Central-Verein-Zeitung
- Journal
- Central-Verein-Zeitung
- Volume
- 14 (1935)
- Issue
- 25 (20.6.1935)
- Date
- 1935-06-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Sephardische Aussprache des Hebräischen y.)i tlnti Aufsatz ,,Hcbniisrh in •'plMrdtvh'r ' i.'h i■ usrhkr iinsmcher Aussprache!' ilt drc:.C.A' /(ihin'i .Sr. :.ui vom In. Mai .schreibt wtts Rahhnirr hr. Kalfhvrq aus Halle a. d. ti.: . Ta-- ‘JjmMrm, hna sfrau Tr. (sma (Soldschmidt im dritten Beiblatt der „G.-V.-Jeituug" Nr. -'0 angeschnitten hat. hat uiis bereits vor zwei Jahrcu eingehend beirtiaTtio.t. - _ ■'(vine" .Sngim'g des Ali<teldeutfck>cn Nabbinor-. Verbandes inwJahre lühü in S^ciauf öeren- --Ta-gdsprdti'nng-'ich die Trage derAnssprache L»ls wnlitiaüen Punkt .nuf die - Tagesordnung gesellt - Iiotte. Iint (illrrbinp--' meinen Antragabgelehut. die sephardnche 'Jlliofproctie nlimnl)liri) im Gottesdienst rijvyiiinyrni. dewurde» namentlich auch -von dem ingvn'chrm veritorbeneu Kollegen Gold, mann verschiedene Gennde dafür angeführt. Ter wesentlichste ivar >vohl der. das; die Shnagogenbesucher sich schwer au die andere Anssprache gewöhnen könnten Ader im Religionsunterricht, haben wir in volle bereits seit zwei Jahren das Sephardifchc eiiigeführt iuid die Jugend betet n„d) in dieser Aussprache, denn der Neligionsuiitcrriel,l soll doch dem Zwecke dienen, für de» Gottesdienst vorzubereiteu.. / Tie Schwierigkeit ist nämlich gar nicht.so überaus groß, wie es scheint. Sie bestellt ja im wesentlichen nur darin, das; daS Au wie L). das O wie A ausgesprochen und zwischen Taw und Szaw kein Unterschied gemacht wird.- Wenn man aus diesen Unterschied im Religionsunterricht aufmerlsam macht, dann fallen die' beiden ersten Unterschiede fast ganz fort. Gerade beim Singen der Gebete wird ja zwischen -den einzelnen Vokalen. zumal sic miteinander verwandt sind, nicht so scharf.unterschieden. Aber auf die Verschieden- I,eit der Aussprache mußte man. ja schon früher. Hinweisen. . Alan konnte nicht richtig,Grammatik lehren, ohne zu zeigen, daß das kurze A in'däs lange oder-umgekehrt verwandelt wird, also auf die Verwandtschaft zwischen Kamez und Pathach. Auch mußte man darauf Hinweisen, daß „Thorah" keine deutsche .Ucberseßnng. von „Thauroh" ist. . sondern eine andere Aussprache. -Der Wegfall der. unterschiedlichen Aussprache des . Taw istaller-- dliigs selbst beim Singen zu bemerken. Aber fürden Unterricht hat cs den großen Vorteil, daß-es i,»iw nicht mehr, möglich ist, ein -Szamech mit Tageich. wie Taw zu lesen. Es hat sich in der Praris gezeigt, daß Mißständedadurch, daß. die alteren, Beter aschkenasisch, die jüngeren sephar-. diich beten, nicht entstehen, denn , vorläufig übertonen die Aeltcren -die Jugend auch am Sabbat. . wo der größte Teil der. Kinder regelmäßig und pünktlich am Gottesdienst teilnimmt, da sic ja vom fünften bis achten Schuljahr fast durchweg vom Schiilunterricht am Sabbat befreit sind. Die Jugend stört das nicht, -weil .sie ja auf den Unterricht in der Aussprache hingewiesen ist. So kann sie auch mühelos der Thorahvorlesuug folgen. ^ES kommt hinzu, däß namentlich die reifere Jugend ja bis vor zwei Jahren auch die afchkenasische Aussprache im Unterricht gehabt hat und daß Kinder, die verschiedenartige Materien, insbesondere verschiedene Sprachen lernen, sich leichter an'Verschiedenheit der Aussprache gewöhnen als Erwachsene. Wenn eS in einigen Jahren dazu kommen wird, daß die Jugend beim Gebet die Aclteren übertönt, so sollte man das . nicht allzusehr bedauern, denn wir sprechen immer davon, daß der Jugend die Zukunft gehört. Hier ist ein Gebiet, auf. dem wir durch die Praxis beweisen können. daß. wir es ernst damit meinen und daß wir deshalb sogar, die klxiue Unbequemlichkeit der uns ungewohnten Aussprache auf uns. nehmen. ' Weltkonferenz des Jiddischen wissenschaftlichen Instituts - Tie vom Wilnaer Jiddischen wissenschaftlichen Instituteinberusenc ' wissenschaftliche Welttvnfcrcnz wi.rd in der Zeit vom 14. bis 18. August i'.'üü in Wilna abgehaltcn werden. Eure Anzahl. bekannter 'jüdischer Wissenschaftler habe bereits , . ihre Teilnahme augckündigt, io u. a. öroi. Simon- T n bqr o w (Riga >- Prof. L. H e r ich (Genfl. Tr. : IH, A. Halevh (Bukarest». Prot. Joseph Da -" v i d s o » (Kopenhagens. Prof. L. G u l k o w i t s ch (Torpati. Prj)f. B e r a n e k (Prags. Tr. Siegfried B e nt seid (Wiens. Tr. Julius B r ü tz.k u s <Paris). Tr. Chaim Borodianfki (Berlin». Tr. H. Lauda u (Litauen). Tr. S. L e w i n lLitauens. Dr. Blar D i a m an t (Ezcrnowitzs. sowie die wissenschaftlichen Sekretäre und Mitarbeiter der verschiedenen Sektionen des Jiddischen wissenschaftlichen Instituts. Auch -aus Amerika liegen Anmeldungen'vor. TaS Programm der Konferenz sieht u. a. einen vom jiddischen Penklub organisierten „Tag der jiddischen Literatur" vor. saß über Assistentinnen statt ..Tcr Lolin von 250 RM dürfte ..." „Ter Lohn von' 150 RM -dürste ..." heißen. . Berichtigung. In dem Aussatz ..Die Berufsaussichten der jüdischen ssrau". den wir ln Ar. 22 vom 30. Mai veröffentlichten, muß es in dem Ab-- „krahtische dudentumshmide" Line Einführung von Leo Hirsch Der Wunsch, an den jüdischen Stoff Heranzu- - kommen, hat den Lerneifer deutscher.Juden außerordentlich gesteigert. Ter in seiner Unkenntnis bescheidene indische. Leser hat aber bisher feiten außerhalb der Vortrage und Arbeitsgemeinschai; .teu eine Möglichkeit.gehabt., für.seine-Selbiiarbeit eine einfache., mit Pro bl einen -nicht-: überladene Darstellung zu finden, die in .einer Menschen - nuferer Tage ansprechenden Jorm andie Vielfältigkert jüdischer Gesetze und Gebrauche :herai'>. fuhrt.»,/ Lev virsch iiuterniiiimt es. in drei gedrängten. aber klar geordneten Avichmiten C-iHu-- trupp-Verläg 103-5) erste Kenntnis zu vermitteln. Leidenschaftslos, ohne. Parteinahme, aber ‘ vost Wärme, läßt er den jüdischen. Tag. das judl'üio - 'Haus 'und das jüdische Jahr erstehen. Wirklich schön und gegenwartsnahe fiigeu sich in diesen Rahmen die Uebersetziiligen der wichtigsten Gebete. ' vor allem Kaddisch. Tischgebet -und Achtzeluigebch ein. die an bekannte Uebertragungen iveitgeltend ' angclehnt sind. . - Der Leser seines Buclics ivird' es in dem oc steigerten Wunsch beendigen, weiter »n^ tie'ec einzudringen, und das ist wohl audi der i-uco tigste Zweck dieses. Buches. ■ t . s. Bäder, Hotels und Sanatorien HOTEL HESSLER Berlin, Sm Bahnhol Zoo Tel.: Bi*m. 8100-15. Zimmery. M. 6,- an — PENSION JLSE KurfUrstendammTO (fckeWilmersdorterStr.) f •Jedes /immer mit. flieö. Wasser Feste VoIIpens. bei mäß. Preisen /imm. RM.S.f-0. J6 Bleibtr.3612 u.35 - Wald Villa, nahe GrOnau, sehr hnltiv.. Park. Liege-w. etc., nimmt Panergäste auf von 5.- an. B4 8582 v. 8^10. - . 16-17 Uhr: W.end F3 9811. Nurhaus Teupitzsee (Eine Stande von Berlin entfernt. ■ Dauerpension —Wochenend. I Herrliche Lage dir. am See. | Eigener ■ Badestrand / Boote fLiegeterrassen1 ■ Grosser Park / Zimmer lliessend ■ kalt.-o. -warm. Wasser / Anerkannt, ■ erstklassige Ktichp / Pension von H M. 5,— an. 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