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Central-Verein-Zeitung · 1935-11-14 · 46 (14.11.1935) · page 16

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
46 (14.11.1935)
Date
1935-11-14
Page
– (sequence 16)
Language
German
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C-V.-Ztg. Nr. 46 14.Noybr. 1935 Was der Kunde erwartet Ihr Kunde erwartet von Ihnen sölbstverstand- Iich giitcLeisliingimd rcrlfc Preise, das . he int fine Ware, die'seinen 'Ansorderungen und. Jhreii Notierungen in 3Renge und Lualitat durchaus .. - entspricht, /vorder crwartel er aber noch 'etwas -anderes von Ibnen. >vas seinen- Entschluß zu in -. Kausicrst wetten oder /doch- Mindestensstärk-'ü Uurd. nvalircnd es Ihnen den Absatz, erleichterte eine gute und geschmackvolle Werbung. Tic Werbung für die eigene Leistung ist eine alte kaufmännische Selbstverständlichkeit. Tie Reklame und Propaganda iin neuzeitlichen Sinn ist aber erst durch die fortschreitende Ausbildung und Verwendung aller ka»sm>innisch-wirtschaftlichcn und technischen (Gegebenheiten möglich geworden. Tie Tatsaclie. das; die Zahl der Werbemittel größer lind ihre Wirkungskraft in ränmlicl)cr und anftt)aulitt)er Hinsicht umfassender geworden ist. verpflichtet aber mich zu einer . vorherigen genauen Ueberlcgung über Art und Form ihrer Anwendung. Eine falsch angeivandte Werbung ist oft schädlicher als gar keine Werbung, sie schadet der ,, Sc>cl)e und der Person, sie hemmt den Absatz und erweitert ihn nicht, sie verbaut. schließlich leicht weitere zukünftige Werbeinäglichkeiteii. Tie.Werbung ist heute mehr denn je zii einer Frage des guten Geschmacks geworden, und zwar gleichgültig, in welcher Form sie erfolgt. Darüber hinaus sind die objektiv gesteckten Grenzen bei der Werbung zu beachten. Sie hatten ihre, erste gesetzliche Regelung im ..Gesetz C.-V.-Leser trinken nur den Kaffee, Tee, Kakao der Camajo Kaffee GroOrösterei Bremen 4 Vertreter werden noch eingestellt gegen den unlauteren Wettbewerb" gesunden: ui den letzten Jahren haben sie durch die Bestimmungen des Wcrberates der deutschen Wirtschaft einen weiteren und umfassenden Ausbau erfahren. „Da es nach gclläutertcr Ansicht einen Borteil des einzelnen, der auf Kosten der Allgemeinheit gewonnen wird, nicht mehr geben darf, so erkennt man als erste Schranke wirtschaftlich freier Werbung die unbedingte Nüttsichtnahmc auf das Gemeinwohl." So kennzeichnet Tr. G. Hecht in einem Aufsatz „Wettbewerb in der Werbung" (Wirtschaftsblatt der Industrie- und .Handelskammer Berlin. Heft 24) klar und deutlich die Grundlage, von der jeder, der. in der Oefsentlichkeit wirbt, auszugehcn hat. Es ist an dieser Stelle nicht möglich und auch Nicht beabsichtigt, auch nur eine annähernd geschlossene Uebersicht über die Bestimmungen zu geben, die der Werberat der deutschen Wirtschaft' zur Regelung des. Werbewesens erlassen hat.. Ter Kaufmann und Gewerbetreibende muß vor jeder Werbeaktion die seinem Fäll entsprechenden Bestimmungen genau zu erfassen versuchen, nur-dauu wird er sich vor Ilnanuebmlittikeiten schützen löiiuen und den erwarteten Erfolg zvirllich zu verzeichnen haben. . Es gilt der Grundsatz, daß die -Wcrbiliig immer der Wahrtzeit entsprechen muß. und cs besteht ferner, das Gebot der Klarheit, das' eine Jrresnhrniig des Publikums ausichlicßt, TaS sind. eigentlich. Selbstverständlichkeiten, nicht, immer . sind nx aber genügend beachtet »vorden.- Oft sind' .es zivar nur Kleinigkeiten, -indenen die Iorderniig nach Wahrheit nnd Klarheit der Werbung außer .acht ..gelassen, wurde/. auf diesem - Gebiet kann und darf esaber keine Kompromisse geben. Ter Wcrbcrat hat kürzlich z. B. sestgestcllt. daß die Briefköpfe von Firmen häufig univahre Tarstellungen enthalten. In der damals in der Tagespreise veröffentlichten Mitteilung hieß es, daß >virtstt)aftlich unbedeutende Unternehmungen aus ihren.Briefköpfen Abbildungen von Fabriken angebracht hätten, die auf einen ganz besonders leistungsfähigen Großbetrieb schließen ließen. Ter Nachweis für eine annähernde Uebcrcinstimmung mit der wahren Betriebsgröße habe in den meisten Fällen nicht erbracht werden'können. Tie betreffenden Firmen wurden darauf hingewiesen, daß derartige Werbeincthoden unterbleiben müssen, weil sie iveder tvahr noch klär seien und die Möglichkeit einer Irreführung enthielten. Tas ist nur ein Fall, in dem mehr oder weniger bewußt gegen das Gebot der Wahrheit und Klarheit in der Werbung-gesündigt wurde. Man könnte ihn. ohne dann etwa vollzählig zu sein, noch um manches Beispiel vermehren. Der Zweck dieser Zeilen ist es aber nicht, auf einzelne Fälle aufmerksam zu matten, sondern. die Aufmerksamkeit der Gewerbetreibenden zu schärfen, daß sie in der' Form Und. Art der Werbung die durch die gesetzlichen Bestimmungen oder durch die Verkehrsanschauungcn gezogenen Grenzen, beachten. Es sei dabei erwähnt, daß zum Begriff der Werbung unter Umständen sehr wohl auch der gewählte Firmenname gerechnet werden muß. Wenn wir einleitend davon ausgingen, daß der Frage des Geschmacks ^bei der neuzeitlichen Werbung eine große Bedeut.ung zukommt, so wird man daran den Satz anschließen dürfen, daß eine zurückhaltende Werbung oft besser und wirkungsvoller ist. als ein zu kräftiges Anziehen aller Register. Das gilt für jede Art der Werbung, gleichgültig, ob sie im Schaufenster, im Inserat, im Rundschreiben oder aus andere Weise erfolgt. Es gehört auch ein klein wenig Psychologie zur Werbung. Man muß sich vorher genau überlegen. welchen Kreis von Kunden man erfassen will. Und inan muß andererseits die Form der Werbung ip Beziehung setzen zu der Sache, für die man werben will. Die Werbung erfordert Planung und Ueberlegung sowie ein genaues Abtvägen der vorhandenen Möglichkeiten, sie, erfordert aber auch Kenntnis der gesetzlichen Bestimmungen und der Verkehrsanschauung sowie Verständnis für Psychologie des Kundenkreises. ZV—I. Der Wcrberat der deutschen Wirtsck)äft hat . laut Tagespreise die Angaben „R i e s e n l a g e r" oder „R i es en a us w ach l" als ma rkt - s ch r c i e r i s ch bezeichnet. Sie sind infolgedessen nach Ziffer 6 der zweiten Bekanntmachung des Werberates unzulässig. - Zur Hervorhebung der Tatsache, das; eine Firma über reichhaltigere oder größere Lager verfügt, als allgemein üblich, stehen andere Bezeichnungen. wie z. B. „Umfangreiches Lager". „Mannigfaltige Auswahl" zur Verfügung. Oer Firmenname Oer Begriff „Deutsch“ Tas Kammer gcrittü Berlin hat einige grundsätzlich. wichlige Einscheidnngeu zur. F r a g e d e r Ftt r m e n iv a l, r Ii e i l gefallt.', die es als unerlaubt pczciclmci!, wenn n i ch t a r i s d’ -\ G e - s tt, ä s l s in!, a-b'e r die 'Tatsaclie eliva ihrer jüdisttren Abstammung 'd«idurch, verbergen wollen, daß sie bei der F t r m e n b e z e sch n u n g d a s W v r l „d e u i s ch" amvendeu. In Per einen EnN scheiduug i..Itir. Woch." .1935. Sp. 3'lt'K) wird fest» "gestellt, bau das Firmenivori „deursch" auch mV» zulässig sein kann, nvnii in der Firma ein zudisch klingender '>laine enilialleu i'ci. und das; die Gerichte bei'Klärung dieser Tinge nicht an früher, ergangene lindere EnNttieidnngcn;um Grund'atz der Firi.nenivaIirhei! gebunden seien. Fir der zwei» . ten ElUsttieidmig i--d'i>r. Wvtti." 193-5. Sp. Uliitt licißt es. daß iv.-> Firinenivvrl ..deiUicn" auch bei einer Gesellseihril mit beichraiilter. Bästling unter llmständeu aut ,die- Tenn'ttisinnimigleit der Gesell- / schaster und Gelchaits-'iltzrer lvzogeniverdeu -kann und deshalb iii dieier -Hiiiiichr zur. Täuschunggeeignet und nnzulan'ig sei. ivenn in der Tat die Gesell'tttcrs'.er niclnarischcr Ab'iaininiuig und, wie im vortiegendeii Falle, sogar, nicht -einmal .deutsche . Reichsangchvrigc leien. In der - ..Inri'iiichen Wochenschrift" {Wo*. Sv. Ö147D stellt Rett;:.sanwält Eckert die Grundsätze zn'aiiiinen. die das Kammerger:c!>l in der. letzten Zeit in der Frage der Berivendniig des Wortes ..deut'etz" iin F-irinennanien eiitivickelt hat. Danach ivird nnin, das Wort ..de ul sch" iin Firmeutiaiiien für zulässig zti erachten chaben unter drei Boraussetzungen.: 1. Tie Firma ii>nß eine den llinsränden aiigemc'iene Stellung, in der deutschen, Wirtschaft— einnehmen. Taß eS sich um ein großes Unternehmen handele, verlangt das Kammergerichk -2. dar?T's uch nicht n:n. eine Fibma handeln, die im ive'cnllichen anslandi'chc Interessen vertritt. Taß die Firma t» besonderer Weise die deutsche 2r'irl'tt:air gegenüber ausländischer Konkurreitz vertrete, stellt das Kammergericht nicht als Forderung aus. Tic Inhaber der Firma, die an ihr beteiligten und beschäftigten Personen müssen deutschen Blutes sein. Das Wort „Zentrale“ Tas Kanimergericht hat in einer Eiitscheidnng vom 1. Anglist 1(..I»r. Wochenschrift" lüäö. Sp. lllül.) anläßlich eines 'Antrages auf Eintragiing. einer Firma lfntrr der Bezeichnung „Richard l'i., Sbstzeiilrale" über die Zulässigkeit des Firmenwortes „Zentrale" gruiidsätzliche Ailssührungen gemacht. In der Entscheidung heißt es. daß eine Prüiiuig des Firmenioortes ..Zentrale" aus die Blögtittikeit der Irresühriing des' Publikums heilte um so inelir geboten sei, als seit, der staallittien Ililln'älzililg zu Anfang des Jahres in erhöhlem 'Maße auf die Redlichkeit im Geschäitsverkehr Wert gelegt ivird und do-S allgemeine Bestreben datziu geht, hochtöneiide Firmenziisätze aut das richtige Blaß ziirückzusähreii. Ter Firineuzitsatz „Zentrale", komme nur einem kapilalkrasligen Großbetrieb'- zu. der-iiinerhatb eines größeren öder kteiuereii räuiulichen Bezirk-: Pie vnm delsbeziehuugei! eines besiiiuiiiteii Geschäftszweiges ganz oder doch in erheblichclnAlinsaug in.-sich vereinige. MaG». Ausstellungen und Messen der Welt Für seden Erportcnr. aber auch für viele aiü derc Kausleute. isl.es von großem Werl zu ivisscii. wo und.wann in der Welt Beranstaltungen mir ivirtschaftlrch bedelltungsvoUem Ausflellungs- - oder Berkautscharakter slattfinden. Tadurch wird eine rationelle'-Verteilung der eigenen für Ansstell-ungsb.zw. BlesseZioette zur Verfügung stctze::- -den fachl-ittil>u und nerfönlicheu Mitlcl möatittgeiverbliche Ausstelluirgeu und- Messen im Jahre lllüll nnd. soweit sie schon bekannt sind, im- Jahre 19"? erfahren, sondern'auch ausländische Deranftaltungen der gleichen Art iauch in Uebersee) bis zum Jahre 10-!«». selbsiverftäirdlich auch hrer nur soweitschon genauere .Mittellung-m -vorliegen. Aliskünste über die einzelnen Deranstaltungen er'-, teilt -der' Ausstellungsniud Messeausschuß der. Deutschen Wirtschaft. Berlin W. ßö./Tirpitzuser 56. "So-kesen wir z. B., llm iurr einige Taten, heraus.- - 'zugreiieu. daß die- L e i-p z.HH.e,r.^.r-.ü -h-'j-ak» -r..s-»-.: messe 196 6 am 1, Ätärz und die H e rb stmesse an; lltt. Illiigüst beginueu. Auch die Termine für 1967 (28. Februar bzw. .29. August) werden uns schon genannt. Selbstverständlich werden auch die anderen großen deutstt,en Veranstaltungen ähnlicher Art ausgeführt. Taß in diesem Jahr (1935) in Europa in fünf verschiedenen Ländern noch neun gewerbliche Ausstellungen und Bkessen sowie ich den Vereinigten Staaten nnd Asien (Brit. Lstasien) ze eine bcvorstehen. dürsten nicht viele gewußt haben. Für das Jahr 1936 enthält die Zusammenstellung, ebenfalls mit ge- - nauer- Orts-, 'Fach- und Datumsangabe, tn Europa in sechs verschiedenen Ländern 13 verschiedene Veranstaltungen, für Afrika und Asien in- >e . zwei Ländern je zwei und in Australien eine Veranstaltung. Für die Jahre 1937 und später werden für Europa in drei Ländern insgesamt vier Veranstaltungen und in aiideren Erdteilen in drei verschiedenen Ländern - zusammen drei große Ausstellungen angekündigt. * Die Deutsche L u f t h a n s a A. - G. hat. wie wir dem gleichen Blatt entnehmen, ein V e r-- z e i ch n i s der Messe n ausgestellt, für die den Besuchern eine jeweilig näher - bckan'ntgegebene Ermäßigung gewährt wird. Bedingung ist, daß sich .die Betreffenden als Messebesucher ordnungsmäßig bei Lösuiig des Flugscheines ausweisen uz,d den Hin- und" Rückflug in dem bekanntgegebeneu Zeitraum aussühren. Veränderungen in der FWI Die Pressestelle der Reichsvertretung der Juden in. Deutschland teilt mit: Als Nachfolger des zum Tirektor der General Mortgage Bank os Palestina - in Tel-Aviv berufenen Tr. Ernst Lehmann ist von der FWI (Gesellschaft zur Förderung wirtschaftlicher Interesien-von in Deutschland wohnhaften oder wohn- Haft gewesenen Juden m. b. H.. Berlin-Charlottenbürg 2. Kantstr. 158) neben dem verbleibenden Geschäftsführer. Friedrich Borchardt. Rechtsanivalt Tr. Alfred Levi Zum Geschäftsführer bestellt worden. Tr. Levi war Jahre hindurch als Treuhänder. Kreditunb Jnsvlvenzfachmann der „Hermes" Krcditverstcherungsbank A.»G.. Berlin, tätig. Er verfügt Hber eine ausgiebige praktische Erfahrung in der Wirtschaft. Die daraus erwachsenen literarischen Erzeugnrsie haben weite Verbreitung gefunden. . . Die FWI ist die zentrale und neutrale Stelle, welche — ohne mit irgend jemand in Wettbewerb zu treten — die Juden in der Wirtschaft helfend und beratend betreuen will. Die FWI sollte von allen indischen Kaufleuten und Handwerkern. nicht zuletzt von dem jüdischen Eiwrelhandel und den Angehörigen der freien Berüse^in den Fragen der Vermögensverwaltung und -Verwertung vor und nach Auswanderung in Anspruch genommen werden. —-;— Protokolle im Vertrauensrat Ter Treuhänder für das Wi'rtsck^stsgebiet Berlin-Brandenburg beschäftigt sich, wie wir der Tagespresse entnehmen, ist einer Mirtcilniig mit der Frage, ob im Bertraucnsrat Protokolle geführt werden sollen. „Tiefe Frage ist", so schreibt er. .zweifellos auch nach den Erfahrimgcn des . Tröuhänderamtes zu bejahen, weil die Niederschriften über die Sitzungen-für alle Beteiligten als ..Gedächtnisstütze" von großem Wert sind. Leider hat sich aber der Brauch hcrausgebilhet, daß zu Beginn einer jeden Bertrauensratssitzung dann als erster Punkt die Verlesung einer limfangn:ichen Niederschrift der - vorhcrgegangencn Sitzung ans die Tagesordnung gesetzt wurde, was dann wiederum zur Folge hat. daß dieses Protokoll. Gegeiisiaild einer ausgedehnten Debatte wird, die um. so länger dauert, wenn entweder diirch nachlässige oder — auch das ist zu beobachten — „geschickte" 'Abfassung Mcinnngsverschiedcnheiten ützer deii fachlichen Inhalt' oder eine irn Protokoll zum Au-sdrnck kommende etwaige Tendenz heraufbe'chmorcn werden. Eine derartige Ansivirkiing der , Protokollsührnng. muß unter allen Umständen vermieden werden." jeder rechtliche Zwang auß die Freiwilligkeit der Entschlleßling des Betriebssuhrers unterbleiben. Halte ein Führer des Betriebes die Auinahnw einer' solchen Borichrist an die Betriebsordnung , nicht für' angezeigt. so müsse' es hierbei sein Bewenden behalten. Daraus folgt,, daß auch .die Treuhänder'nicht in der Lage seien, von sich. aus. ctne derartige Regelung zu treffen. Wichtiges für die Praxis Ter Reichswlrtfchaftsministcr gibt in" einer im „Reichsanzeiger" erstt)cinenden Anordnung die T e x, t i l w a r e n bekannt, die in den Ende Januar 1936 beginnsnden I n v e u t u r v e r k ä u f e n nicht zum Verkauf gestellt iverden dürfen. Es handelt sich. >vie die Tägespressc fgjtffeUt, durchiveg um Waren, die Modeschwankungen so wenig unterworfen seien. daß für ihren beschleunigten Absatz im Jnventurverkauf kein Anlaß bestehe. Ztvischen dem I-eu ch s n ü h r st a n d und der Wir t s ch a f t s g r U PP e A m b ul a n tes Gewerbe ist, wie dem Wirtschastsblatt der Industrie- und Handelskammer Berlin zu entnehmen ist, ein Abkomnien getroffen worden, nach welchem die Wirtschaftsgruppc Ambulantes Gewerbe, mit der bcrussständi'schen.Ersasjung und.Betreuung des gesamten reichsnährstandszugehörigen amblltantcn Gewerbes beauftragt worden ist. Ausgeiiommeu hiervon ist lediglich der äinbülante SNilchhandcl. Tie Beitragserfässiing der ambulanten Betriebe erfolgt mir diirch die Wirtschastsgrnppe Ambulantes Gewerbe. In den bestehenden örtlichen Zusammen- . schlüssen des Reichsnährstandes wird die zuständige Lrtsgrnppe der Wirtschaftsgruppe Ambulantes Gewerbe einen Verbindungsmann eutsendeu. um die enge Zusammenarbeit der beiden Körperschaften zu ermöglichen./ '. Ter stellvertretende Vorsitzende des Garten- und -Weinbamvirtschastsverbandes P f .a l z - L a a r hat laut „Frankfurter Zeitung" im Einveruehmen mit der Landesbauernschast Pfalz-Saar angeordnet. daß dem a r i s..ch e n W e i n h a n d e l die Auszahlung der Mostgelder für Weißmost in zwei Raten ermöglicht werden solle. Tiejeuigen arischen Firmen, die wesentlich über das normale Maß im Jntexcsse der Behebung des Erntenotstandcs eingelagert hätten, erhielten hierüber Bescheinigungen der Weinbauwirtschafts-Abtellung des Garlcn- und Weinbauwirtschaftsverbandes Pfalz - Saar. Den Winzern werde empfohlen, bevor sie ihre Zustimmung zur ratenweisen Zahlung geben, diese Bescheinigung sich vorlegen zu lasien. An nichtarische Firmen und ausgesprochene Kommission s fir me n könnten Bescheinigungen nicht ausgchändigt werden. und je weiter die Zeitspanne reicht, über die nui eine llcberiicht gewinnen kann, desto besser ist cs., Ter Ausstellnngs- und Mesieausfchnß der Tein >'tt)en-Wirt''ck,ai: verö''eiit1ittit jetzt unter der obigcr Neberfchrisl im letzten Hest (311 des Wirtschafks- . plattes der Indickkrie- und Handelskammer Berliu eine Arbeit, aus der wir nicht nur inländische kleher die Zugehörigkeit zur Deutschen Arbeitsfront Tcr Herr. Reichs- und preußische Arbeitsminister bat im Reichsarbeitsblatt 1935, Abt. I. S. 316. einen Erlaß vom 16. Oktober 1935, III b 18 999 35 an die Herren Treuhänder der Arbeit über B e st i m m u n g en über die Zugehörigkeit zur Deutschen Arbeitsfront in B e t r i e b s o r d n u n g e n veröffentlicht. Ter Reichsarbeitsminister betont, daß die Teutiä;e Arbeitsfront an dem Grundsatz setihält. daß die Ncitgliedschaft zu ihr aus. freiwilliger Ent- 'ttlließuug des einzelnen beruhe und ein Zwang iraendwelcher Art. der den Rahmen der selbstver- 'üandlichen Werbung zum Beitritt überschreite, niciit ausgeübt werden soll. Auch die Führer der Ieiriebe tollen frei in ihr^er Entschließung bleiben. kieues aus Palästina Zwischen dem Krcmener-Werk. Eisengießerei und Walzwerk in Haifa, und dein internationalen Badewannensyndikat ist ^ein Abkommen getroffen worden, ivonach das Syndikat dem Kremener-Werk das Vorrecht zugesteht, zuuäckzst achtzig Prozent des palästinensischen Bedarfs von sich aus zu beliefern. Dieser Vertrag ist nicht nur deshalb wichtig, weil er,für dieses wichtige Werk der palästinensischen Metallindilstrie. das auch mit. seiner Röhreupvoduktion unter dem ausländischen Wettbewerb zu leiden hatte, eine Entlastung verspricht. Er bringt' vielmehr auch einen interessanten Beitrag zur Lösung des Problems „Tvzerct Haarez". das gegenwÄrtig die palästinensische Lesientlichk.eit stark beschäftigt. Tozeret Haarez (Erzeugnis des. Landes) ist die Parole.! unter der namentlich der Schutz der heimischen duitrie propagiert wird, eine Propaganda, die irr höchst nachdrücklicher Weise an . die nationale Disziplin der Verbraucher und der großen Organisationen, appelliert. da das Instrument des Schutzzolls ja für den. Aufbau der jüdischen In- . dustrie in Palästina nicht ohne weiteres zur Verfügung sieht. Jetzt ist der — freilich nur für bestimmte Artikel gangbare — Weg einer Verständigung zwischen der jungen palästinensischen Industrie und einem internationalen Kartell beschritten worden. Dem internationalen Badewannen- Kartell gehören freilich die amerikanischen Produzenten nicht an. aber diese haben bisher nur ge- , ringes Interesse für den palästinensischen Markt bekunde:. Ilebrigeiis hat das Kremener-Wcrk soeben . ei"e. Kapitalserhöhung zur Stärkung der Betriebsmittel und zur. Erweiterung'der Anlagen dnrchgeführt. Die neuen Aktien sind zum größten Teil von den alten Aktionären übernommen Der eintägige Proteststreik der Araber,' der im Zusammenhang mit hem kürzlich aufgedeckteu und von arabischer 'Seiteden Juden zur Last -gelegten Waffcm'chmuggel proklamiert wurde, ist bei . umfassenden Vorsichtsmaßregeln ohne neimeliswerte Zwischenfälle verlaufen und pünktlich ain Schabbat Abend l>cendet. worden. T e' Stadtverwaltung Tel Aviv hat eine Reihe. - der össentlichen Arbeiten, die im Zusammenhang mit der großen AiUeihe geplant worden waren, beschleunigt in Angriff genommen und damit erheblich zur Entlastung des Arbeitsmarktes beigetrogen. ob sie nur Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront -.nnüellen und beschäftigen wollen oder nicht. - Temgemäß soll auch jeder Drück unterbleiben, um üe zur Ausnahme einer Bestimmung der hier frag. ' uttien Art in die Betriebsordnungen zu veranlaf'eu. Wenn auch die Aufnahme solcher Bestimmungen nicht zu. beanstanden sei. so mülle doch Soeben ist ein zweiter Transport von' 200 Tonnen Kali und 1500 Kisten Era-pcfruit -nach Italien abgegangen. Tie palästinensischen Sanktionen gegen Italien sehen bekanntlich ein Verbot der Ein- und Ausfuhr-von Kriegsmaterial und der Einfuhr italienischer LNtren nach Palästina vor. Tie Ausfuhr nach Italien ist jedoch, abgesehen von Kriegsmaterial, auch weiterhin möglich.

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