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Central-Verein-Zeitung · 1935-10-10 · 41 (10.10.1935) · page 4

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Journal
Central-Verein-Zeitung
Volume
14 (1935)
Issue
41 (10.10.1935)
Date
1935-10-10
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Magister Kirsch der gute Likör, Magister MOnctien VII spricht jeweils eine charakteristische Spektral, linie. ■ Ließen sich einmal die verschiedenen Linien des Wasserstoffspektrums mit Hilfe des Bohrschcn Atommvdells befriedigend deuten, so der Materie auf der Erde und im Weltall lag es nahe, die neugewonnenen Borstellunzusammen und galt in ihrer imposantenGe-—auch auf komplizierte Atome anzuwenschlossenheit als Ideal für alle Wissenschaften. den. Bohr kam so zu.einer neuen Begründung . LS ÄÄÄSJ5S bic großen Entdeckungen des Elektromagne- . c Grundstoffe) Tie.se laßen fick nacb ihrer!'JUiWftbfßtÄhnlichkeit in einer Reihe anordnen, die mit usw., Acußerungen der Materie, chre allen Zahlen'von A bis 92, den sogenannten Ord. Teutungsversuchen vermittels des gewohnten . aungszahlen,/ fortlaufend numeriert wurde. “”)} Aewq,hrten^ Begriffssystemsh4rtria.cktgM. ergab'stW.^ckß-dieler-.zunÄchst/My^äußer.?l?”Ltr?.tc",-eAwl. nle^dagewewne Revolu. [trf] vorgenommerien Numerierung eine tiefe Gesetzmäßigkeit im Bau der Atome entspricht die Folge. - - - Tie "Welt des Atoms, seit den Tagen des Griechen Temokrit eine dunkle Spekulation in der 'Naturwissenschaft, erwies sich als eine konkrete Realität, eine- Realität freilich, der gegenüber alle hergebrachten Vorstellungen /und. Begriffe versagtem Ein klaffender Riß ging durch das stolze Gebäude der Physik; hier die vertraute Welt der Materie in unfern irdischen Dimensionen, dort die geheimnisvolle Welt der Atome und Moleküle, für die uns Sinne und Begriffe zunächst fehlten. Planck und Einstein haben sich in dieser kritischen Zeit als kühne Steuerleute zu neuen Ufern erwiesen. Sie unterzogen das hergebrachte Begriffssystem . der Physik einer strengen Kritik. Mit großem Mut sprachen sie es ans. daß die neu zu schaffende Physik auf die aus der klassischen-Mechanik gewohnte; Anschaulichkeit verzichten müsse, und stellten die Rcwtvnsche (statische) Mechanik dar als Cöydersall einer umfassenderen dynamischen Physik. Rutherford und andere fanden heraus, daß ilicht einmal daS Atom etwas Einfaches, nicht weiter Zergliederbares sei, sondern daß es offenbar einen komplizierten Aufbau haben müsse: wie im einzelnen dieser aber beschaffen fei, darüber wußten sie nichts auszusagen. Niels Bohr ist es dann als erstem gelungen Licht in das Dunkel zu bringen. Unter »Aüfnalfine der Vermutung, daß ein Atom aus zwei Bestandteilen, dem größeren Kern und kleineren Elektronen bestehe, erdachte er ein Atvmmodell. Er nahm an. daß sich , die negativ geladenen Elektronen in Kreisbahnen um den positiv geladenen Kern bewegen, so etwa, wie die Planeten um die Sonne kreisen. Das. könnte auf den ersten Blick nicht mehr scheinen als eine gewagte dichterische Bision, die den Bogen schlägt vom Atom zum Sterngewölbe. Bohr aber war der Mann, seine Annahme auch mit Saft nnd Kraft zu erfüllen. Es war bekannt, daß der Wasserstoff .aus einem Kern mit nur einem um ihn kreisenden Elektron besteht. Unter Benuhnng einer von Planck gefundenen Konstante, dessogenannten elementaren Wirkungsquantums, berechnete er die für das Elektron denkbaren Bahnen und . fand, daß sich mit Hilfe seines Modells alle am Wasserstoffatom wahrgcnommenen Erscheinungen, sein Spektrum usw., einheitlich erklären ließen. Bohr nahm an, daß ein Atom nicht dauernd Energie aussendet bpv. anfnimml. sondern nnr dann, wenn das Elektron von einer Bahn apf eine andere überspringt. Jedem der zwischen verschiedenen Bahnen denkbaren Sprüngeentda die Ordnungszahl gleichzeitig cmgibt, roteviel Elektronen bei dem betreffenden Element um den Kern kreisen. Beim Eisen mit der Ordnungszahl 26 kreisen also 26 Elektronen um den Kern: der Zahl 79 beim Gold entsprechen 79 Elektronen. Bohr nimmt nun weiter an, daß die Elektronen in verschiedenen Schalen um den Kern angeordnet sind und daß nur die Elektronen der äußeren Schale für die chemischen Eigenschaften eines Elements verantwortlich sind. Auch die in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Aehnlichkeiten der Atomreihe (Perioden) ließen.sich zwanglos erklären. ' .Die'von Bohr entwickelten Vorstellungen über den Ausbau der Atome wollen nichts anderes sein als ein erstes Hilfsmittel, die bislang so rätselhaften Erscheinungen aus der Welt der Atome befriedigend zu deuten. ..Es ist mit ihrer Hilfe gelungen, die verschiedensten Erscheinungen unter einheitlichen . Gesichtspunkten zusammenzufasien und mehr als das, aus Phänomene hinzuweisen, die dem . Auge des Physikers bisher' entgingen. Sie wollen, nichts endgültiges fern. Im Gegenteil, Bohrs überragende geistige Beweglichkeit zeigte sich nirgendwo deutlicher als in seiner immer wieder betonten Ansicht, daß es so etwas wie endgültige Begriffe unb Theorien gar nicht gebe, daß neue- Erscheinungen eine, stets neue- Uebe'rprüfung' unseres gewohnten Denkappä- -rates erforderlich, machten. Heute sittd die , von Bohr und anderen kühnen Pionieren ausgearbeiteten Anschauungen noch Gut einer . kleinen wissenschaftlichen Elite. Wenige Jahrzehnte noch, und sie können dem Denken der ganzen Menschheit Neue Bahnen weisen. Im Jahre 1922 wurde Bohr für seine geniälen Arbeiten mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Seit 19Z3 hat er dem jüdischen Berufskollegen und Nobelpreisträger James Franck seine Arbeitsräume zur Mitbenutzung zur Verfügung gestellt. Heinz Leidersdorl. Trauerfeier für Oberrabbiner Kuk Der Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu Berlin rief am letzten Mittwoch auf Anregung der BZV und deS Misrachi in die Alte Synagoge zu einer eindrucksvollen Trauerseier für den Heimgegangenen Oberräbbiner von Palästina Rabbi Amrvhom Jizchok Hakohen Kuk. Tie Gedenkrede hielt 'Rabbiner Dr. Hvffmann. Frankfurt am Main. Die zeitgenössische Judenheit, so erklärte er, habe keine zweite Persönlichkeit gleichen^ Formats, wie es Rabbi Kuk war. Seine großen menschlichen Oualitäteix und' seine hervorragende Torabeslisscnheik nmchten .ihn zu. einer überragenden Persönlichkeit. Erst die jüdische Ge- . schichte wird Abschließendes über feilt Werk aussagen können. Mi r können heute nur Züge seines Wesens und Wirkens fesrhälten und aus uns ein» wirken lassen. DaS neue Palästina stellte Rabbi Kuk vor rnancherlei religiöse Probleme. Er bekundete immer wieder, daß die Blüte des jüdischen Landes'nicht in erster Linie von Wirtschaft und Politik abhängt, sondern von der geistig-religiösen Sphäre. Palästina ist nicht nur ein Land, worin wir uns frei und ungehindert bewegen können, sondern eine 'Stätte, wo die . Tora, das jüdische Gesetz, zum herrschenden Faktor im.Leben des jüdischen Menschen werden soll. Genau so, wie wir die -Erde Palästinas brauchen, genau so brauchen wir seinen Himmel. So wurde Kuk per. Sach- Walter de-? geistig-religiösen Palästina?. Kuk schuf eine Synthese zivischeu der Frömmigkeit, die auf dem rein Wisseiismäßigkn beruht, und der kabbalistisch-mystischen. Er war, Meister des Schrift- Wortes und der Halacha und ebenso Dichter und . Redner. Als Krone über seinem Leben stand jedoch die glutvolle Liebe zu jedem jüdischen Menschen, denn er sah in jedem die j ü d i s ch e Seele, auf die er vertraute. Seine überragende Persönlichkeit wird uns heute und zu allen Zeiten Wegweiser Rabbiner Dr. Jakob Fr ei mann verlas ein selbstversaßtes Huldignngsgedicht für Rabbi Kuk in hebräischer Sprache. .An der Feier, die vom Chor der Alten Synagoge unter feinem Dirigenten B. Spott künstlerisch umrahmt wurde, nahm mit einer großen Reihe von Rabbinern und Vertretern des Gemeindevorstandes auch der Präsident der Reichsvertretung, Rabbiner Dr. Leo Baeck, teil. 8. 6. * In den religiösen Kreisen Jerusalems haben Vorbesprechungen über die Wahlen des Nachfolgers für den verewigten Oberräbbiner von Palästina begonnen. Vorläufig bemüht man sich, eine geeignete Persönlichkeit zur'interimistischen Besetzung des Amtes, ausfindig zu machen. Die endgültige'Wahl eines neuen Oberrabbiners soll in.einem späteren Zeitpunkt auf Grund einer besonderen Verordnung der Palästina-Regierung vorgenommen werden. Line neue Synagoge in Pankow Der Religionsverein „Agudaih-Ächim"-Berlin- Pankow, dessen Betraum sich bisher im Jüdischen Lehrlingsheim befand, übersiedelte zu Rösch- .Haschana in die neuerbaute eigene Vereinsfynagoge Mühlenstraße 77. In dem jetzigen Gebäude, das lange Zeit unbenutzt war, war vor ' Jahren ein Waisenhaus üntergebracht. Nach dem Entwurfdes bekannten Gemeindebaumeisters Beer wurde das Haus in eine schlichte, ohne' jeden äußeren Prunk und darum um so wirkungsvollere Synagoge nmgewandelt. , Möge sich dieses neue Gotteshaus hier am nördlichen Rand der Reichshauptstadt zum Mittelpunkt eines vertieften religiösen Gemeinschafts, lebens gestalten. 8. 6. schaft, sein graziler, blitzender Humor nicht minder als die seelisisre Inbrunst eines gefühlsstarken, NN Grunde völlig unpathetischen Naturells. Und: dieser Meister der Sprachdehandlung vermag, wie der Abend erwies, auch ungünstigen akustischen Raiuninverhältnisseu. seine dynamisch ungewöhnlich geslusteu Ausdrucksinittet anzupassen. 7 Vielleicht wäre dem Programm eine stärkere Betonung deS humoristischen Elementes zustatjengekvmlneu: aber auch so empfand das Publikum den eiiiiiialigeu Reiz dieses vorläufig letzten unserer Rhapsoden und überschüttete 'ihn mit dankbarem Beifall."'Zu Beginn des Abends warb . Rabbiner Dr. Manfred S warfen sky in ebenso klugen wie eindringlichen Worten für das Elternbilfswcrk: er warnte die jüdische Jugend vor einer Verengung des geistigen Horizontes und eriiiiierle.au ßiiönen Worte Martin Bnbers: uin'er tieißes Judenium und unser tiefstes Men> schennim sind ein und dasselbe. Die Reihe der bereits beüen? eüigen'ihrten künülerischeii 'Veranualtliiigei, im Hause von Frau- Gertrud 'lüeil ivurde zu Herbklbegiiin mit' einem H eine- A b e n d iviedor ausgenommen. Dr. , Erich L ich l e >: ü e i n entwarf in knappen, das Wesentliche..geschielt' ziisaniineiisgssenden Zügen ein Bild vor allem des Juden Heine, ivie es sich aus Jugenderlebnineii geiormt inid wie es dann, trotz - Taute und trog Eindringens mannigfacher Bitdnngseiiislüise von außen, in der späteren Leidenszeit inenschlich und d.ieliterisch zu verstärktem Ailsdruck gekommen i't. Erna Feld rezitierte Prosa und Verte von Heine: schlicht, innig und mit einen), besonderen Empfinden für die rbvthmi'schen Schivingungeii seiner Gedichte. Zum Schluß des — etwas allzu ausgedehnten — Programms sang Mar Nt am s t e I d , von Pa»! L i ch t e n st e r n .gewandt begleitet, . .Schrlmann Heines Zvklns „Dra>:er':ebe': olnvobl der Sänger mit einer leich--. . ten Jndtspontivu zu. käinpien batte, fesjelte sein Vorrraa durch eine geschmackvolle Kunst des Einsublens und miinlalische Intelligenz. n.er Abenbsand lebbaue-leii Zuspruch. Heiteres aus Alt- Berk in und feiner Literatur vilegt Jpbanua Mever, die bewährte Vorrragskünülerin'. bei ibreu Veräristaltungen im Jndüä'en Kulturbund zu erzählen. Sie bietet völlig vrcblemlvse. unbeschwerte Unterhat. tuug. amüsante Spiegelung einer Vergangenheit, in der. nach A. F. Langbeins bekannten Versen. Johanna Meyer Fot. Herbert Sonnenfeld der Großvater die Großmutter nahm, und Heinrich Heine in Berliner B.riefen ans den zwanziger Jahren des vorigen Jab'rhundertS die Freischütz- Epidemie lustig verspottete. Sonst sind in dem bunt zusammeiigestellteu Programm unter anderem noch Theodor Fontane, der ganz zum Berliner -Gewordene.—mi-k- „ni-I'lichfi'i^Nsih-'n Reisen seines ..Fritz Katzfuß". Ludwig Robert mit der poetischen Schilderung eines-ästhetischen TeeS, Äd. Chamisso als Dichter der heiteren ..Tragischen Geschichte". Rudolf Loeweuitein und Paul Heyse. die beiden Dicluergenossen aus der Zeit des ..Tunnels über der Spree" und — Inst not lenst — der Urberliner Adoti Glasbrenner wirksam vertreten. Scherzhasie Anekdoten des „Berliner GuckkastenmanneS" Ernst JuliuS Fürst sowie vor allem deS berühmten weiblichen Berliner Originals Madame Tutitre (von der Felix Philippi in seinen Alt-Berliner Erinnerungen manches Vergnügliche zu berichten weiß), lassen ihr ehrwürdiges Alter beinahe vergessen: Allen ' diesen Darbietungen weiß Johanna Meyer, im Kostüm der Zeit, Farbe und die behutsäm-begütägende. immer etwas sanftmütterliche Art ihres Humors zu geben, der zwar dem scharfen, derb zupackenden Berliner Witz oll die Spitze abbiegt, dessen behaglicher-Wärme sich jedoch das ausnahmesreudige Publikum nicht entziehen kann. Eine Stunde dankbarer Erinnerung widmete Julius Bab kürzlich im Jüdischen Kulturbund, Berlin, den in letzter Zeit verstorbenen Schauspielern Max Pohl. Alerander Moissi und Max Pal l enderg. Aus seiner reichen Bühnenerfahrung heraus analysierte der Vortragende die künstlerische Wesensart dieser drei bedeutenden Menschendarsteller, von denen Pohl — wie Pallenberg Jude von Geburt — nur noch der älteren Generation gegenwärtig ist. Was Vtar Pohl, dessen schauspielerische Personlichkeit sich, nach bescheideneren Anfängen in der Provinz, erst in der Reichshauptttadt. zunächst am Deutschen Theater, dann vorübergehend am Berliner Theater, schließlich viele Jahre, am Staatstheater entfalten konnte, un? an Dühneneindrücken vermittelt, was er insbesondere als Lear, als Rick)ard III., in den beiden Judenrollen deS Shylock und des Nathan und als volkstümlicher Anzengruber-Spieler mit der Urkraft, der Gesühlswärme und der Klugheit einer völlig unproblematischen Natur gestaltet hat — das kam in Babs temperamentvollen Ausführungen zu überzeugender Anschaulichkeit. Und ebenso wurde Moissis und Pallenbergs künstlerische Jndividualirat lebendig: der eine, anfangs völlig verkannt, später jedoch mit dem Aufkommen der neuen Romantik der Beer-Hofmann und öofmannsthal, mit dem Eindringen der Rußen (Tolstois „Lebender Leichnam') tief» wacku'ende Anerkennuna erzwingend in der Eigenart seines melancholisch^ süßen, sich selbstauslösenden, weichen, müden Naturells: der andere, aus dem Bezirk des Wiener 'Wurst! herstammend, und doch ein ebenso großer Tragiker wie Komiker, der in Gestalten von Moliere und Ibsen, von Molnär und Pirandello iveit über das Schwankhafte hinaus zur Kunll oft ergreifender Menschendarstellung emporwnchs, H.L. Schachaufgabe Nr. 41 von Mar Wiener (Wittenberg) Matt in vier Zügen. Weiss: Ke7. Thl. Lbl. Sa6, Sd8. Bc3. <12. g5. Schwarz: Kc8, Tc2, Ta8, Lai, Sdl, Ba7, a4, a3, d3, g6. Schachaufgabe Nr. 42 von S. Rotenstein (Berlin) Matt in zwei Zügen. xZ'erss: LbS.'vhl. Lci3. 864. S'hö, Bc2, f2. Schwarz: Ke5, Sd8, Sgö, Bd5, d6. Lösung der Ausgabe Nr. 40: 1. Sd2—b3 (drohend DcH—d4 matt). ... c4Xb3f, 2. De3—d3 matt , , , LelXc3, 2. Sc4Xc3 matt ... e7—e5. . 2. Sei—f6 matt . S"7—fö, 2. Dc3—eö matt ».. SgT—e6:, 2. Ld7—c6 matt . . Sa3—c2, 2. Dc-3Xc4 matt ... Kd5Xf4, 2. Dc3—-d4 matt. ' Auf 1. ■'T.c3Xc4 antwortet Schwarz Sa3—c2! ' Richtige Lösungen gingen ein von: Willy Michaeli-, A. Baronowitz, A. Eisenhardt. Sanitätsrat Dr. S. Tomke, Georg K. R. Israel (Berlin), Michael Levh (Krefeld). Gottfried Gumbel (Stuttgart), Hans Steinberger (Bayreuth). - Leopold Mehrländer (Konstadt). Erich Rabensohn (Hildesheim). Kantor D. Cohn (Koblenz», Rabbiner Tr. Tänzer (Göppingen). Sieg» mund Austerlitz (Gießen), Karl Nußbaum (Rheydt), Jakob Baumann (Köln). Hans Cohn (Berlin- Heiligensee). ,; Schächbriellasten. — M. L. (Krefeld): Besten Dank für Einsendung. Tiefe, sowie die vorigen, find zur Veröffentlichung leider nidst geeignet. — Im Wohnheim deS Jüdischen Frauenbund«« - (Studentinnenheim) finden junge Menschen gut« rituelle Ilnterkunft bei mäßigem Preis. Meldungen an die Leiterin. Frau Jenny Abrahamsohn, N.24« Auguststraße 14 15. Tel. Weidendamm D2 9171. Die Selbsthilfegruppe jüdischer Körper« behinderter in Deutschland, Ort 8* grup P e Berlin, hat ihre nächste Mitgliederversammlung am 15. Oktober, 19 <4 Uhr. Johännisstraße 16. Fürsorgesprechstunde: - Montag 11—13 Uhr oder nach telephonischer—Vereinbarung (C 9 Tiergarten 1305) Tile-Wardenberg- Straße 10, ptr. Der Reichsverband der Jüdischen Kulturbünde in Deutschland (Berlin SW 19, Kommandantenstraße 5<). teilt mit: Jüdische Künstler, die im Rahmen der Kulturbünde oder der augeschlosscnen Vereinigungen, überhaupt im jüdischen Rahmen aufzutreten gedenken: müssen im. Besitz einer A u s w e i s k a 11 c des Reichsverbandes sein, um ihrem Beruf nachgehen zu können. - Es wird jedoch daraus hingewiesen, daß diese Ausweiskarte-lediglich die Berechtigung zum Austreten verleiht, nicht'aber ein Recht aus Bes.chäftignng Die Anmeldung wird erbeten von Schauspielern. Sängern (Oper und Konzert), Jnstrumentälsolisten. Vortragenden. Rezitatoren, Tänzern, Kabarettisten, ferner von Orchester- und Ensemblemusikern. Chorsängern. --Tie Frist, die am 30. September abgelausen war. ist bis 15, Oktober einschließlich verlängert worden. Um . Mißverständnissen vorzubeugen, werden nochmals alle reproduktiv-ausübenden Künstler ersucht, sich, soweit noch nicht geschehen unverzüglich beim Reichs-, verband als aktive Mitglieder zu melden. Diejenigen Künstler, die sich, bereits als aktive Mitglieder beim Reichsverband gemeldet haben,, werden nochmals darauf hingcwiesen, ..dgß die, Uebersendung der provisorischen Mitgliedsausweise im Lnuse der nächsten Tage erfolgt. Mahnungen und Anfragen führen keinerlei Beschleunigung herbei. Es wird daher ge- 'beten. von allen persönlichen und schriftlichen Nachfragen abzusehen, sondern lediglich'die Meldung : zu vollziehen bzw. die Zusendung der Mitglieds- « karte abzuwarten. ' „ Der Jüdische Kulturbund Rhein-Ruhr (Sitz Köln) plant für die Spielzeit 1935/86 drei Uraufsührunaen, und zwar „Channa"^. Schauspiel von Martha Wertheimer. - „Rdubeni', Schauspiel von Mar Brod. und „Zwischenfall in Lohwinkel", Schauspiel von Vickie Baum. Außerdem find voroei'eben: „Komödie der Irrungen"', „Ter Arzt amSWiveioege" und^„Die gute Fce".-—In den- Konzerten wirken mit das Orchester des Jüdischen Kulturbundes Rhein-Main unter Hans Wilhelm Steinberg, das Frey-Ouartett, Sabine Kalter, Alexander Kipuis^ Ruth Kisch-Arndt. Lotte Leonard. Simon Goldberg. Andreas Weißgerber, Nicolai Grandau. Bruno Eisner, Leonid Kreutzea Vorträge, Rezitations-, Kleinkunst und Bunts Abende runden da8 Winterprogramm ab.

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