Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 40 (3.10.1935)
- Date
- 1935-10-03
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Max Wiener 3× ep/1013532
- Fritz Bamberger 1× ep/1023070
- Herz Cerfbeer of Medelsheim 1× ep/1004905
- Isaac Aboab I 1× ep/1005030
- Isaac Heinemann 1× ep/1002810
- Isaac Luria 1× ep/1002601
- Isaiah 1× ep/1005097
- Josel of Rosheim 1× ep/1002672
- Judah ha-Nasi 1× ep/1002917
- Ludwig Feuchtwanger 1× ep/1023455
- Max Eschelbacher 1× ep/1011893
- Moses Mendelssohn 1× ep/1006237
- Rashi 1× ep/1002670
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MM MM MM KLÄ --I) ÄAW MOW Äi MM MMM' UND IHRE Z EIT A.^WLAÄTL' tähaStmasm -Uinr vcmmu>[-tnitnid)l dünn iufafivv her holitndjcn und ionftiflou llinftandi' seiner ,3c it ierste Hälitc des dritten nachchristlichen Hahrlinndcrts, in die vorderste -KciOc ,üdi,d,er Gcsdiichtspe, sön! idstcitcii. er gcl,ör! vicliiieh,- zu den ivcuigcn, die bei der Gestaltung indischer Schicksale überaus erfolgreich wirksain N'nren. Wie war die Lage der Hi,dcul,cit larz vor LNinuels Anstreten Gs gab yoi'i große jüdische Zentren: Palästina und Babylonien. Palästina I,alte unter ^Füyrnng des Patriarchen eine Bvrmadstitellnilg im 'Religiösen und Kullnielleni Tie geistige Ueberleqenlieit Palästinas Babylonien gegeniiber war ,yi groß, um iiberl)anbt Pergleid-e anstellen zu können. Ans diesem Gebiete ist lns etwa 200 nach inBabylvuien so gut une nichts geschasf'en ivorden. das (H-wähnung verdient. Bahylouier. die sich jiidisd,es Wissen aneignen wollten. gingen nach Palästina, blieben aber nach 'Abschliiß ihrer Studien ineist dort, da sie in 'Babylonien keine Gntfaltniigsmöglidsteit fanden. Woran lag dies? Ans die allgemeine politische.und wirtschaftliche Lage ist dieser'Umstand keineswegs znrückznsühren. Hm Gegenteil, Hu Babylonien gab es seit alters-. yer kaum nennensiverte Hudeuversvlguugeü. DieHudeu. die seit der Zerstörung des ersten Tempels im Zwischenstromland in großer Zalst rvvhiitcil.' besaßen unter Führung der Grilarcliiii -- Raihlommen des .Königs Tavid — eine, wenn and) begrenze Autonomie. Tie durften siel) religiös, kulturell und wirtschaftlich naey Belieben entsalten. Tie machten aber zunächst nur von der wirlschastlidien Gntfaltnngsmöglichkcit Gebrand,. Tas religiöse und kulturelle Leben lag danieder, tum’ kleine Bessernng trat erst ein. als Flüchtlinge der römischen. insbesondere der yadrianiselien Berfolgnn-gen. nach Babylonien lainen. 'Anders in Palästina. Hier gaben die Römer die besiegte jüdische Bevölkerung unterdrückt. politisch. wirtseyastliel,. oft aney religiös. Tbseyvn naey der Zerstörnng des zweiten Tempels inid naey dein Bar-Kockiba-Anfstand viele Geleyrte naey Babylonien — damals einer Provinz des Parti,erreiches - flnditeten. blieb das geistige Zentrum des Hndentnms bis ztlin Tode Rabbi Hehiida HanassiS unangefochten Palästina. Roch fehlte jene Persönlichkeit. die, den politischen und wirtschafttichen Umständen Rechnung trageild. Babylonien zu einem jüdischenKulturzentrum hätte gestalten können. ' -. Spät. aber niel,t zu spät, ist diese Persönlichkeit aus den Plan getreten: der Babylonier Mar Samuel. Hn Rehardea — einer Stadt in, ivestliehen Babylonien, an der rön,isd)-parthischen Grenze, aber stock, zun, Parttierreich gehörig —.■•um ISO geboren, studierte er jüdische Religionswissenschaft. 'JRedizin. A'aturwissenscliatten. Biatheinatik. Astronomie. Noä, in jungen Jahren ging er •nach Palästina, um liier, an der Tuelle der jndiscl,en stleligionsnnssenschasten. seine Studien sortzusehen. Bald.zäl,lt er zu den besten Schülern des Patriarclieu tliabbi Jehuda Hanaisi. Tod, gelang es ihm nicht, den Rabbitilel. der damals nur in Palästina verleihbar war. zu er,verben. Woran dies lag. ist bis heute nicht geklärt. 'Tie Tnellen besagen lediglich. Osabbi Hel,uda. der Patriarch, habe die Adsidst gehabt. Tamuel die 'Yabbiivürde zu verleihen: er bedauerte aber, durch widrige Umstande hieran verhindert worden zu sein. > T. Baba Biezia 66n. >. Taumel hat sich hiernnt bald abgesunden und kehrte in seine Heiinatstadt Rel,a,- dea zurück. Tort übernahm er naci,'dem Tode des Tcly.illeiters '>i. Tcliela <210, die Leitung des Leliriianies. nadiden'i fein großer College.. Rad. die Berufung abgelehnt hatte, da er Taumel in seiner Heimatstadt nicht verdrängen ivollte. Rad ging nun nad, Tura. gteid>salls einer Pabylonischen Ttadt. und gründete liier eine neue Hochschule, die ähnlichen Anssd,wimg nalzin wie •Tamuels Tclinle in A'eliardea. Beide Tchnlen und ihre weiter blieben stets freundschastlicl, verbunden. /. slkab und Tamncl!,aben ähre Vel,rl,äuser -zu Hod,sdiulen ' erster-Trdnung.entwickelt.. Üäir einein Tchlage verschob" sich daS jüdisclieüulturzenlrum von Palästina nach Babylv,'.reu. Die babyloniscl,e ßudenlieit lvurde - aru'gerüttelt und blieb 800 Hal,re hindurcl, Biittelpuntt der jüdisclien Geschiclite. Palästina trat immer mehr in den Hintergrund. Anwngs tvelirte es fiel, nocl, gegen die aussteigeude Tonne im Tsteu. bS befaß Borreclilc. die unter nernralei, Umständen seine Bbrinadustellnng I,alten sicliern können: das Bedeutsamste, das Borred,l der .üalenderbestinuuung: das die Diaspora l,insichtlich der Teste von Palästina ablrängig inachte. . Z'var wurden in Babylonien Bersuche .unternominen. den.jüdischen-.• Kalender aus Grund der aslronolnischcu Kenntnisse, die dvrt äris hvl,er Ttuie standen, iinabaängig von Palästina zu bestinrmen: aber diese Pläne w'nrden stets vereitelt, da sie zu einer Tpaltnng der Pudeulreil geiul,rt l,är:eu. Tamuel selber hatte eilten Ghährigeu indischen Ualender arisgearbeitek. berötsentlidike il,u<.aber aus dieiem gleiciien Grunde nicht, lbhiillin!>?.!>/! Gr sandle ihn. den, bedeuteridsten palästinensischen Gelel,rtei, seiner :ßabbi Hechanan: aber der hatte für Tamuel /nur eine geringschaßende Beinertung übrig: ..Das :>iechnen versteht er." Gin zweites Privileg Palästiiias war die Berleiluing des :>iabbi!irels. Tod, vermochten alle Privilegien gegen den Gang der Ge.sdnchle. nichts auszurichten. Tie Beriehlechterung der Hage der palästinensischen Hudeiüieil ihre Bedruckung im 'Böirtid,astliehen tind .kulturellen nahm, mir den, Gritarten des Ghristentisins immer mehr Zii.'^TTGTörge.n Ges' Alltags Ge:iUi,Gir - die-ge ist che Gnt-.- salliing. Unter diesen lliii'taudeu rat die Ab!,äi,gigkeit von Palästina in, üalenderweien. die mv!i längere Pect beüaiid. der Bormaditstelliing Bab'olouiens keinen Ükbbruch -im'lnv Tie Babblorrier erßhei, den :ßabbililel durch ..ü,ab" oder ..Biar" «gleiet, Bieiuer. -Herrn. Tie Huden Babvloniens hatte,y uid.it „U'hr mö,ig. ihrer.Tliidien ,regen naeh Palästina ZN gehen. Gs taten yoar nocl, viele, aber meist nur aus. Pietät, aus seelischen Gründen. Gin Tchnler Blar Tarnuels. Rab Hel,uda. folgerte sogaraus der Bibel, daß es verboten sei. von Babylonien .'„ad, Palästina auszmvaudern! kTabbat .-I In.> .And,sekber erelärte, es sei ebenso verboten. . aus •Babylonreu -auszmvandern. un'e es oerboten ist... aus Palästina fortzuziehen. lPetnbot Z IIuH Samuels Verdienst besteht aber niel,t allein' darin, das; er das jüdische -Gulturzentrnm nach Babylonien verlegt hatte. Ta die sßeit fjitrfüv fdjon lange reis war, hätten dies viel- /leicht and, andere — etwa.Nab allein — erreicht. Wichtiger ist für die Geschicke der Hudenheit. was er auf politischem Gebiete geleistet hat.' Hu dieser Hinsidst bildet er eine Parallele zu Rabbi Hehnda Hanassi-. -staum erwachte -die babylvnisehe Hndenheit ans ihrer Lethargie, kaum brach für sie eine glücklid),' Zeit an. da sehien diese Zeit mit dem Sturze des Partherreid,es ein jähes Gnde zu nehmen. Als der letzte ArsakidZ Artaban IV.. im Kampfe gegen den siegreichen Täsaniden Ardaschir siel herrschte unter den Inden Babyloniens Trauer und Sorge. Sie wußten, nach den, gütigen Artaban konnte kein besserer kommen. Und sie hätten auch recht. .Rkit Ardaschir kamen seine Helfer, die Anhänger des Zoroaster-Glaiibens, die „Bcägier". zur Herrschaft; unter ihren, Zauatislnus hatten .die Juden biel zu leiden. Rnr .>star Tainuel verzweifelle nicht. Gr beruhigte seine Brüder mit der Berheißiing, der Fanatismus werde schon Nachlassen, Mit dem Aufsatz „Mar Samuei" von Alexander . Guttmarm schliesst.der erste Teil unserer Artikelreihe „Jüdische Gestalten und ihre Zeit". Wir veröffentlichten bisher folgende Beiträge: ■* Moses von Max Wiener. König David von Ludwig Feuchtwanger. Jesaja von Max Wiener. Josia von Max Eschelbacher.- Esra von Max V o g e l.s f e i n. Philon von Isaak Heinemann. ■Bar Kochba von: Fritz Fr i ed j ä n d.er Jehuda Hanassi von Alexander Guttman n. FürdenzweitenTeil der Artikelreihe sind vorgesehen: Sadia von' Max Wiener. Ghafdai ibn Schaprut von Fritz Bamberg er. Jehuda Hallevi von Fritz B a m b e r g e r. Jizchak Abrabanel von Max D i e n e m a n n. Raschi von Ismar EI b o g e n. Josel von Rosheim von Kurt P.i n t h us. Sefer Chassidim von J. M e i 11 i s. Manasse ben Israel von Fritz Bamberger. Esther Liebmann von Bertha B a d t- S t rau s s. Isaak Aboab von Ismar El bogen. Isaak Cerf Beer von Hans R e i s s n e r. Isaak Luria von Max Wiener. Moses Mendelssohn von Bruno S t r a u s s. der aiisäiigkiche Gifer gegen Huden und Hndentnm gebe keinen Anlaß zur Berzweislnng. und er bchielt danüt and, recht. Taiü, suchte er Beziehungen zu den Persern anznknnpsen. ,,,„ sie'mitden Huden zu versöhnen. ' Und dies gelang ihm and, in ganz hervorragender Weise. Ter zweite Tasauide. Schab,,r!' ü-'-ll bis l.'72> wurde sein persönlicher Treund und damit and, der Zreund der Huden. Tie politische Ginncht dieses Königs.-wie überhaupt der Tasaniden. war e'S. die die von Tainuel angebahnte gesunde Atmosphäre and, nach dessen Tod bestehe,; kies;. Ter geineiusaine H-eind war Rom. Tie Huden haßte,pes — nicht ohne Grund — noch mehr als die Perser- und unterstützten daher diese nach Kräften bei ihren Kämpfen gegen die kjömer. Aber trotz allen,, yvas die Huden des lllöniischen Reiches von ihren-Bedrückern hinnehmen -mußten..-hielten sie Ron, die Treue. Selbst gegen die Perser, die sie nach kalter Ileberlegung als ihre Befreier hätten empfangen nnisien. verteidigten sie ihre römischen Gebieter. Als bei einer solchen Gelegenheit 12 000 Huden ums Leben kann’,,, benstes Tamuel bön neuem, daß er mit beiden Hüßen ans den, Boden realer Tatsachen stehe und sich nicht durch Gefühle auf die falsche Bahn lenken lasse. Gr. legte nämlich keine Trauer für fz’ine 12 000 gefallenen Brüder an. da er ihren Widerstand gegen Tchabur für unsinnig hielt.. Durch', äußere' Trauer -hätte -er die Hreiiiidschaft rnik tchaburnur gefährdet und er s.ürd)tete dadurch für die Juden PernenS unabsehbare H-olgen. °To blieb dies Blutbad eine einmalige kriegsgeschichtliche Gpisvde. die das gesunde .Verhältnis Zivischen Huden, und Richtjilden gar nicht berührt, hatte. Tamuels Lehren, seine Grundsätze zur Regelung der Bezielmngen zwischen Huden und kkichtjuden zeigen' einen geradezu Prophetischen Bß’itblick. Tic bilden noch heute die Grundlage für unsere GinsteUung und unser Verhallen zur mchlsüdischen Welt, für unser Tiaspora-Tasein.. - Der oberste Grundsatz, den Tainuel zur Regelung der Beziehungen 'zwischen HudeisHkydHRirlikjnden und darüber hinaus zur Gntlastung des seelischen Ziviespaltes ausgestellt -kM-ke/ßautet: .Jb'oo «lamvIIAiriklai ckina"-gleid, ..Das Gesvtzdes Staates ist geltendes Gesetz." «Baba Kann, 113.,,. a.) Tamuel sah ein. daß die Huden solange als Tremdtörper emp,'unden werden und sich selber so fühlen .müssen, wie sie das Traalsgeietz innerlich ablehnen, 'clbst wenn sie sich ihnen •zwangsläufig nnterordneii. Bkit seinem Grundsatz schasst Tamuel diesen Ztviespalt aus der Welt. Und dieser Satz ist bis I,eute die jüdisd,e. die rcligionsgeietzliche Grundlage für die Ginordnung ' der Hudenheit in die ganzes Welt, in die Umwelt:- er ist seit Taiincet von religions-- ivegeu, - und nicht.: ans., äußerem Zwang zu Beobs aclsten. To erhält die '.»iahnung des Prvpl,eteu Heren,ia!Heremin.-2'>.7,--..Und suchet -das'..W.vl,l dev Stadt, in -die ich. euch gerührt 'habe, und -betetfür sie zun, Glvigen, denn in ihrem Wohl tvird euch ,vol,t sein!" ihre.würdige-Ergänzung. Selbstredend bezieht sich, dieser Grundsatz nicht auf das reli-- giöje Leben. Gingriffe von seiten. des Staates in dieses Gebiet; Glanbenszwang. wurde stets n,it •.härtestem Widerstand beantwortet, und schuf die „nzähligen Rfärthrcr. die mit ihren, Blute den Rainen Gottes heiligten.'. Tie sonstigen Ginschräntüngen. die -er Grundsatz „Dirn, (kniialkhutlia" erfährt. sind nad, Crt und Zeit verschieden, und hängen davon ab. ivelchen Raun, die Staatsbehörden der jüdisdien.Gcrichtsbart'eit elnräumen. Ter Hnden'heit eines Landes oder einzelnen Gen,einden würde oft eine mehr oder weniger ansgedehnte 'Autonomie gewährt, so daß 'tiechtSangelegenheiten nach den, jüdischen Gesetz geregelt werden konnten, ein Yieckst, das and, andere Minoritäten, Körperschaften..-z.' B. Zünfte. Hochschulen, Klösterhöse nßv.. besaßen. Daher bestimmt der Td)ulcyan Ariich fGhoschen Hamischpat 360.11- Hagaj:. ,.. . . denn in solchen linneren H-ragen des jüdischen Lebens) hat der Grundsatz ..I)i»r, tlomaikhutha ..." keine 'Anwendung. . Denn wir sagen lbeziehen) „Oina libmalksnitln," nicht saus alles), nur ans Tinge, an denen der König ein Hiiteresst hat. oder die das Wohl der Bürger betreffen, nicht aber, -aß 'man ancl, (in innerjüdischen Dingen) nach mchtjüdischen Gesetzen urteile, denn sonst würdest du alle jüdischen Gesetze auf- ' Lehoben haben." (Tiehc hierüber auSführlidfer": A. Guttknnann. Gnthüllte. Talmudzitate',307.) . T'ie strengen Bestinimungen der Mischua zur Absonderung der Huden von den Heiden rväl,rend ihrer. Feste, mildert Tamuel im Sinne der Interpretation des R. Hochanan IlGhnllin. 13!>): „Die Heiden außerhalb Palästinas seien nicht als Götzendiener anzusehen. sie üben nur den Brand, ihrer Väter"), wenn er (Ahoda 'Tara. 7l>) erklärt: „In der Gola ist (der Geschäfts-vert'ehr mit Richtjilden) nur an ihren Festtagen verboten",-(wogegen nad, 'JRischna Aboda Tara 2a und 7a dies-auch drei Tage vor den Festen, „ach einer Ginzelmeinung auch noch drei Tage nachher „„statthaft ist). 'Roch folgende Bestimmung TalnuelS sei in diesen, Zusammenhänge erwähnt: ..'IRan darf keinen 'JRenschen hintergehen, auch nicht . einen Richtjuden" lChullin 94a). Mar Tamuels Bedeutung und einzigartige Größe konnnt aber auch in anderen Znfammenhängen'znn, 'Ausdruck. Seine Gntscheidungen und Bestimmungen auf dem Gebiete des jüdischen Zivilr'edsts haben ihre 'Rechtskraft bis auf den' heutigen Tag bewahrt, und werdewMiberall, wo jüdische Gerichtsbarkeit zugelassen ist, auch befolgt. Dies liegt vor alten, daran, daß er die Tinge objektiv sieht, mit klarem Verstand durchd.ringt, und mit Gerechtigkeit und Liebe zur Gntscheidling führt.- Gr betrachtet alles mit den, Blicke eines, „üchtern-en. sogar für heute modernen Gelehrten. Gr bejaht daS Diesseits, vcräbscheut die Kasteiung, wendet sich gegen die Astrologie, gegen Aberglauben und Traillndcutimg. Die messianische Zeit wird sich, nach seiner Ueberzeugung von dieser Welt nur dadurch unterscheiden, daß die Bedrückung seitens der anderen Völker. aufl,ören wird. (Bericht 341> nßv.) . Trotz f.old,er nüchternen Lehren w.-n-biLser moderne Gelehrie. Tchulhanpt und -Xichtcr '.«Rar Taumel von unerschütterlichen,. Glaubei, an Gott, an Teil,e Güte in,d Fürsorge für jeden Ginzelnen nach Maßgabe seiner Verdienste, beseelt. Hiervon zeugen ancl, seine herrlichen Gebete, die z„ den sdstinften Teilen unserer heutigen Liturgie gehören. Tiefer Glaube ließ ihn die schweren Tchicksalsschläge. die ihn. durch das unglückliche Los feiner Kn,der trafen, seelisch und' körperlich ungebrochen überwindeii. so das; er bis zu feinen, Tode ('Rtitte des 3. Hal,rl,underts) n,it voller Kraft und reiner «seele für Gott und fein Volk wirken und kämpfen konnte. Stets leitete ihn sein oberster Grundsatz (Kidduschii, 81b, 82i»): ..'Alles tue mar, im Hinblick auf Gott." . Un§e3r Schicksal Manche sprechen von unserem Schicksal, als wärs eine Ware, Die man der .'Menge in, Saal vordeinonslriert ,itid verkauft. Tieferes Schicksal ist stumm, trägt keine tönende Schelle; Und im Schweigen des Munds wird’s in den Augen zum Lied - . Werner Cahuinanii. Deutschsprachige jütfis die Zeitungen ' im Ausland Unter nmß 1700 dcutsch'prachigen Zeitungen int Ansländ. i5if- Tr. Waltber Heide in seinem weben tu erster Amlage ersd,ienenen ..Handbuch ber deutschsprachigen Zeitungen in Tentschlaub" tBerlag Walter de Grnrster. Berlin und Leipzig, l'.i:;--», ans Grund sergsältiger-. Gel,ebnngen ermitlelt. hat. befinden sich 14 indische Zeitungen.- Bon ihnen -erscheinen die meisten, istinüich lech-:-, in der T s cl, e.ch v s 1 v iv.a k e i : die „Allgemeine Indische Zeilnng". die „Hndische Presse" und die-„Hndische Bvlkszeitnng", letztere .heraus-' gegeben vom Bollsverband der Inden für die Tlowate.i. in Prestbnrg, „Ter Indenstaal" und die .Tetbstivehr" lIndiicties Bolksblarn in Prag, die ..Indischen Rachrichten". Lrgan snr die iraditumetlen und allgemeinen Hnkeressen de« vrthodoren Hndentnms. in Gberies und der „.Zndiiche Herold" als unabhängige« orthodores Organ in Tnna«.zerdal,ebr:—In-dss-T ch ,v e i z rmd-in-p-o -l-e-u, erscheinen zwei_ jüdische Zeitungen, das ..Hsraelitische Wochenblalt -inr die Tchiveiz" und die ..Hndische Prestzentrale". beide in Zürich, die ..Jüdische 'Wochenpost" und. das ..Jüdische Bolksblatr", leineres 'herausgegebsn von der Zionistischen-.Partei- ..Haszachar". beide in Bic-lih «.Bielstol. Rumänien. T e st e.r r e i ch .und Holland find nur je einer Zeitung vertreten: es sind dies die „Tstiüdische.Zeitung" in Gzernowitz. die ..Hndische Preü'c" in Wien und „Ter Ans" ,1'nabhänaige jüdische Zeitung, in Rotterdam. .E- HL.