngesührt haben. Tie Regierung hat Gegenmaßregeln ergriffen. Die Polizei ist angewiesen, gegen Ansschreitungen energisch vorzügehen, und es ist eine Rektorenkonfercnz sämtlicher polnischen Hochschulen einbernfen worden, die Maßnahmen zur Vermeidung weiterer jildenfeindlicher Exzesse beraten soll. Die jüdischen Senatoren und Sejm-Abgeordneten haben dein Innenminister erschöpfendes Material über die Vorgänge unterbreitet und Vorkehrungen zum Schutze von Leben und Gut der jüdischen Bevölkerung gefordert. Der Innenminister Rackiewie.z erklärte, es seien, bereits strenge Befehle zur Anfrechterhaltnng der Ordnung erteilt, und: „Ich werde jndenfeindliche Unruhen nicht dulden!" Tagung der Agency (Fortsetzung) Es hieße, die Tagung unb ihre Einbernfer nicht so ernst nehmen, wie es ihnen nach Zn« sämmensetznng und Aufgabe znkommt. wollte man dem Verhandlnugsbericht nicht, noch einige kritische Worte znfügen. Diese haben zimächst ein offenbares Mißverhältnis sestpistellen: der Palästinagedanke hat in den letzten zweieinhalb Jahren das deutsche .Indentnm durchdrungen. Zwar sind die Ursachen dieses Erfolges nicht so. daß man auch ans seiten der „Sieger" über sie -frohlocken dürfte, aber die Tatsache ist unbestreitbar. Ebenso , unbestreitbar ist, daß dieser Palästinagedanke mit dom politischen Zionismus keineswegs glcichzusetzen ist, daß er vielmehr And* lhu fteukde sollten die C.-V.- Zeitung für 33 Pfennig im Monat lesen. Geben Sie den Bestellzettel bitte weiter! Bis auf Widerruf bestelle ich die C.-V.-Zeifung Allgemeine Zeitung' des Judentums An den'-Briefträger-zahle ich 33 Pfennig für ‘den- Monat Dezember*). Die' letzte No- ■ ve'mbernummer geht mir gratis ..zu.» - Voru. Zuname.- . . . . . . . « Ort: . , ■ . . Datum.- . . Strasse: , , . , . » > *} Zuzüglich einer einmaligen Venpätungsgebühr von 20 Pf. Ausschneiden und im Umschlag mit 3 Pfennig frankiert senden an: „C-V.-Zeitgng", Vertrieb, Berlin 15, Emser Strasse 42. L——/ > ' - ' ,;■ -■ unpolitisch ist im besten, allgemeinsten, menschlichsten Sinne des Wortes. Von einer Tagung der Körperschaften, die kraft ihrer Struktur in erster Linie berufen sind, diesem überparteilichen Palästinagedanken Ansdruck zu geben, hatte man in dieser Zeit erwarten müssen, daß. etwas von dem Sturmwinds in ihnen spürbar geworden wäre, der ihre Idee über starre Schranken und'vermorschte-Vorurteile hinübergetragen hat. Aber es war eine sehr akademische Tagung, in der nur selten frischere Töne erklangen. Es waren keine > neuen Menschen, es war kein neuer Schwung der Begeisterung. Es muß also etwas nicht in Ordnung sein. Vielleicht liegt das daran, daß eine starte Unklarheit über das herrscht, was nichtzionistische Palästina-Arbeit in dieser Zeit bedeutet nnd ob und wo eine Abgrenzung zwischen ihr itnd der zionistischen zu ziehen ist. Dazu ist einmal zu sagen, daß es den Unterschied im Hinblick ans die Palästina- Arbeit nicht gibt. Aber es gibt den Unterschied in den Menschen, die die Arbeit leisten, weil diese Menschen verschieden sind ihrer Prägung und ihrer letzten überzeitlicheli Zukunstshosfnung nach. Mit Recht wurde die Aussassung eines nichtzionistischen. Diskussionsredners, am liebsten sollten alle Nicht- Zionisten schleunigst Zionisten werden, von einem Zionisten .zurückgewiesen, und mit Recht betonte M a x W a r b u t g, es' wäre ctrt schlechter Dienst für den Zionismus,.wenn alle Juden, denen es schlecht gehe, nur deshalb schon Zionisten würden. An solchen Konjunkturrittern kann keiner jüdischen Richtung, der es ernst ist um ihre Berantwortung vor der alles umfassenden Idee des Jiideptums etwas liegen! Denn ein Umsall kommt selten allein, der nächste wird sie genau so ungesichert finden.^ Was wir brauchen, sind Ptcnschett, die nicht aus Not.- sondern aus Gesinnimg Palästina ebenso warm bejahen, wie sie ja sagen und 'Unterstütznng gewähren allem jüdischen Leben rings in der Welt. Wer in diesem überzeitlichen und überräum-' lichen Gedanken wirkt, der mag seinen Einsatzpnnkt mal hier und mal dort sehen: er bleibt bewahrt vor engstirniger Ueberschäßung des eigenen als des allein selig niacl)enden Weges^ Er sieht immer aus den andern und weiß, daß auf allen Wegen, auf denen jüdische Menschen sich bemühen, Judentum verwirklicht wird. Den jüdischen Menschen in Deutschland ist der Weg der Palästina-Liebe in schweren Zeiten erschlossen worden. Aber es genügt nicht, daß sie ihn anerkennen, es müssen aber auch die und gerade die, die .ihn setbstf nicht gehen werden, Herangczoge» werden, um an ihm zu bauen. Nur dann ist Gewähr dafür gegeben, daß dieser Ban nicht Brücken zerbricht und Quellen verstopft,- die jüdisches Leben tragen und erfüllen können. Vr. Eva Reichmanii-Juiigniann. Keine Pseudonyme für jüdische Künstler Das DNB-Bnro teilt mit: In Vereintxrrnng mit dem Geheimen Sto6tspolf;ei>unt Hut. die zu ständiae Stelle im Reichsministerinm für Volksnnsksärnng und Propaganda allen jüdischen Künstlern das Führern von sogenannten stnnstlernamen «Pseudonymen) untersagt.. Das Verbot, gilt auch fiir die im Rahmen des Rcichsverbandes der jüdischen Kulturbünde tätigen nichtarischen Personen. Soeben DR. MARK er sch et nt WIS CH N I TZ E R Durch die einschlägigen Buchhandlungen zu beziehen Erich Refss Verlag, Berlin W. 15 DIE JUDEN IN DER WELT Gegenwart und Geschichte des Judentums In allen-LSjMtern_ Dieses Werk bringt zum erstenmal in kurz gefasster, leicht lesbarer Form aus berufener Feder eine vollständige Uebersicht über Gegenwart, Geschichte und Möglichkeiten des Judentums in allen (etwa 150) Staatsgebilden der Welt. Umfang 432 Seiten. Preis kart. RM 5,50, Leinen RM 6,80 Das wichtigste, unentbehrliche IQdische Buch!